Schockierende Behauptungen eines ehemaligen chinesischen Krypto-Börsengründers: „Das unvermeidliche Ende naht“

CoinEX-Gründer Yang Haipo äußerte in einer von ihm veröffentlichten umfassenden Analyse eher pessimistische Einschätzungen zur Zukunft des Sektors.
Haipo argumentierte, dass die aktuelle Struktur des Kryptowährungsmarktes, insbesondere von Bitcoin, nicht nachhaltig sei, was darauf hindeutet, dass ein starker Rückgang der Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar „unvermeidlich“ sei. Yang Haipo erklärte, dass Bitcoin keine Produktivität biete, keinen Konsumwert habe und keine echte Geldfunktion biete, was es für diese Struktur schwierig mache, langfristig zu überleben. Haipo argumentierte, dass Vergleiche mit Gold ungültig seien, und behauptete, dass Gold aufgrund seiner physischen Verwendung und seiner historischen Rolle als Währung eine andere Position einnehme.
Haipo wies darauf hin, dass Bitcoin zuvor Anwendungsfälle für Dark-Web-Zahlungen, grenzüberschreitende Überweisungen und Mikrozahlungen gehabt habe, diese Funktionen jedoch nach der Blockgrößendebatte weitgehend aufgegeben worden seien. Laut Haipo verwandelte dieser Wendepunkt Bitcoin von einer „fehlerhaften Währung“ in ein rein spekulatives Instrument. Haipo machte auch auf das Sicherheitsmodell des Netzwerks aufmerksam und erklärte, dass das System mit abnehmenden Blockbelohnungen vollständig von Transaktionsgebühren abhängig werde, was der „HODL“-Erzählung (Halten) widerspricht.
Einer der auffälligsten Punkte in Haipos Analyse war seine Kritik an der Wirtschaftsstruktur des Kryptosektors. Haipo beschrieb den Sektor als „Negativsummensystem“ und erklärte, dass das System jedes Jahr Fixkosten zwischen 35 und 50 Milliarden US-Dollar verlasse.
Haipo gab an, dass diese Kosten auf Bergbau, Börsen, Projektteams und andere Dienstleister verteilt seien, und argumentierte, dass die tatsächlichen Einnahmen, die der Sektor von der Außenwelt erhalte, äußerst begrenzt seien. Er wies darauf hin, dass Transaktionsgebühren und die Token-Ökonomie größtenteils eine „interne Schleife“ bilden und dass das System in erster Linie vom Zustrom neuer Investoren abhängt.
Haipo verglich den Kryptomarkt mit der Casinobranche und beschrieb Börsen als „Casinos“, Miner als „Infrastrukturanbieter“ und Projekte als „Spieltische“. Er argumentierte jedoch, dass die Darstellung von Kryptowährungen mit Narrativen wie „Revolution“ oder „Zukunft des Finanzwesens“ die Risikowahrnehmung der Anleger verzerre.
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Laut Yang Haipo belaufen sich die gesamten Betriebskosten im Kryptosektor bisher auf rund 500 Milliarden US-Dollar. Wenn außerdem die Ausgaben einzelner Anleger, Hacking-Vorfälle und Strafen hinzugerechnet werden, wird der gesamte „Todgewichtsverlust“ auf über 1 Billion US-Dollar geschätzt.
Haipo argumentierte, dass es insbesondere bei Bergbaubetrieben größtenteils um Strom- und Ausrüstungskosten geht und dass diese Ausgaben keinen dauerhaften Wert schaffen, und wies darauf hin, dass der Ressourcenverbrauch des Sektors ein unhaltbares Niveau erreicht habe.
Haipo berechnete, dass die aktuelle Marktkapitalisierung der Kryptowährungen von etwa 2,5 Billionen US-Dollar tatsächlich einen geringeren „Umlaufwert“ hat, der auf etwa 1,6 Billionen US-Dollar geschätzt wird. Im Gegensatz dazu beträgt der Gesamtwert der Stablecoin- und Fiat-Guthaben, die die Liquidität im System darstellen, etwa 200 Milliarden US-Dollar.
Haipo erklärte, dass diese Situation eine etwa achtfache effektive Hebelwirkung bedeute, und argumentierte, dass selbst wenn nur ein kleiner Teil der Anleger aussteigen wollte, der Markt mit einer ernsthaften Liquiditätskrise konfrontiert sein könnte.
Eines der kritischsten Ergebnisse der Analyse war die Einschätzung, dass die Nachhaltigkeit des Marktes vollständig von neuen Kapitalzuflüssen abhängt. Laut Haipo stellen ETFs und institutionelle Anleger die „letzte große Kapitalwelle“ dar, die in den Sektor eindringt.
Haipo argumentierte, dass das System einen „Nettowertverlust“ erleiden werde, wenn neue Einträge langsamer würden, was letztendlich zu einem massiven Rückgang des Kryptowährungsmarktes führen werde. Allerdings fügte Haipo hinzu, dass Krypto-Assets nicht vollständig ausgelöscht würden; Aufgrund von Merkmalen wie Zensurresistenz und erlaubnislosen Übertragungen würde ein bestimmter Mindestwert festgelegt. Er argumentierte jedoch, dass es schwierig sein würde, das aktuelle Billionen-Dollar-Niveau aufrechtzuerhalten.
*Dies ist keine Anlageberatung.