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Der Token-Boom steigt, da der Rückkaufrausch die Investitionen in börsengehandelte Fonds in den Schatten stellt, was zu erheblichen Kursgewinnen führt.

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Der Token-Boom steigt, da der Rückkaufrausch die Investitionen in börsengehandelte Fonds in den Schatten stellt, was zu erheblichen Kursgewinnen führt.

In einer bemerkenswerten Wendung der Ereignisse schoss der Wert des HYPE-Tokens von Hyperliquid am 21. Mai 2026 auf einen beispiellosen Höchststand von über 62 US-Dollar. Laut Zennon Kapron, einem mitwirkenden Autor für Forbes, ist der Hauptauslöser für diesen Anstieg nicht die Einführung von Spot-ETFs, sondern vielmehr der einzigartige Rückkaufmechanismus des Protokolls. Obwohl die Einführung dieser ETFs, wie der von Bitwise im Mai eingeführte, zum Wachstum des Tokens beigetragen hat, ist ihre Wirkung im Vergleich zum Rückkaufmechanismus relativ bescheiden. Seit seiner Gründung hat Hyperliquid unglaubliche 1,16 Milliarden US-Dollar an Handelsgebühren in den Kauf von HYPE-Tokens auf dem freien Markt gesteckt. Dieser besondere Ansatz hat erhebliche Auswirkungen für Anleger, die die aktuellen Markttrends verstehen möchten.

Das Hyperliquid-Protokoll ist darauf ausgelegt, etwa 99 % seiner Gebühren für den Dauer- und Kassahandel einem speziellen Fonds, dem sogenannten Assistance Fund, zuzuführen. Dieser Fonds ist für den Rückkauf von HYPE-Tokens auf dem freien Markt verantwortlich, Block für Block, ohne dass er von Governance-Abstimmungen oder Vorstandsentscheidungen abhängig ist. Dadurch ist der Kaufprozess direkt mit dem Erlösmodell des Protokolls verknüpft und somit ein wesentlicher Treiber für den Preis des Tokens. Der Umfang dieser Käufe übersteigt die Zuflüsse aus ETFs bei weitem und festigt die Position des Hilfsfonds als dominierende Kraft auf dem Markt.

Kapron argumentiert, dass die jüngste Wertsteigerung von HYPE größtenteils auf den Rückkaufmechanismus zurückzuführen ist und nicht auf Erwartungen im Zusammenhang mit der Einführung von ETFs. Tatsächlich war die Aktivität des Hilfsfonds beträchtlich: Allein im dritten Quartal 2025 wurden 316,76 Millionen US-Dollar für Rückkäufe bereitgestellt. Dieser Mechanismus hat eine robuste Unterstützungsstruktur für den Token geschaffen, zu der mehrere Kapitalströme fließen. Hyperliquid Strategies beispielsweise, ein an der Nasdaq gehandeltes Unternehmen, hält etwa 20 Millionen HYPE-Token und meldete im letzten Quartal einen Nettogewinn von 152,5 Millionen US-Dollar, was hauptsächlich auf nicht realisierte Gewinne aus seinen Beständen zurückzuführen ist. Darüber hinaus fließen bis zu 90 % der auf der Plattform gehaltenen USDC-Reserveerträge in Rückkäufe und Ökosystemanreize.

Allerdings ist diese Unterstützungsstruktur stark von einem anhaltenden Handelsvolumen abhängig. Trotz Rekordpreisen für Token beginnen die vierteljährlichen Rückkaufzahlen zu sinken, wobei der Fonds im dritten Quartal 2025 316,76 Millionen US-Dollar, im vierten Quartal 2025 255,05 Millionen US-Dollar und im ersten Quartal 2026 192,25 Millionen US-Dollar ausgab, was einem Rückgang von rund 40 % über zwei Quartale entspricht. Dieser Abwärtstrend bei den Rückkaufaktivitäten erfolgte gleichzeitig mit dem anhaltenden Preisanstieg von HYPE, was zu einer Trennung zwischen dem Preis des Tokens und der Rückkaufmaschine führte. Kapron warnt davor, dass diese Ungleichheit während eines allgemeinen Marktabschwungs kritisch werden könnte, da der Rückkaufmechanismus, der die Gewinne während eines Aufschwungs verstärkt, während eines Rückgangs die Unterstützung entziehen könnte.

Der Freischaltplan des Tokens ist ein weiterer Faktor, der Druck auf den Markt ausüben könnte. Wenn gesperrte HYPE-Token in Umlauf kommen, muss der Fonds einen zunehmenden Verkaufsdruck absorbieren, um die Preisstabilität aufrechtzuerhalten. Die Kombination aus steigendem Float und sinkendem Volumen könnte dieses Problem verschärfen, so dass es für Anleger unerlässlich ist, ihre Position sorgfältig abzuwägen. In Kaprons Worten ist der Kauf von HYPE auf Rekordhöhe im Wesentlichen eine gehebelte Wette auf das anhaltende Wachstum des Perpetual-Futures-Volumens an einer einzigen Börse, ein begrenztes und potenziell riskantes Unterfangen.

Der Token-Boom steigt, da der Rückkaufrausch die Investitionen in börsengehandelte Fonds in den Schatten stellt, was zu erheblichen Kursgewinnen führt.