Die US-Regierung bestätigt, dass das Abkommen über seltene Erden mit China in Kraft bleibt

Ein US-Beamter hat bestätigt, dass das im vergangenen November mit China geschlossene Handelsabkommen über seltene Erden immer noch in Kraft ist.
Das im November 2025 angesichts der eskalierenden Handelsspannungen formalisierte Abkommen war auf eine Laufzeit von einem Jahr ausgelegt. Im Rahmen dieser Bedingungen stimmte China zu, neue Exportkontrollen für Seltenerdmineralien auszusetzen und allgemeine Exportlizenzen zu erteilen. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA, die Zölle auf chinesische Waren um 10 % zu senken.
Die Zahlen erzählen eine komplizierte Geschichte
Im März 2026 stiegen Chinas Exporte von Seltenerdmagneten im Jahresvergleich weltweit um 8,2 %. Doch die Lieferungen, die speziell für die USA bestimmt waren, gingen im gleichen Zeitraum tatsächlich zurück, was die Frage aufwirft, ob Peking den Geist des Abkommens vollständig respektiert.
Die umfassendere Vereinbarung beschränkte sich nicht nur auf Seltene Erden. China versprach im Rahmen des Abkommens außerdem den Kauf von über 12 Millionen Tonnen US-Sojabohnen sowie die Verpflichtung, die Fentanylexporte zu reduzieren.
Warum seltene Erden wichtiger sind, als Sie denken
Seltenerdmineralien sind für die Herstellung von Permanentmagneten, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen, Raketenleitsystemen sowie fortschrittlichen Halbleitern und GPUs für den Bergbaubetrieb verwendet werden, unerlässlich.
Nvidia, das im Jahr 2025 mit Exportbeschränkungen konfrontiert war, ist ein Beispiel für ein Unternehmen, dessen Produktpipeline auf einen stabilen Zugang zu diesen Materialien angewiesen ist.
Analysten haben die aktuellen Marktbedingungen als „optimistisch“ beschrieben und die geringeren Handelskriegsrisiken als einen Faktor angeführt, der die Kosten für Krypto-Mining-Hardware senken und breitere Vermögensbewertungen unterstützen könnte. Einige Händler in den sozialen Medien haben Verbindungen zwischen der Fortsetzung des Handelsabkommens und verbesserten Bedingungen bei Risikoanlagen, einschließlich Krypto, hergestellt.
Die Uhr tickt
Neue US-Beschaffungsvorschriften, die im Januar 2027 in Kraft treten sollen, werden in China bezogene Seltene Erden vollständig aus den Lieferketten der Verteidigung verbieten.
Insbesondere für die Kryptoindustrie stellt sich mittelfristig die Frage, ob alternative Lieferketten schnell genug skaliert werden können, um eine Inflation der Hardwarekosten zu verhindern, sobald sich die Versorgungslage Chinas verschärft. Mining-Betriebe mit geringen Margen haben nicht viel Spielraum, um einen plötzlichen Anstieg der GPU- oder ASIC-Preise zu verkraften.