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Trump weist USTR Greer an, mehr Zölle zu erheben, was bei Krypto-Minern neue Bedenken hervorruft

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Trump weist USTR Greer an, mehr Zölle zu erheben, was bei Krypto-Minern neue Bedenken hervorruft

Präsident Trump drängt auf eine weitere Runde von Zöllen und weist den US-Handelsbeauftragten Greer an, die Handelshemmnisse zu verschärfen. Der Schritt signalisiert ein stärkeres Bekenntnis zum protektionistischen Plan, der seine Wirtschaftsagenda bestimmt hat, und sendet bereits Wellen auf Märkte, die weit über die traditionelle Fertigung hinausgehen.

Für die Kryptoindustrie bedeuten „mehr Zölle“ ein ganz konkretes Problem: Die Hardware, die das Bitcoin-Mining und die Blockchain-Infrastruktur antreibt, kommt überwiegend aus dem Ausland. Und wenn die Importkosten steigen, muss jemand die Differenz auffressen.

Was passiert eigentlich?

Trump hat die USA aufgefordert, zusätzliche Zölle zu erheben, wobei seine umfassendere Handelspolitik insbesondere auf chinesische Waren abzielt. In seinen früheren Vorschlägen wurden die Zölle auf Importe aus China auf bis zu 60 % erhöht, um die inländischen Industrien zu schützen. Die Anweisung an USTR Greer legt nahe, dass dies nicht mehr nur Wahlkampfrhetorik ist. Es geht in Richtung Politik.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Zollhebel gezogen wird. Als Trump 2018 Zölle einführte, stiegen die Kosten für Elektronikimporte um etwa 15 %. Das ist keine abstrakte Statistik für Krypto-Miner. ASIC-Miner, GPUs und die Spezialchips, die Proof-of-Work-Netzwerke antreiben, werden überproportional in Asien hergestellt, wobei China im Zentrum der Lieferkette steht.

Hier ist das Ding. Laut Analysen von Decrypt hat die letzte Runde der Tarifeinführung die Preise für Krypto-Mining-Hardware um schätzungsweise 10–12 % erhöht. Eine neue, möglicherweise härtere Zöllerunde könnte diese Kosten noch weiter in die Höhe treiben.

Der Bitcoin-Preis ist nach den jüngsten Kommentaren von Trump zu den Zöllen bereits um 3 % gesunken, ein bescheidener Rückgang im Vergleich zu Krypto-Standards, der jedoch die echte Besorgnis darüber widerspiegelt, was strengere Handelshemmnisse für die Kostenstruktur der Branche bedeuten.

Warum Krypto-Miner aufpassen sollten

Sarah Jennings von The Block hat hervorgehoben, dass das US-Krypto-Mining durch neue Zölle deutlich teurer werden könnte, was möglicherweise zu einer Ausweitung des Geschäftsbetriebs ins Ausland führen könnte. Das ist die Ironie der protektionistischen Handelspolitik, die auf eine globale, dezentralisierte Industrie angewendet wird. Sie versuchen, Arbeitsplätze und Produktion im Inland zu halten, aber der wirtschaftliche Druck verlagert die eigentliche Aktivität in Rechtsgebiete mit günstigerem Zugang zu Hardware.

Das Konsolidierungsrisiko ist real. Kleinere Bergbaubetriebe mit geringen Margen verfügen nicht über die Bilanz, um einen plötzlichen Anstieg der Ausrüstungskosten aufzufangen. Das wahrscheinliche Ergebnis ist, dass nur die am besten kapitalisierten Akteure überleben, was zu einer weiteren Konzentration einer Branche führt, die bereits zur institutionellen Dominanz tendiert.

Es gibt ein erwähnenswertes Gegenargument. Zölle könnten theoretisch die inländische Produktion von Mining-Hardware und Komponenten der Blockchain-Technologie beschleunigen. Analysten von CoinDesk haben darauf hingewiesen, dass dies ein potenzieller Lichtblick sei, was darauf hindeutet, dass es Möglichkeiten für amerikanische Kryptofirmen schaffen könnte, die bereit sind, in inländische Lieferketten zu investieren.

Weitere Auswirkungen auf den Markt für Krypto-Investoren

Die erste Marktreaktion, der Rückgang von Bitcoin um 3 %, spiegelt die Spannung zwischen diesen beiden Realitäten wider. Händler preisen die Möglichkeit ein, dass Unterbrechungen der Lieferkette das Netzwerkwachstum verlangsamen, Hardware-Upgrades verzögern und allgemein die Kosten für Geschäfte mit Krypto erhöhen könnten.

Für Investoren ist die Umsetzungsgeschwindigkeit die wichtigste zu überwachende Variable. Tarifgespräche im Wahlkampf bewegen die Märkte geringfügig. Tatsächliche Executive Orders mit spezifischen Tarifen und Zeitplänen verändern sie dramatisch. Die wahre Volatilität liegt in der Lücke zwischen Trumps Anweisung an Greer und der Veröffentlichung eines formellen Tarifplans.

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