Der S&P 500 zeigte gerade ein unheimliches Muster im Stil einer Dotcom-Blase

Während der S&P 500 über 7.000 Punkte kletterte und neue Rekordhöhen erreichte, bietet sein Chart eindrucksvolle Vergleiche mit der Ära der Dotcom-Blase.
Bemerkenswert ist, dass der Index am Freitag bei 7.126 schloss, was einem Anstieg von 1,2 % gegenüber dem Tag und fast 4 % seit Jahresbeginn entspricht.
S&P 500 YTD-Preisdiagramm. Quelle: Google Finanzen
Die Analyse zeigt, dass die aktuelle Entwicklung stark dem Marktzyklus Anfang der 2000er Jahre ähnelt und Parallelen zwischen dem Dotcom-Boom und der heutigen KI-gesteuerten Rallye aufzeigt.
Der Vergleich stellt den Höchststand von 2000 bis 2003, als der Index auf etwa 1.570 stieg, bevor er auf etwa 830 abstürzte, einer prognostizierten Entwicklung von 2025 bis 2029 gegenüber.
Im aktuellen Zyklus klettert der S&P 500 in Richtung etwa 7.200, was einen ähnlich steilen Anstieg in der Spätphase widerspiegelt, gefolgt von einem möglichen Rückzug in Richtung 4.610 in einem Muster, das eine mehrjährige Korrektur widerspiegelt.
KI- und Dotcom-Vergleiche
Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Vergleiche zwischen „Dot-Com und KI-Blase“ auf dem Markt zunehmend an Bedeutung gewinnen, wobei beide Zeiträume durch starke Dynamik, hohe Bewertungen und steigende Volatilität in der Nähe von Spitzenwerten gekennzeichnet sind.
Obwohl die Prognose eher illustrativer als prognostischer Natur ist, unterstreicht sie doch Bedenken, dass der Markt möglicherweise in eine Spätphase des Zyklus eintritt, ähnlich dem Hochlauf vor dem Abschwung Anfang der 2000er Jahre.
Bemerkenswert ist, dass sich der S&P 500 aufgrund von Technologie- und KI-Aktien in der Nähe von Rekordhochs bewegt hat, auch wenn weiterhin Bedenken hinsichtlich Nachhaltigkeit und Konzentration bestehen.
Die Bewertungen bleiben hoch, wobei das Shiller-CAPE-Verhältnis bei etwa 37 und 40 liegt, nahe historischen Extremwerten und nahe an Höchstständen aus der Dotcom-Ära.
Während des Technologiebooms Ende der 1990er Jahre trieb der Internet-Hype die Bewertungen trotz schwacher Gewinne auf ein unhaltbares Niveau, woraufhin innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren ein Rückgang um fast 50 % folgte.
Heutzutage haben Technologiewerte einen noch größeren Anteil am Index, wobei Top-Namen etwa ein Drittel ausmachen, angetrieben durch die KI-Begeisterung, wobei Unternehmen wie Nvidia (NASDAQ: NVDA) die Führung übernehmen.
Das Gewinnwachstum ist jedoch stark: Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 deuten auf zweistellige Zuwächse und Prognosen für das Gesamtjahr von etwa 17 % hin. Anders als in der Dotcom-Ära erwirtschaften die heutigen Marktführer erhebliche Gewinne und Cashflows, und die Terminbewertungen bleiben unter den Extremwerten von 2000.
Unterdessen lassen die hohe Konzentration und die hohen Bewertungen kaum Raum für Enttäuschungen, wenn sich das KI-Wachstum verlangsamt oder sich die wirtschaftlichen Bedingungen ändern.
Während einige vor schwächeren langfristigen Renditen oder einer Korrektur warnen, argumentieren andere, dass die Rallye echte Produktivitätssteigerungen widerspiegele.