Tezos stellt Post-Quantum-Datenschutzlösung inmitten wachsender Branchendebatte vor

Inhaltsverzeichnis Das Tezos-Netzwerk hat TzEL in seinem Testnetz eingeführt, ein quantenresistentes Datenschutz-Framework, das entwickelt wurde, um Blockchain-Transaktionsinformationen vor neuen Quantencomputerfunktionen zu schützen. 🔍 Private Transaktionen bleiben heute möglicherweise nicht für immer privat. Wir stellen vor: TzEL → ein experimentelles Tezos Smart Rollup, das private Post-Quantum-Zahlungen untersucht. Gebaut mit quantenresistenter Kryptographie über STARK-Proofs und Tezos Smart Rollup-Technologie. Erfahren Sie mehr ↓ 🔗… – Tezos (@tezos) 14. Mai 2026 TzEL nutzt postquantenkryptografische Techniken neben zk-STARK-Proofs, um sowohl Transaktionsdetails als auch verschlüsselte Zahlungsinformationen zu sichern. Die Technologie zielt auf Szenarien ab, die Sicherheitsexperten als „Jetzt ernten, später entschlüsseln“ bezeichnen. Dabei erfassen Angreifer heute verschlüsselte Blockchain-Informationen und planen, diese zu entschlüsseln, sobald Quantencomputer weit genug fortgeschritten sind. Öffentliche Blockchain-Hauptbücher führen Aufzeichnungen auf unbestimmte Zeit. Diese Beständigkeit führt zu einer langfristigen Verwundbarkeit, da die derzeit aufgezeichneten Informationen zugänglich werden könnten, sobald die Quantentechnologie ausreichend ausgereift ist. Eine wesentliche technische Hürde für quantensichere Systeme ist das Datenvolumen. Die zk-STARK-Proofs von TzEL messen etwa 300 KB pro Proof – deutlich größer als die Datenschutzüberprüfungsmethoden in aktuellen Blockchain-Anwendungen. Laut Tezos berücksichtigt die Data Availability Layer-Architektur diese erweiterten Proof-Größen, während der Konsensknotenbetrieb davon unberührt bleibt. TzEL ist derzeit im Testnetz betriebsbereit und befindet sich weiterhin in der aktiven Entwicklung. Gleichzeitig entwickelt die Plattform im Rahmen umfassender Initiativen zur Netzwerkverbesserung quantenresistente Signaturfunktionen für Benutzer-Wallets. Arthur Breitman, Mitbegründer von Tezos, betonte, dass das Projekt proaktiv voranschreitet, während ein Großteil der Branche passiv bleibt. Er zielte gezielt auf bestimmte Mitglieder des Bitcoin-Ökosystems ab. „Es gibt Bitcoiner, die auf Bühnen für unausgegorene Spinnertheorien über die Quantenmechanik applaudiert werden, die im Widerspruch zur etablierten Physik stehen“, sagte Breitman. Seine Dringlichkeit wird nicht allgemein akzeptiert. Adam Back, ein bahnbrechender Bitcoin-Entwickler, glaubt, dass Systeme, die stark genug sind, um die Bitcoin-Kryptographie zu kompromittieren, noch zwei Jahrzehnte entfernt sein werden. Michael Shaulov, CEO von Fireblocks, hat die Bedenken ebenfalls heruntergespielt und erklärt, die Quantengefahr sei „nicht wirklich eine Bedrohung, wie die Leute es darstellen.“ Breitman lehnte diese Perspektive ab. „Elliptische Kurvensignaturen werden in ein paar Monaten nicht kaputt gehen, aber es besteht eine gute Chance, dass sie in ein paar Jahren kaputt gehen“, sagte er. „Das lässt genug Zeit für ein Upgrade, aber nicht genug für Streitereien.“ Das auf Quantensicherheit spezialisierte Projekt Eleven hat prognostiziert, dass der Q-Day – wenn Quantencomputer aktuelle Verschlüsselungsstandards gefährden können – bereits im Jahr 2030 stattfinden könnte. Tezos arbeitet nicht isoliert an der Quantenvorsorge. Im Solana-Ökosystem veröffentlichten im vergangenen April zwei prominente Validator-Kunden experimentelle Implementierungen von Falcon, einem Post-Quantum-Signatur-Protokoll. MARA Holdings gründete die MARA Foundation, um die Entwicklung der Bitcoin-Technologie voranzutreiben, wobei quantenresistente Sicherheit zu ihren Forschungsprioritäten zählt. Analysten von Coinbase identifizierten Algorand und Aptos als Blockchain-Netzwerke mit bemerkenswerten Fortschritten bei der Implementierung quantenresistenter Kryptografie. Forscher von Bernstein prognostizieren, dass der Kryptowährungssektor in einem Zeitrahmen von drei bis fünf Jahren seinen Übergang abschließen muss, bevor Quantencomputing echte Risiken für die Bitcoin-Infrastruktur mit sich bringt. Breitman identifizierte die Untätigkeit der Entwickler als Hauptanliegen. „Die Arbeit, Tezos insgesamt post-quantum zu machen, ist aktiv und wird fortgesetzt“, fügte er hinzu.