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Traditionelle Börsen haben Schwierigkeiten, mit der rasanten Geschwindigkeit automatisierter Transaktionen mitzuhalten.

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Traditionelle Börsen haben Schwierigkeiten, mit der rasanten Geschwindigkeit automatisierter Transaktionen mitzuhalten.

Miami Beach, FL – Eine wachsende Gruppe von Wall-Street- und Krypto-Führungskräften sagt, dass das Finanzsystem auf einen Bruchpunkt zusteuert, da sich die Märkte von menschlich gesteuerten Prozessen zu maschinengesteuerten Aktivitäten verlagern, die rund um die Uhr laufen.

„Wir bewegen uns in eine Welt, in der Transaktionen mit einer Geschwindigkeit ablaufen, die kein Mensch mehr verfolgen kann“, sagte Sandy Kaul, Leiterin für digitale Vermögenswerte und Innovation bei Franklin Templeton, während einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Kapitalmärkte bei Consensus in Miami am Dienstag. Gleichzeitig sei „fast jeder Prozess auf den heutigen Kapitalmärkten für Menschen konzipiert, und keiner von ihnen wird dem, was kommt, standhalten“, fügte sie hinzu.

Die Spannung zwischen diesen beiden Ideen – schnellere, automatisierte Märkte und veraltete Systeme, die für die manuelle Überwachung konzipiert sind – stand im Mittelpunkt des Gesprächs.

Seit Jahrzehnten verlassen sich die Finanzmärkte bei der Abwicklung von Geschäften auf mehrschichtige Prozesse. Systeme stapeln Transaktionen, gleichen Datensätze ab und wickeln Geschäfte Stunden oder sogar Tage später ab. Diese Struktur geht auf eine Zeit zurück, als physische Aktienzertifikate manuell über die Wall Street transportiert wurden.

Jetzt beginnt die Blockchain-Infrastruktur, diese Einschränkungen zu beseitigen. Die Diskussionsteilnehmer verwiesen auf die Tokenisierung – den Prozess der Umwandlung von Vermögenswerten wie Aktien oder Geldmarktfonds in digitale Token – als einen entscheidenden Wandel. Diese Token können sich sofort bewegen, sich in Sekundenschnelle stabilisieren und kontinuierlich funktionieren.

„Wir lösen ein System ab, das seit 50 Jahren besteht, und kehren zur Abwicklung einer Transaktion nach der anderen zurück“, sagte Kaul und beschrieb, wie die Echtzeitabwicklung das heutige stapelbasierte Modell ersetzen könnte.

Dieser Wandel hat praktische Auswirkungen. In einem tokenisierten System könnte das Geld eines Anlegers bis zum genauen Zeitpunkt seiner Ausgabe vollständig investiert bleiben. „Jeder Cent meines Einkommens ist von dem Moment an, in dem ich ihn verdiene, bis zu dem Moment, in dem ich ihn ausgebe, vollständig investiert“, sagte Christine Moy, Partnerin bei Apollo, und skizzierte eine Zukunft, in der ungenutztes Bargeld weitgehend verschwindet.

Die gleiche Logik gilt für große Unternehmen. Anstatt Bargeld auf mehreren Konten weltweit zu halten, könnten Unternehmen Gelder in renditegenerierenden Vermögenswerten bündeln und diese erst dann umwandeln, wenn Zahlungen fällig sind.

Dennoch bleiben große Hürden bestehen. Während Blockchain-Netzwerke Transaktionen bereits schnell verarbeiten können, argumentierten einige Diskussionsteilnehmer, dass der Branche die Regeln und Standards fehlen, die Institutionen für den Betrieb in großem Maßstab benötigen.

„Wir haben das Transaktionsproblem gelöst. Was fehlt, ist ein Standard für Governance“, sagte Tom Zschach, ehemaliger Chief Innovation Officer bei Swift, und wies auf die Notwendigkeit klarer Regeln zu Eigentum, Compliance und Berechtigungen hin.

Diese Lücke ist für große Finanzunternehmen von Bedeutung, bei denen Zuverlässigkeit oft wichtiger ist als Geschwindigkeit. „Wenn die Möglichkeit besteht, dass es nicht funktioniert, ist es kein Ansatz. Was Institutionen brauchen, ist Gewissheit“, sagte er.

Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck. Da neuere Plattformen schnellere und flexiblere Finanzdienstleistungen anbieten, riskieren traditionelle Unternehmen, Kunden zu verlieren, wenn sie sich nicht anpassen.

Insgesamt deutet die Diskussion darauf hin, dass es in der nächsten Phase der Marktentwicklung nicht nur um schnellere Geschäfte gehen wird. Der Schwerpunkt liegt auf dem Wiederaufbau der zugrunde liegenden Systeme, damit sie kontinuierliche, automatisierte Kapitalströme unterstützen können – ohne das Vertrauen zu zerstören, von dem die globale Finanzwelt abhängt.

Traditionelle Börsen haben Schwierigkeiten, mit der rasanten Geschwindigkeit automatisierter Transaktionen mitzuhalten.