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S&P 500 könnte bis Ende 2026 9.000 erreichen: Das Bull-Case-Szenario von Evercore ISI

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S&P 500 könnte bis Ende 2026 9.000 erreichen: Das Bull-Case-Szenario von Evercore ISI

Inhaltsverzeichnis Zwei bekannte Wall-Street-Research-Häuser haben ihre S&P-500-Prognosen bis 2026 veröffentlicht. Während beide an optimistischen Aussichten festhalten, erkennen beide die potenzielle künftige Volatilität an. Julian Emanuel, Analyst bei Evercore ISI, hat eine Basisszenarioprognose von 7.750 für den S&P 500 zum Jahresende 2026 aufgestellt. Allerdings weist er die Wahrscheinlichkeit eines Bullenszenarios, das den Referenzindex auf 9.000 treiben könnte, mit einer signifikanten Wahrscheinlichkeit von 30 % zu. Laut Emanuel steht der Markt vor einer Schnittstelle zweier starker Dynamiken: einem Technologieboom, der durch Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz angetrieben wird, und grundlegenden Veränderungen in den internationalen geopolitischen Strukturen. Diese Konvergenz, so argumentiert er, erweitert das Spektrum potenzieller Marktergebnisse über historische Normen hinaus. Emanuel zog Parallelen zu den 1920er- und 1990er-Jahren und betonte, was er als „Konjunkturimpulse im Kriegsmaßstab, Beschleunigung der M2-Geldmenge und einen transformativen Produktivitätsschub“ bezeichnete, der mit der KI-Transformation zusammenfiel. Seine Analyse legt nahe, dass die Produktivitätssteigerung bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich 3 % erreichen könnte. Das Unternehmen rät seinen Kunden zum Kauf von Call-Optionen mit langer Laufzeit, die auf die Portfoliounternehmen der „AI-Klasse von 2026“ und den börsengehandelten Fonds QQQ abzielen, um das Risiko potenzieller Gewinne zu maximieren. Gleichzeitig empfiehlt Evercore die Implementierung von Collar-Strategien für S&P 500-Indexfonds, um sich vor kurzfristiger Volatilität aufgrund von Rohölschwankungen und Zinsbewegungen zu schützen. Emanuel wies auch auf eine inhärente Einschränkung der KI-Technologie selbst hin. Er stellte fest, dass große Sprachmodelle häufig zu Konsensvorhersagen tendieren und Tail-Risk-Ereignisse nicht berücksichtigen. Folglich werden sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile aus spezialisiertem Branchenwissen und umfassendem Workflow-Eigentum ergeben und nicht aus der einfachen Einführung von KI-Tools. Lori Calvasina, die die US-Aktienstrategie bei RBC Capital leitet, hat ihr 12-Monats-Kursziel für den S&P 500 auf 7.900 gesetzt. Dieses Ziel entspricht einem potenziellen Aufwärtspotenzial von etwa 7,7 % gegenüber den Anfang Mai beobachteten Bewertungsniveaus. Calvasina betonte, dass der erwartete Fortschritt periodische Rückschläge beinhalten werde. Sie prognostiziert Korrekturen im Bereich von 5–10 % als wahrscheinlich, rechnet jedoch nicht mit größeren Rückgängen von 14–20 %, es sei denn, die Rezessionssorgen tauchen erneut auf. Der Analyserahmen von RBC konzentriert sich auf das, was das Unternehmen als „KI-Beschleunigung, Verlangsamung des Nahen Ostens“ bezeichnet. Ihre Berechnungen gehen von einem Gewinnwachstum von 28 % für KI-zentrierte Unternehmen im Jahr 2027 aus, im Gegensatz zu einem Wachstum von lediglich 6 % bei den übrigen Indexbestandteilen. Das Modell beinhaltet eine Reduzierung der Konsensgewinnerwartungen um 5 % und prognostiziert eine Stabilisierung der Inflation bei etwa 3,3 %, wobei die Federal Reserve ihre aktuelle Politik beibehält und die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen bei etwa 4,5 % liegen. Sollte die Inflation auf 3,8 % steigen und die Fed zu Zinserhöhungen führen, schätzt RBC, dass der beizulegende Zeitwert auf den Bereich von 7.400–7.500 sinken würde. Zu den unmittelbaren Gegenwinden, die das Unternehmen identifiziert, gehören potenzielle Gewinnrevisionen im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikteffekten, Gewinnmitnahmen bei Halbleiteraktien, Unsicherheit im Zusammenhang mit den Zwischenwahlen und erhöhte Kreditkosten. RBC bevorzugt weiterhin wachstumsorientierte Aktien gegenüber Value-Aktien und behält seine Übergewichtung der US-Märkte im Vergleich zu internationalen Alternativen bei.

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