Die zugrunde liegende Instabilität bedroht die führende Kryptowährung der Kryptowährung, da wichtige Indikatoren Warnzeichen aufblitzen lassen

Ein Anstieg des Bitcoin-Preises hat das Interesse von On-Chain-Analysten geweckt, die nun die jüngste Erholung der Kryptowährung unter die Lupe nehmen. Nach einer starken Erholung von seinen Tiefstständen im April durchbrach Bitcoin kurzzeitig die 82.000-Dollar-Schwelle, stieß jedoch auf Widerstand. Den Daten von CryptoQuant zufolge scheint dieser Aufwärtstrend eher durch spekulative Kräfte als durch einen echten Anstieg der Nachfrage angetrieben zu werden. XWIN Japan hat diesen Zeitpunkt als einen kritischen Wendepunkt für den Markt identifiziert, da die zugrunde liegende Dynamik der Rally eher auf Aktivitäten am Terminmarkt als auf eine organische Akkumulation am Spotmarkt hindeutet.
Eines der auffälligsten Warnzeichen ist die Unfähigkeit von Bitcoin, den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt zu durchbrechen, der derzeit bei etwa 82.400 US-Dollar liegt. Dass es der Kryptowährung nicht gelungen ist, überzeugend über diesem Niveau zu schließen, hat bei Analysten für Stirnrunzeln gesorgt. Ein Vergleich mit der Preisbewegung im März 2022, wie aus den Daten von CryptoQuant hervorgeht, legt nahe, dass die aktuelle Marktdynamik möglicherweise einem ähnlichen Verlauf folgt. In diesem Zeitraum folgte auf eine starke Erholungserholung eine Wiederaufnahme des breiteren Abwärtstrends, wobei dasselbe technische Niveau eher als Obergrenze denn als Startrampe diente.
Die Parallelen zwischen den beiden Perioden sind frappierend, wobei die aktuelle Situation eine ähnliche Abfolge von Ereignissen aufweist. Die jüngste Preiserholung über 80.000 US-Dollar wurde größtenteils durch die Aktivität am Terminmarkt vorangetrieben, wobei gehebelte Long-Positionen aufgelöst wurden, als sich die Preise der Widerstandszone näherten. Diese Abschwächung ist ein Zeichen dafür, dass die Überzeugung spekulativer Händler von höheren Preisniveaus nachlässt. In Ermangelung einer neuen Nachfrage nach Terminkontrakten ist die Aufwärtsdynamik ins Stocken geraten, und die Spotnachfrage schwächte sich parallel zum Rückgang der Terminkontrakte ebenfalls ab.
Bemerkenswert ist, dass US-Spot-Bitcoin-ETFs, die Anfang Mai Nettokäufer waren, kürzlich zu Nettoverkäufern geworden sind und damit eine wichtige Nachfragesäule verloren haben, die Bitcoin bei früheren Erholungsversuchen gestützt hatte. Die Veränderung im ETF-Verhalten ist ein aussagekräftiger Datenpunkt, der die schwächelnde Nachfrage nach der Kryptowährung verdeutlicht. Der Coinbase Premium Index, der während der jüngsten Rallye größtenteils negativ blieb, deutet ebenfalls auf eine schwache Spotnachfrage sowohl von institutionellen US-amerikanischen als auch von privaten Teilnehmern hin. Historisch gesehen gingen Bitcoin-Bullenmärkte mit einer durchweg positiven Prämie einher, und das Fehlen dieser Bedingung wirft Fragen über die Nachhaltigkeit der Rallye auf.
Der Bull Score Index von CryptoQuant ist von 40 auf 20 gesunken, was die Marktbedingungen wieder in den „extrem pessimistischen“ Bereich stürzt. Dieses Niveau erinnert an die Korrektur von Februar bis März 2026 und bestärkt die Ansicht, dass die breitere Marktstruktur weiterhin unter Druck steht. Aus diesem Grund beobachten Analysten nun genau den Bereich von 70.000 US-Dollar, der dem realisierten On-Chain-Preis der Händler entspricht, einem historisch zuverlässigen Tiefpunkt während Bärenmarktbedingungen. Eine Korrektur in Richtung dieses Niveaus wäre angesichts der aktuellen Daten nicht beispiellos und bleibt ein wichtiger Bereich, den die Marktteilnehmer kurzfristig im Auge behalten sollten.
Die Gesamtnachfrage nach Bitcoin hat sich in einen rückläufigen Bereich verschoben, wobei die Spotkäufe nachlassen, die durch Futures bedingte Dynamik nachlässt und die institutionelle Beteiligung zurückgeht. Alle diese Faktoren zusammen ergeben ein vorsichtiges Bild für die kommenden Wochen. Ob die 70.000-Dollar-Marke als Unterstützungsniveau bestehen bleibt, könnte letztendlich den nächsten großen Schritt für Bitcoin bestimmen, was es zu einem entscheidenden Niveau macht, das es in naher Zukunft zu beobachten gilt.