„Die Dinge sind zu weit gegangen“, schimpft Jim Cramer auf Allbirds, während BIRD an einem Tag um 580 % steigt

Nach jahrelangen Schwierigkeiten gab das ehemalige Schuhunternehmen Allbirds (NASDAQ: BIRD) bekannt, dass es am 15. April 2026 auf die Bereitstellung einer Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) umschwenkt.
Der mit 50 Millionen US-Dollar von einem ungenannten institutionellen Investor unterstützte Schritt führte zu einer sofortigen Marktreaktion, als die BIRD-Aktie innerhalb eines einzigen Tages um 582,33 % stieg – von 2,49 US-Dollar auf 2,49 US-Dollar am Ende der Sitzung.
Nachbörslicher Handel und der vorbörsliche Handel am 16. April machten dagegen mit einem Rückgang um 36,44 % auf 10,80 $ einen Teil der Gewinne zunichte.
Allbirds-Aktienkurs-Tageschart. Quelle: Google
Darüber hinaus veranlasste die Entscheidung von Allbirds den ehemaligen Hedgefonds-Manager und prominenten TV-Persönlichkeit Jim Cramer, seine Besorgnis über X zum Ausdruck zu bringen.
„Was für ein Haufen Witzbolde und Gauner“, reagiert Jim Cramer auf Allbirds KI-Pivot
Konkret sagte Jim Cramer in einem Social-Media-Beitrag vom 15. April, dass er Allbirds viel Glück wünsche, nachdem sie sich entschieden hatten, zum GPU-Anbieter zu wechseln, kritisierte aber auch die gesamte Situation als Zeichen dafür, dass „die Dinge zu weit gegangen sind“.
Der „Mad Money“-Moderator fügte hinzu, ohne jemanden explizit zu nennen:
Was für ein Haufen Witzbolde und Gauner sie doch sind ...
Auch wenn der berühmte TV-Star nicht näher darauf einging, schien er doch auf den allgemeinen Trend zu reagieren, dass Unternehmen entweder ernsthaft in den KI-Sektor einsteigen oder lediglich behaupten, dies zu tun, und zwar in einer Praxis, die als „KI-Washing“ bekannt ist.
Bisher wurde die Praxis vielfach kritisiert, da sie oft kaum wesentliche Veränderungen für ein Unternehmen mit sich bringt und stattdessen kaum mehr als die Verwendung eines populären Schlagworts darstellt.
Sogar prominente Technologiegiganten, die unbestreitbar an der Entwicklung von KI beteiligt sind, wurden mit ähnlicher Kritik konfrontiert. Besonders umstritten ist beispielsweise die Behauptung, dass Massenentlassungen auf die Automatisierung zurückzuführen seien, während gleichzeitig eine Rekordzahl an H-1B-Visa beantragt wird.
Der Sprache in seinem X-Beitrag nach zu urteilen, scheint Jim Cramer zumindest einen Teil der Abneigung gegenüber diesem Trend zu teilen, ebenso wie gegenüber Anlegern, die bereit zu sein scheinen, mitzuspielen und trendige Schlagworte für kurzfristige Aktiensteigerungen zu verwenden.
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