Britische Gesetzgeber warnen davor, dass strenge Stablecoin-Regeln das an das Pfund Sterling gebundene Krypto-Wachstum bremsen könnten

Am Mittwoch empfahl der Ausschuss des Oberhauses dem Vereinigten Königreich, die Stablecoin-Aufsicht fortzusetzen und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie den Pfund-Sterling-Markt nicht ersticken.
In seinem Bericht warnte es davor, dass das Vereinigte Königreich Gefahr läuft, hinter globale Konkurrenten wie die Vereinigten Staaten und die Europäische Union zurückzufallen, wenn sein Regulierungsrahmen für Stablecoins weiterhin zu restriktiv bleibt.
Der Ausschuss erläuterte außerdem, dass strenge Anforderungen die Entwicklung des Marktes lahmlegen könnten. Sie empfahl der Zentralbank, ihre geplanten Obergrenzen für Benutzer-Wallets aufzuheben und von den Emittenten nicht mehr zu verlangen, zinslose Einlagen zu halten.
Dennoch betonte der Ausschuss des Oberhauses die Bedeutung eines Stablecoin-Rahmens. Es wurde erklärt, dass das Vereinigte Königreich aufgrund der aktuellen Regulierungslücke hinter den USA und der EU zurückbleibt und die inländische Stablecoin-Finanzierung praktisch einfriert, während an den Dollar gekoppelte Optionen international boomen.
Stablecoins sind digitale Vermögenswerte, die an traditionelle Währungen wie den US-Dollar oder das britische Pfund gekoppelt sind. Obwohl Dollar-gestützte Token den weltweiten Marktanteil dominieren, befindet sich die Produktion von Stablecoins mit an das Pfund Sterling gekoppelten Währungen noch in einem sehr frühen Stadium.
Wogegen ist der Ausschuss des Oberhauses?
Die Behörden im Vereinigten Königreich arbeiten daran, die Stablecoin-Vorschriften noch vor Jahresende fertigzustellen, wobei die Regeln voraussichtlich eng an die in den Vereinigten Staaten angelehnt sein werden.
Der Ausschuss des Oberhauses befürwortet bisher den Großteil der Vorschläge der Bank of England (BoE) und der Financial Conduct Authority, warnt jedoch davor, dass einige Mandate das Geschäftsmodell für im Vereinigten Königreich ausgegebene Token gefährden.
Darin hieß es: „Die Bank, [Financial Conduct Authority] und das britische Finanzministerium müssen anerkennen, dass der Stablecoin-Markt im Entstehen begriffen ist und wächst, und das Regulierungssystem an die Marktentwicklung anpassen.“
Die parteiübergreifende Gruppe stimmt Vorschlägen für Fiat-gebundene Stablecoins zu, um hochwertige Vermögenswerte eins zu eins zu halten, und unterstützt eine BoE-Liquiditätsfazilität für systemische Anbieter.
Sie kritisierte jedoch einen Vorschlag, der Emittenten dazu zwingen würde, 40 % ihrer Deckungsaktiva in unverzinslichen Einlagen der Bank of England anzulegen, und argumentierte, dass dies es für Unternehmen schwieriger machen könnte, weltweit zu agieren und zu konkurrieren.
Es warnte auch vor vorübergehenden Beschränkungen der Stablecoin-Bestände und sagte, dass diese die Innovation auf dem GBP-Stablecoin-Markt ersticken könnten und schwer durchzusetzen seien.
Der Ausschuss hat auch nicht gehostete Wallets herausgegriffen und das britische Finanzministerium, die Bank of England und die FCA aufgefordert, zu bewerten, wie gut die aktuellen Vorschriften ihre Risiken berücksichtigen.
Zuvor hatte die BoE alle ihre Vorschläge als wichtig verteidigt, um einen Ansturm der Banken auf digitale Vermögenswerte zu verhindern. Die Vorsitzende des Ausschussgremiums, Sheila Noakes, forderte jedoch als Reaktion auf die Erklärung der Bank sogar „einen prinzipienbasierten, weniger präskriptiven Ansatz“.
Insgesamt befürwortet das Komitee ein „anwendungsfallunabhängiges“ Rahmenwerk, das Verbraucher und Finanzstabilität schützt und gleichzeitig die natürliche Entwicklung verschiedener Stablecoin-Anwendungen ermöglicht.
Darüber hinaus warnten Kollegen die Aufsichtsbehörden davor, Stablecoins als grundsätzlich riskanter zu betrachten als aktuelle Zahlungsmethoden wie Kartennetzwerke und Banküberweisungen.
Nichtsdestotrotz wird die BoE voraussichtlich noch in diesem Monat ihren endgültigen Regelentwurf für systemische Stablecoins veröffentlichen.
Der Ausschuss besteht darauf, dass die Regulierungsbehörden ihren Rahmenplan beibehalten
Das House of Lords forderte die Regulierungsbehörden außerdem auf, ihren regulatorischen Zeitplan einzuhalten, und argumentierte, dass langsame Fortschritte es den USA und der EU ermöglichen könnten, die Führung bei der Innovation im digitalen Zahlungsverkehr zu übernehmen.
In ihrem Bericht warnte sie, dass ein Versäumnis bei der Regulierung dazu führen könnte, dass britische Herausfordererbanken und kleine Unternehmen von einem sich schnell entwickelnden globalen Zahlungsnetzwerk ausgeschlossen werden.
Noakes zögerte nicht, das Ausmaß hervorzuheben, in dem Großbritannien an Boden verloren hat. Sie kommentierte: „Der globale Stablecoin-Markt wird von US-Dollar-Stablecoins dominiert und hat sich dahingehend entwickelt, dem Handel mit Krypto-Assets zu dienen.“
Es entstehen neue Einsatzmöglichkeiten für Stablecoins und Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt schaffen regulatorische Rahmenbedingungen. Das Vereinigte Königreich hinkt im Vergleich zu den USA und der EU hinterher, bewegt sich aber jetzt in die richtige Richtung.“
Sie drängte außerdem darauf, dass der neue Rahmen Innovationen ermöglichen und gleichzeitig die entsprechenden Risiken eindämmen sollte, und forderte die Behörden auf, „es richtig zu machen“.