Der Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte übersteigt 51 Milliarden US-Dollar, berichtet Bernstein

Laut einem neuen Bericht von Bernstein ist der Markt für tokenisierte Real-World Assets (RWAs) in diesem Jahr um 42 % auf 51 Milliarden US-Dollar gewachsen. Die Studie verdeutlicht einen bedeutenden Wandel, da die Blockchain-Technologie über die Spekulation mit Kryptowährungen hinausgeht und zur Kerninfrastruktur für die globalen Kapitalmärkte wird.
Private Kredite und Treasury-Vermögen führen zum Wachstum
Bernsteins Analyse unterteilt den RWA-Markt in verschiedene Segmente. Am größten sind tokenisierte Privatkredite, die etwa 44 % des Gesamtmarktes ausmachen. Es folgen RWAs des US-Finanzministeriums mit rund 30 % und Rohstoffe mit rund 14 %. Der verbleibende Anteil umfasst tokenisierte Aktien, Immobilien und andere Anlageklassen.
Die schnelle Expansion spiegelt das wachsende Interesse der Institutionen an der Darstellung traditioneller Finanzinstrumente in der Kette wider. Insbesondere die Tokenisierung privater Kredite hat erhebliches Kapital angezogen, da sie das Potenzial hat, Kreditvergabeprozesse zu rationalisieren und die Liquidität in Märkten zu verbessern, die in der Vergangenheit undurchsichtig und langsam abgewickelt waren.
Figure Technology und BlackRock BUIDL fördern die Akzeptanz
Figure Technology Solutions hat sich zu einer wichtigen Plattform im Bereich tokenisierter Vermögenswerte entwickelt und die Tokenisierung von Vermögenswerten im Wert von rund 18 Milliarden US-Dollar ermöglicht. Die Blockchain-basierte Kredit- und Kapitalmarktinfrastruktur des Unternehmens ist zu einem entscheidenden Rückgrat für die Tokenisierung privater Kredite geworden.
Mittlerweile hat der tokenisierte Geldmarktfonds BUIDL von BlackRock ein verwaltetes Vermögen von über 2,5 Milliarden US-Dollar erreicht. BUIDL wurde in Zusammenarbeit mit Securitize ins Leben gerufen und stellt eines der prominentesten Beispiele dafür dar, dass ein großer traditioneller Vermögensverwalter die Blockchain-basierte Fondsverwaltung einführt. Der Fonds investiert in US-Schatzwechsel, Pensionsgeschäfte und Bargeld und bietet institutionellen Anlegern eine tokenisierte Cash-Management-Lösung.
On-Chain-Derivate und Infrastrukturreifung
Bernstein betonte auch die Rolle der On-Chain-Derivatemärkte bei der Beschleunigung der RWA-Einführung. Plattformen wie Hyperliquid verzeichnen ein schnelles Wachstum des Handelsvolumens und bieten die Liquiditätsinfrastruktur, die für die effiziente Funktion tokenisierter Vermögenswerte erforderlich ist. Mit zunehmender Reife der Derivatemärkte in der Kette schaffen sie ein umfassenderes Ökosystem für institutionelle Teilnehmer, die neben dem Spot-Asset-Exposure Absicherungs- und Risikomanagement-Tools benötigen.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Blockchain zu einer zentralen Infrastrukturschicht für die globalen Kapitalmärkte wird. Dies stellt einen grundlegenden Wandel gegenüber früheren Zyklen dar, in denen die Tokenisierung hauptsächlich experimentell war oder auf Nischen-Krypto-native-Assets beschränkt war.
Fazit
Der Meilenstein von 51 Milliarden US-Dollar unterstreicht einen breiteren Trend: Das traditionelle Finanzwesen nutzt zunehmend Blockchain-Technologie für die Ausgabe, Abwicklung und Verwaltung von Vermögenswerten. Während der Markt im Vergleich zu den globalen Kapitalmärkten, die er modernisieren möchte, klein bleibt, signalisiert die jährliche Wachstumsrate von 42 % eine anhaltende Dynamik. Mit der Weiterentwicklung der Regulierungsrahmen und der Vertiefung der institutionellen Infrastruktur sind tokenisierte reale Vermögenswerte in der Lage, zu einem Standardbestandteil des Finanzsystems zu werden.
FAQs
F1: Was sind tokenisierte Real-World Assets (RWAs)? Tokenisierte RWAs sind traditionelle Finanzanlagen – wie Anleihen, Kredite, Rohstoffe oder Immobilien – die als digitale Token auf einer Blockchain dargestellt werden. Dies ermöglicht eine schnellere Abwicklung, Teileigentum und programmierbare Funktionalität.
F2: Warum sind Privatkredite das größte Segment des RWA-Marktes? Privatkreditmärkte waren in der Vergangenheit illiquide und für kleinere Anleger schwer zugänglich. Die Tokenisierung ermöglicht Teilbesitz und Sekundärhandel, verbessert die Liquidität und erweitert die Anlegerbasis. Plattformen wie Figure Technology haben die Tokenisierung privater Kredite skalierbar gemacht.
F3: Wie funktioniert der BUIDL-Fonds von BlackRock? Der BUIDL-Fonds von BlackRock ist ein tokenisierter Geldmarktfonds, der in US-Schatzwechsel, Pensionsgeschäfte und Bargeld investiert. Anleger erhalten digitale Token, die ihr Eigentum repräsentieren und auf Blockchain-Plattformen übertragen oder als Sicherheit verwendet werden können. Ziel des Fonds ist es, ein Cash-Management auf institutioneller Ebene mit der Effizienz der Blockchain-Abwicklung zu ermöglichen.