Laut Südkorea macht der API-Kryptohandel inzwischen 30 % des Marktes aus: Bericht

Der südkoreanische Finanzaufsichtsdienst (FSS) teilte am Montag mit, dass der API-basierte Handel mittlerweile etwa 30 % des Krypto-Kauf- und Verkaufsumsatzes ausmacht, und warnte davor, dass einige Händler automatisierte Tools verwenden, um Volumina zu erhöhen und Preise zu manipulieren.
Berichten der Nachrichtenagentur Yonhap und der Wirtschaftszeitung Maeil zufolge warnte die Regulierungsbehörde, dass einige Händler automatisierte Tools nutzen, um Volumina zu erhöhen und Preise zu manipulieren, und verwies auf Fälle mit wiederholten kleinen Geschäften, gefälschten Aufträgen und koordinierten Aktivitäten über mehrere Konten hinweg.
Das FSS sagte, es werde gezielte Untersuchungen zu Konten einleiten, bei denen der Verdacht besteht, APIs für übermäßige oder abnormale Handelsmuster zu verwenden, was eine genauere Prüfung der automatisierten Handelsaktivitäten auf dem Markt signalisiert.
Die Warnung folgt auf Südkoreas umfassendere Bemühungen, den Missbrauch des Kryptomarktes einzudämmen, da die Regulierungsbehörden die Durchsetzung intensivieren, auch wenn Teile des Rechtsrahmens noch in der Entwicklung sind.
Aufsichtsbehörde erläutert Manipulationstaktiken und warnt Anleger
Den Berichten zufolge beschrieb das FSS mehrere Methoden zur Preisverzerrung, darunter die wiederholte Platzierung kleiner Kauf- und Verkaufsaufträge auf dem Markt, um den Anschein eines aktiven Handels zu erwecken. Die Regulierungsbehörde fügte hinzu, dass Händler höherpreisige Limitaufträge nutzten, um die Preise künstlich in die Höhe zu treiben.
In einem vom FSS beschriebenen Fall verwendete ein Händler API-gesteuerte Aufträge von 5.000 Won (ca. 3 US-Dollar) bis 10.000 Won (ca. 6 US-Dollar), um Handelsaktivitäten zu simulieren, bevor er zu steigenden Preisen verkaufte, als Privatanleger in den Markt eintraten. In einem anderen vom FSS beschriebenen Fall legte ein Händler ein Zielpreis fest und tätigte wiederholt Käufe zu höheren Preisen, um die Preise auf dieses Niveau zu treiben.
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Das FSS warnte Benutzer davor, wahllos online geteilte Hochfrequenzhandelscodes zu verwenden, und forderte Anleger auf, die Jagd nach Vermögenswerten zu vermeiden, die ohne klare Gründe plötzliche Preis- und Handelsaktivitätsspitzen aufweisen.
Südkorea verstärkt die Durchsetzung aufgrund von Regulierungslücken
Die Warnung erfolgt, da die südkoreanischen Behörden nach einer Reihe operativer und betrugsbezogener Vorfälle die Aufsicht über Krypto-Börsen verstärkt haben.
Am 7. April ordneten die Aufsichtsbehörden den Börsen an, alle fünf Minuten die internen Bücher mit den tatsächlichen Vermögensbeständen abzugleichen, nachdem bei Inspektionen verzögerte Saldenüberprüfungen und schwache Handelsstoppsysteme festgestellt worden waren.
Die südkoreanischen Behörden haben außerdem Maßnahmen ergriffen, um die Schutzmaßnahmen gegen Betrug zu verschärfen. Am 8. April teilte die Financial Services Commission (FSC) mit, dass inkonsistente Ausnahmeregelungen für Auszahlungsverzögerungen es böswilligen Akteuren ermöglichten, Gelder schnell zu überweisen, wobei ausgenommene Konten für den Großteil der Voice-Phishing-Verluste verantwortlich seien.
Gleichzeitig waren die Durchsetzungsbemühungen mit rechtlichen Einschränkungen konfrontiert. Am 9. April hob ein südkoreanisches Gericht eine teilweise Suspendierung des Upbit-Betreibers Dunamu auf und verwies auf unklare Regeln und wies auf Lücken im Regulierungsrahmen hin.
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