Der Senat unternimmt mit dem neuesten Gesetzesentwurf einen wichtigen Schritt in Richtung Krypto-Regulierung

Wichtige Fakten: Der CLARITY Act (H.R. 3633) wurde am 1. Juni 2026 im Rahmen von General Orders offiziell in den Legislativkalender des US-Senats aufgenommen, wodurch der Gesetzentwurf vor einer Abstimmung im Senat in die letzte Phase gelangte. Der als Kalender Nr. 423 aufgezeichnete Eintrag folgt einer Abstimmung im Bankenausschuss des Senats im Mai und macht den Gesetzentwurf für eine Senatsdebatte, Änderungsanträge und eine endgültige Abstimmung im Plenarsaal geeignet.
Laut FinanceFeeds wurde der CLARITY Act vom US-Repräsentantenhaus mit einer Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen angenommen. Die Platzierung im Senatskalender markiert den bedeutendsten gesetzgeberischen Fortschritt des Gesetzentwurfs seit der Verabschiedung im Repräsentantenhaus im Jahr 2025.
„Heute hat der Bankenausschuss dem amerikanischen Volk gezeigt, dass Washington immer noch zusammenarbeiten kann.“, 14. Mai 2026.
– Senator Tim Scott, Vorsitzender des Bankenausschusses des Senats
Der Gesetzentwurf zieht die Zuständigkeitsgrenzen von SEC und CFTC auf den Märkten für digitale Vermögenswerte fest. Bei seiner Verabschiedung würde der CLARITY Act die Securities and Exchange Commission (SEC) als Regulierungsbehörde für digitale Vermögenswerte etablieren, die als Wertpapiere gelten, und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ausdrückliche Befugnisse über die Spot- und Kassamärkte für digitale Rohstoffe einräumen. Der Gesetzentwurf führt einen kryptografischen Reifetest ein, um festzustellen, wann ein Blockchain-Netzwerk eine ausreichende Dezentralisierung erreicht hat, um von der Sicherheits- zur Warenklassifizierung überzugehen. Geschäftsbanken würden außerdem ausdrücklich die Befugnis erhalten, die Distributed-Ledger-Technologie für Standardaktivitäten wie Verwahrung, Zahlungen und Kreditvergabe zu nutzen.
Der Bankenausschuss genehmigte den Gesetzentwurf mit 15 zu 9 Stimmen, nachdem der Kompromiss bei der Stablecoin-Rendite zum Stillstand kam. Der Bankenausschuss des Senats genehmigte den Gesetzentwurf am 14. Mai 2026 mit einer parteiübergreifenden Abstimmung von 15 zu 9 unter dem Vorsitz von Senator Tim Scott (R-SC). Der Abstimmung folgten monatelange geschlossene Verhandlungen über die Renditestrukturen von Stablecoins. Frühere Entwürfe ermöglichten es Nichtbanken-Kryptofirmen, zinsähnliche Belohnungen auf Stablecoin-Guthaben zu zahlen – eine Struktur, die Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, und andere führende Vertreter der Bankenbranche ablehnten und argumentierten, dass sie die Einlagensicherung bei traditionellen Banken untergraben würde. Unterhändler, darunter die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks, erzielten einen Kompromiss mit dem Weißen Haus, der die traditionelle Bankterminologie aus Token-Belohnungsprogrammen entfernte, ohne Renditemechanismen gänzlich zu verbieten.
„Wir sind einer funktionierenden Marktstruktur für digitale Vermögenswerte näher als je zuvor. Jetzt ist nicht die Zeit, zurückzuweichen.“, 02. Juni 2026.
— Senatorin Cynthia Lummis, US-Senatorin (R-WY)
Der Gesetzentwurf zielt auf einen Markt für digitale Vermögenswerte im Wert von 2,43 Billionen US-Dollar mit 13.967 verfolgten Kryptowährungen ab. Der Gesetzentwurf zielt auf einen globalen Markt für digitale Vermögenswerte mit einer Gesamtkapitalisierung von 2,43 Billionen US-Dollar und 13.967 verfolgten Kryptowährungen (Stand: 3. Juni 2026) ab (CoinPaprika, 03. Juni 2026). Befürworter, darunter die Senatoren Scott und Lummis, argumentieren, dass ohne klare Bundesregeln die Entwicklung digitaler Vermögenswerte und die damit verbundene Steuerbemessungsgrundlage in andere Gerichtsbarkeiten verlagert werden, was die Wettbewerbsfähigkeit der USA in der Finanztechnologie schwächt.
Die Schwelle von 60 Stimmen und konkurrierende Prioritäten lassen den Zeitplan für die Abstimmung im Plenum offen. Der Gesetzentwurf erfordert 60 Stimmen, um einen Filibuster im Senat zu überwinden, was bedeutet, dass die Unterstützer eine dauerhafte überparteiliche Koalition aufrechterhalten müssen. Mehrere demokratische Senatoren drängen weiterhin auf nationale Sicherheitsvorschriften für DeFi-Protokolle (Decentralized Finance) und Ethikbestimmungen, die hochrangigen Regierungsbeamten den Besitz oder die Förderung digitaler Vermögenswerte verbieten würden. Das CLARITY-Gesetz konkurriert auch um die Zeitplanung mit Streitigkeiten über Mittelbewilligungen des US-Heimatschutzministeriums und Haushaltsanträgen des Pentagons.
Die Senatsführung hat keinen Termin für die Plenumsdebatte bekannt gegeben. Wenn der Senat den Gesetzentwurf verabschiedet, müsste er mit der Version des Repräsentantenhauses abgeglichen werden, bevor er dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt wird. Es wurde keine öffentliche Stellungnahme des Präsidenten zum aktuellen Gesetzestext abgegeben.
Hauptquelle: Pressemitteilung des Bankenausschusses des Senats – 14. Mai 2026 Der CLARITY Act wurde laut FinanceFeeds mit einer Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen im US-Repräsentantenhaus verabschiedet. Die Platzierung im Senatskalender markiert den bedeutendsten gesetzgeberischen Fortschritt des Gesetzentwurfs seit der Verabschiedung im Repräsentantenhaus im Jahr 2022