US-Regierung erwägt Plan zur Überarbeitung der Offenlegungsregeln für Derivategeschäfte

Das Weiße Haus prüft einen gemeinsamen Vorschlag der SEC und der CFTC, der die Art und Weise, wie private Fondsberater ihre Swaps und Wertpapier-Swap-Aktivitäten melden, grundlegend ändern würde. Die Änderungen konzentrieren sich auf das Formular PF, das vertrauliche Meldeformular, das private Fondsberater seit der Dodd-Frank-Ära eingereicht haben, und die Überarbeitungen würden die Meldeschwellen so hoch anheben, dass fast die Hälfte der derzeitigen Melder vollständig von der Pflicht befreit werden.
Was der Vorschlag tatsächlich ändert
Es wird erwartet, dass die SEC und die CFTC etwa um den 20. April 2026 gemeinsam Änderungen zum Formular PF vorschlagen. Die Schlagzeile: Die Meldeschwelle für private Fondsberater würde von 150 Millionen US-Dollar auf 1 Milliarde US-Dollar an verwaltetem Vermögen steigen.
Speziell für große Hedgefonds-Berater würde der Schwellenwert für die Meldung von Engagements von 1,5 Milliarden US-Dollar auf 10 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen steigen. Nur die größten Akteure in der Hedge-Fonds-Welt müssten die detaillierteste Berichtsebene vorlegen.
Werbung
Trotz der deutlich höheren Schwellenwerte würden immer noch über 90 % des Bruttovermögens privater Fonds unter die Meldepflicht fallen. Fast die Hälfte der derzeitigen Formular-PF-Anmelder wären von den neuen Schwellenwerten ausgenommen.
Der breitere regulatorische Kontext
Im Dezember 2025 schloss die CFTC Überarbeitungen ab, um die Geschäftsverhaltensregeln der Händler hinsichtlich der Dokumentationsanforderungen auszutauschen. Im April 2025 verlängerte die SEC eine Bestimmung, die es Marktteilnehmern ermöglicht, bis zum 5. November 2029 weiterhin CFTC-ähnliche Berichte für bestimmte wertpapierbasierte Swaps zu verwenden.
Die Überprüfung des Weißen Hauses umfasst auch Vorschläge im Zusammenhang mit Prognosemärkten, was auf einen größeren Wunsch hindeutet, die Finanzregulierung gleichzeitig über mehrere Anlageklassen hinweg neu auszurichten.
Was das für Anleger bedeutet
Für kleinere private Fondsberater, die zwischen 150 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar verwalten, würde die Abschaffung der Formular-PF-Einreichungspflicht Ressourcen freisetzen, die derzeit für die aufsichtsrechtliche Berichterstattung vorgesehen sind. Die Harmonisierungsbemühungen zwischen der SEC und der CFTC haben Auswirkungen auf mit digitalen Vermögenswerten verbundene Derivate, bei denen für dasselbe Produkt unterschiedliche Meldepflichten gelten können, je nachdem, welche Behörde die Zuständigkeit beansprucht.
Eine Anhebung der Schwellenwerte bedeutet weniger detaillierte Daten zu mittelgroßen Fonds. Die Regulierungsbehörden wetten darauf, dass die Daten, die sie von ausgenommenen Antragstellern verlieren, für ihre Aufsichtsaufgabe nicht wesentlich sind, während sie dennoch über 90 % des Bruttovermögens privater Fonds abdecken.
Unternehmen, die sowohl auf den traditionellen als auch auf den Derivatemärkten für digitale Vermögenswerte tätig sind, sollten diesen Vorschlag aufmerksam verfolgen. Die Kommentierungsfrist im Anschluss an den formellen Vorschlag wird das Fenster zur Gestaltung endgültiger Regeln sein, und die Schwellenwerte, die sich aus diesem Prozess ergeben, werden die Compliance-Verpflichtungen für die kommenden Jahre festlegen.