Diese Woche im Kryptorecht (5. April 2026)

Law and Ledger ist ein Nachrichtensegment, das sich auf rechtliche Neuigkeiten zu Kryptowährungen konzentriert und Ihnen von Kelman Law präsentiert wird – einer Anwaltskanzlei, die sich auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten konzentriert.
Diese Woche im Kryptorecht
Der unten stehende Leitartikel wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law verfasst.
Die erste Aprilwoche verdeutlichte einen klaren Trend: Krypto setzt seine Integration in das traditionelle Finanzsystem fort, auch wenn Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger um Aufholjagd kämpfen. Von bundesstaatlichen Treuhandurkunden bis hin zur institutionellen Expansion und dem zunehmenden Druck auf die US-Gesetzgebung entwickelt sich der rechtliche Rahmen rund um digitale Vermögenswerte rasant weiter.
Coinbase nähert sich dem Status einer Bundesbank
Berichten zufolge hat Coinbase die bedingte Genehmigung für eine US-amerikanische National Trust Charter erhalten, eine Entwicklung, die es dem Unternehmen ermöglichen könnte, als bundesweit regulierter Krypto-Depotbank zu fungieren. Im Falle ihrer Verabschiedung würde die Charta Coinbase innerhalb des US-Bankenrahmens positionieren und seine Fähigkeit verbessern, institutionelle Kunden zu bedienen und digitale Vermögenswerte unter Bundesaufsicht zu verwahren. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung regulatorischer Normalisierung dar und könnte möglicherweise die Lücke zwischen Kryptoplattformen und traditionellen Finanzinstituten schließen.
Lesen Sie mehr: https://www.reuters.com/sustainability/boards-policy-regulation/coinbase-gets-conditional-us-approval-trust-charter-bloomberg-news-reports-2026-04-02/
Franklin Templeton erweitert Krypto-Fußabdruck
Franklin Templeton kündigte Pläne zum Erwerb einer kryptofokussierten Investmenteinheit an, um seine Präsenz im Bereich digitaler Vermögenswerte zu stärken. Der Schritt spiegelt das wachsende Vertrauen traditioneller Vermögensverwalter in die rechtlichen und regulatorischen Komplexitäten der Kryptomärkte wider. Die institutionelle Akzeptanz hängt zunehmend von der Klarheit der Vorschriften ab. Während die Rahmenbedingungen ausgereift sind, erweitern alteingesessene Finanzunternehmen ihre Krypto-Angebote, anstatt am Rande zu bleiben.
Erfahren Sie mehr: https://www.reuters.com/technology/franklin-templeton-acquire-coinfund-spinoff-expand-crypto-push-2026-04-01/
Sanktionsrisiko im mit Trump verbundenen Krypto-Unternehmen im Rampenlicht
World Liberty Financial wird wegen Verbindungen zu einer Firma untersucht, die später mit sanktionierten Personen in Verbindung gebracht wird. Die Situation verdeutlicht die rechtlichen Risiken, die mit einer unzureichenden Sorgfaltspflicht bei Krypto-Partnerschaften verbunden sind, insbesondere da die Durchsetzung von Sanktionen zu einer obersten regulatorischen Priorität wird. Von Kryptofirmen wird zunehmend erwartet, dass sie robuste Compliance-Programme implementieren, insbesondere wenn sie mit Gegenparteien in verschiedenen Rechtsordnungen zusammenarbeiten.
Lesen Sie den Bericht: https://www.thetimes.com/world/asia/article/trump-crypto-venture-linked-to-firm-tied-to-sanctioned-figures-knzkphdlg
Das US-Finanzministerium fordert Maßnahmen zur Krypto-Gesetzgebung
Das US-Finanzministerium drängt den Kongress, ein umfassendes Gesetz zur Struktur des Kryptomarktes zu verabschieden, und warnt davor, dass regulatorische Unsicherheit die Innovation im Ausland vorantreibt. Beamte stellten fest, dass Jurisdiktionen wie Singapur und Abu Dhabi Kryptofirmen mit klareren Regulierungsrahmen anziehen. Die USA laufen Gefahr, ihren Wettbewerbsvorteil bei digitalen Vermögenswerten zu verlieren, wenn es dem Gesetzgeber nicht gelingt, ein kohärentes Regulierungssystem zu schaffen.
Vollständige Berichterstattung: https://www.reuters.com/legal/ Government/bessent-urges-congress-pass-crypto-regulation-bill-2026-04-09/
Schweizer Banken testen reguliertes Stablecoin-Framework
Ein Konsortium aus Großbanken, darunter UBS, hat eine Sandbox-Initiative gestartet, um einen auf Schweizer Franken lautenden Stablecoin zu testen. Das Projekt zielt darauf ab, konforme Anwendungsfälle für tokenisiertes Fiat-Geld in einem regulierten Umfeld zu untersuchen. Traditionelle Finanzinstitute entwickeln innerhalb regulatorischer Grenzen zunehmend Blockchain-basierte Produkte und signalisieren damit Konkurrenz zu krypto-nativen Stablecoins.
Weiterlesen: https://www.reuters.com/business/finance/swiss-banks-test-use-cases-swiss-franc-stablecoin-2026-04-08/
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