Die TeraWulf-Aktie sinkt aufgrund des Aktienverkaufs im Wert von 900 Millionen US-Dollar zur Finanzierung der Erweiterung des KI-Rechenzentrums

TeraWulf (WULF), ein US-amerikanischer Rechenzentrumsbetreiber mit Schwerpunkt auf Bitcoin-Mining und KI-Computing, verzeichnete am frühen Mittwoch einen Rückgang seiner Aktien, nachdem das Unternehmen eine Kapitalerhöhung in Höhe von 900 Millionen US-Dollar angekündigt hatte.
Das Unternehmen hat den Preis für 47,4 Millionen Aktien zu je 19 US-Dollar festgelegt. WULF ist im frühen Handel um 5,8 % auf 19,73 $ gefallen. Die Underwriter-Greenshoe-Option umfasst weitere 7 Millionen Aktien.
Neben anderen Namen im Bereich KI-Infrastruktur befindet sich WULF auf einem rasanten Aufschwung und ist seit Ende März um mehr als 50 % gestiegen.
Der Erlös ist für die Finanzierung des Baus eines großen Rechenzentrumscampus in Hawesville, Kentucky, sowie für die Rückzahlung ausstehender Überbrückungsfinanzierungen und die Unterstützung zukünftiger Erweiterungen bestimmt.
Vorläufige Q1-Ergebnisse
Parallel zum Angebot veröffentlichte TeraWulf vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 30 und 35 Millionen US-Dollar. Die Bilanz wies 3,1 Milliarden US-Dollar an Bargeld und 5,8 Milliarden US-Dollar an Gesamtschulden aus.
Das Management betonte eine zunehmende Verlagerung hin zu vertraglich vereinbarten HPC-Hosting-Umsätzen, die inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen, was das Unternehmen für stabilere, langfristige Cashflows positioniert.
Compass Point-Analyst Michael Donovan, der für WULF ein Kaufrating und ein Kursziel von 28 US-Dollar hat, wies darauf hin, dass die Verschiebung des Mixes hin zu HPC einen positiven Wendepunkt für das Unternehmen darstellt, da die vertraglich vereinbarten Hosting-Einnahmen erstmals das Bitcoin-Mining übertreffen. Er betrachtet die Kapitalerhöhung auch als einen notwendigen Schritt, um die nächste Wachstumsphase einzuleiten. Er räumte zwar die Verwässerung ein, sagte jedoch, dass die zusätzlichen Mittel die Sichtbarkeit des Ausbaus des Standorts in Kentucky verbessern, der seiner Meinung nach in Phasen auf der Grundlage der Kundennachfrage entwickelt werden soll. Er fügte hinzu, dass die Nachfrage nach der Strom- und Hosting-Kapazität von TeraWulf weiterhin stark sei.
Mit Blick auf die Zukunft geht Donovan davon aus, dass sich das Umsatzprofil des Unternehmens mit der Skalierung von HPC deutlich ändern wird. Er prognostiziert, dass vertragliches Hosting in den nächsten zwei Jahren zum dominierenden Umsatztreiber werden wird, was die Abhängigkeit von Bitcoin-Preisschwankungen verringert und eine vorhersehbarere Einnahmequelle unterstützt. Die Verschiebung spiegelt einen breiteren Trend in der gesamten Branche wider, da Bitcoin-Miner zunehmend auf KI und Hochleistungs-Computing-Infrastruktur umsteigen, um Einnahmequellen zu diversifizieren und die Margen zu verbessern.