Südkoreas Krypto-Zukunft steht auf dem Spiel, da bahnbrechende Gesetze in Kraft treten

Südkorea hat einen umfassenden Schritt zur Regulierung des Kryptowährungsmarktes unternommen. Die regierende Demokratische Partei Koreas hat heute einen neuen Gesetzentwurf namens „Grundgesetz für digitale Vermögenswerte“ vorgelegt, der darauf abzielt, einen ganzheitlichen Rechtsrahmen für die Ausgabe, den Handel, die Verwahrung und die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu schaffen.
Der Text des Vorschlags fügt hinzu, dass digitale Vermögenswerte mittlerweile nicht mehr nur „virtuelles Geld“ sind, sondern zu einem grundlegenden Element geworden sind, das die Kluft zwischen der Realwirtschaft und den Finanzmärkten überbrückt. In diesem Zusammenhang werden digitale Vermögenswerte, die an Fiat-Währungen oder reale Vermögenswerte (Stablecoins) gekoppelt sind, als Sonderkategorie definiert und unterliegen strengeren Vorschriften. Dementsprechend müssen Stablecoin-Emittenten Lizenzen erwerben, eine Rückzahlungsrücklage unterhalten und eine Rückzahlungsverpflichtung erfüllen, die garantiert, dass Benutzer ihre Vermögenswerte auf Anfrage zurückerhalten können. In der Begründung des Gesetzentwurfs wurde die rasche Institutionalisierung digitaler Vermögenswerte auf globaler Ebene hervorgehoben. Darin wurde darauf hingewiesen, dass große Volkswirtschaften, insbesondere die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und Japan, umfassende Vorschriften zur Klärung des rechtlichen Status digitaler Vermögenswerte eingeführt haben, die die Ausgabe, den Vertrieb und den Anlegerschutz abdecken. Als Beispiele wurden der GENIUS Act in den USA, die MiCA-Verordnung in der Europäischen Union und das Zahlungsdienstegesetz in Japan genannt.
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In Südkorea konzentrieren sich die aktuellen Vorschriften hauptsächlich auf den Benutzerschutz und es fehlt ein integrierter Rahmen, der den gesamten Sektor abdeckt. Das neue Gesetz soll diese Lücke schließen. Der Vorschlag sieht vor, eine gesetzliche Definition digitaler Vermögenswerte festzulegen, Branchenvertreter nach ihren Tätigkeitsbereichen zu lizenzieren und Offenlegungs- und interne Kontrollstandards zu schaffen, um die Markttransparenz zu erhöhen. Darüber hinaus ist zwar die Einrichtung eines „Digital Asset Committee“ zur Koordinierung der Richtlinien für digitale Vermögenswerte geplant, aber auch die Entwicklung von Selbstregulierungsstrukturen und Anlegerschutzmechanismen im gesamten Sektor gehört zu den Zielen. Das Gesetz legt außerdem die Regeln für die Prüfung der Governance-Strukturen, Risikomanagementsysteme und der Informationstechnologie-Infrastruktur von Unternehmen fest.
Der Vorschlag verbietet ausdrücklich unlautere Handelspraktiken wie Insiderhandel, Marktmanipulation und Betrug und sieht strafrechtliche Sanktionen für diejenigen vor, die gegen diese Regeln verstoßen. Außerdem ist die Einrichtung spezieller Ausschüsse innerhalb des Sektors geplant, um die auf dem Markt für digitale Vermögenswerte gehandelten Produkte zu bewerten und ungewöhnliche Transaktionen zu überwachen.
*Dies ist keine Anlageberatung.