Standard Chartered prognostiziert bis 2030 500.000 US-Dollar für Bitcoin und 40.000 US-Dollar für Ethereum

Ein Analyst von Standard Chartered hat eine der bislang optimistischsten Langzeitprognosen für Bitcoin und Ethereum vorgelegt.
Die Prognose deutet darauf hin, dass $BTC und $ETH bis zum Ende des Jahrzehnts astronomische Höchststände erreichen könnten. Insbesondere Geoff Kendrick, Global Head of Digital Assets Research der Bank, skizzierte ein Basisszenario, in dem Bitcoin bis 2030 500.000 US-Dollar erreicht und Ethereum auf 40.000 US-Dollar steigt.
Wichtige Punkte
Standard Chartered prognostiziert, dass Bitcoin bis 2030 500.000 US-Dollar und Ethereum 40.000 US-Dollar erreichen könnte.
Ethereum könnte etwa 20-fache Gewinne erzielen und damit das prognostizierte 7,5-fache Wachstum von Bitcoin übertreffen.
Die institutionelle Einführung, insbesondere „Ethereum-first“-Strategien, könnte das langfristige Wachstum von $ETH vorantreiben.
Steigende Netzwerkaktivitäten und Anwendungsfälle wie DeFi und tokenisierte Vermögenswerte können den Wert von Ethereum steigern.
Ethereum liefert 20-fachen Aufwärtstrend
In einem aktuellen Podcast mit John Gillen, Moderator von Milk Road, prognostiziert Kendrick einen etwa 20-fachen Anstieg von Ethereum gegenüber dem aktuellen Niveau. Er positionierte es im gleichen Zeitraum als einen stärkeren relativen Performer als Bitcoin.
Als Schlüsselindikator verwies er auf das Verhältnis von $ETH/$BTC, das derzeit bei etwa 0,03 liegt. Seinem Ausblick zufolge könnte dieses Verhältnis kurzfristig auf 0,04 steigen. Dies deutet darauf hin, dass Ethereum schneller an Wert gewinnen wird als Bitcoin.
Anhand eines vereinfachten Szenarios stellte Kendrick fest, dass Ethereum bei etwa 4.000 US-Dollar gehandelt werden könnte, wenn Bitcoin bis Ende 2026 100.000 US-Dollar zurückgewinnt.
Zum Vergleich: Bitcoin wird bei 66.400 $ gehandelt, während Ethereum bei 2.036 $ liegt. Kendricks Jahresendziel impliziert einen Gewinn von 50 % bzw. 96 % für $BTC und $ETH.
Im weiteren Verlauf des Jahres geht der Analyst davon aus, dass sich die Gewinnlücke weiter vergrößern wird. Mit anderen Worten: Sein Ausblick unterstreicht die stetige Outperformance von Ethereum im Vergleich zu Bitcoin im Laufe des Jahrzehnts.
Während Ethereum bis 2030 einen Wert von 40.000 US-Dollar erreicht, stellt dies einen 20-fachen Anstieg dar, während der Preis von Bitcoin von 500.000 US-Dollar im gleichen Zeitraum einem etwa 7,5-fachen Gewinn entspricht.
Globaler Leiter der Digital Assets Research bei Standard Chartered:
„Ich habe bis 2030 Bitcoin im Wert von 500.000 US-Dollar und bis 2030 Ethereum im Wert von 40.000 US-Dollar – eine gewaltige Outperformance.“
Von hier aus ist das etwa das 20-fache von $ETH. pic.twitter.com/p7dFwPrTzG
– Milk Road (@MilkRoad) 1. April 2026
TradFi könnte das Wachstum von Ethereum vorantreiben
Eine wichtige Säule hinter der bullischen Ethereum-These ist die zunehmende Akzeptanz durch traditionelle Finanzinstitute.
Kendrick erklärte, dass Banken und große Finanzakteure bei der Entwicklung Blockchain-basierter Produkte tendenziell Sicherheit und Zuverlässigkeit in den Vordergrund stellen. Da die Basisschicht von Ethereum eine lange Erfolgsbilanz in Sachen Stabilität vorweisen kann, wird sie oft zum Standard-Ausgangspunkt für die institutionelle Entwicklung.
Er betonte, wie Vermögensverwalter wie BlackRock zunächst Produkte auf Ethereum bereitstellen, bevor sie auf andere Netzwerke expandieren. Dieser „Ethereum-first“-Ansatz, so schlägt er vor, wird wahrscheinlich die Art und Weise prägen, wie die Finanzindustrie in den kommenden Jahren die Blockchain-Technologie einführt.
Netzwerkaktivität ist der Schlüssel zum Preiswachstum
Ein weiterer zentraler Teil von Kendricks Analyse konzentriert sich auf die Netzwerknutzung. Er betonte, dass steigende Aktivitäten, gemessen an den für Ethereum-Anwendungen und -Protokolle gezahlten Gebühren, tendenziell mit höheren Token-Bewertungen korrelieren.
Da immer mehr Anwendungsfälle wie Stablecoins, dezentrale Finanzen und tokenisierte reale Vermögenswerte auf Ethereum zunehmen, könnte sich diese erhöhte Nachfrage direkt in einer Preissteigerung niederschlagen.
First-Mover-Vorteil bei der Blockchain-Einführung
Kendrick glaubt letztendlich, dass die größte Stärke von Ethereum in seiner Position als primäre Drehscheibe für frühe Innovationen im Kryptobereich liegt.
Obwohl er einräumte, dass sich die Aktivität schließlich auf andere Blockchains ausweiten könnte, geht er davon aus, dass die „erste Phase“ der institutionellen und realen Einführung größtenteils auf Ethereum stattfinden wird. Diese frühe Dominanz, kombiniert mit der zunehmenden Nutzung des Ökosystems, bildet die Grundlage für seine langfristige Outperformance-These.
Da Bitcoin beim absoluten Wert immer noch führend sein wird, deutet die Prognose darauf hin, dass Ethereum stillschweigend noch höhere Renditen erzielen könnte.