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Die USA verhängen Sanktionen gegen die Organisatoren der Gaza-Flottille wegen angeblicher Hamas-Unterstützung

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Die USA verhängen Sanktionen gegen die Organisatoren der Gaza-Flottille wegen angeblicher Hamas-Unterstützung

Das US-Finanzministerium hat die Volkskonferenz der Palästinenser im Ausland (PCPA) und sechs in Gaza ansässige Wohltätigkeitsorganisationen sanktioniert und sie als Teil dessen ausgewiesen, was Beamte als Hamas-Unterstützungsnetzwerk bezeichnen. Die Maßnahme friert alle von den Unternehmen gehaltenen, mit den USA verbundenen Vermögenswerte ein und macht es für US-Bürger zu einer Straftat, Transaktionen mit ihnen durchzuführen.

Im Mittelpunkt der Benennung steht der Vorwurf, PCPA habe dabei geholfen, humanitäre Flottillen gegen die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu organisieren, und zwar nicht als unabhängige Bemühungen der Zivilgesellschaft, sondern als mit der Hamas koordinierte Operationen. Die Unterscheidung ist wichtig, denn sie verwandelt das, was die Organisatoren als Hilfslieferung bezeichnen, in das, was die US-Regierung nun als materielle Unterstützung einer ausgewiesenen Terrororganisation betrachtet.

Was das Finanzministerium tatsächlich behauptet

Die Kernaussage ist klar: PCPA und die sechs Wohltätigkeitsorganisationen fungierten als Knotenpunkte in einem umfassenderen Spenden- und Logistikapparat der Hamas. US-Beamte haben auf einen Brief des ehemaligen Hamas-Führers Ismail Haniyeh verwiesen, in dem sie sagten, er befürworte die Rolle der PCPA bei der Organisation von Flottilleneinsätzen und bezeichnete die Beziehung als mehr als zufällige Übereinstimmung.

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Das israelische Verteidigungsministerium hat parallele Schritte unternommen und eigene Sanktionen gegen die Globale Sumud-Flottille angekündigt. Israelische Beamte haben die Flottille als eine als humanitäre Hilfe getarnte Hamas-Initiative bezeichnet, eine Formulierung, die perfekt mit der Bezeichnung Washingtons übereinstimmt.

Auf der anderen Seite des Atlantiks ermitteln die britischen Behörden gesondert gegen Zaher Birawi wegen möglicher terroristischer Sanktionen wegen angeblicher Verbindungen zur Hamas. Birawi bestreitet einen solchen Zusammenhang.

Die Freedom Flotilla Coalition, die an der Organisation der seegestützten Hilfsmissionen beteiligt war, hat die Behauptungen der USA rundweg zurückgewiesen. Die Koalition forderte von Washington die Vorlage tatsächlicher Beweise für ihre Anschuldigungen und argumentierte, dass die Flottillen von unabhängigen zivilgesellschaftlichen Organisationen ohne operative Verbindung zur Hamas betrieben würden.

Das Sanktions-Playbook und seine Nachwirkungen

Das Besondere an den Treasury-Ernennungen ist, dass sie keine strafrechtliche Verurteilung erfordern. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) kann auf der Grundlage nachrichtendienstlicher Einschätzungen und exekutiver Befugnisse Vermögenswerte einfrieren und Transaktionen verbieten.

Für die benannten Stellen sind die praktischen Konsequenzen unmittelbar. Jede Bank, jeder Zahlungsabwickler oder jedes Finanzinstitut, das mit dem US-Dollar-System in Berührung kommt, muss Transaktionen blockieren, an denen PCPA oder die sechs Wohltätigkeitsorganisationen beteiligt sind. Korrespondenzbankbeziehungen bedeuten, dass dies nicht auf amerikanischen Boden beschränkt ist. Eine europäische Bank, die eine auf Dollar lautende Überweisung abwickelt, die ein sanktioniertes Unternehmen betrifft, ist dem Risiko sekundärer Sanktionen ausgesetzt.

Warum Krypto-Beobachter aufpassen sollten

Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) und OFAC des Finanzministeriums haben wiederholt Terrorismusfinanzierung als Rechtfertigung für die Ausweitung der Compliance-Anforderungen an Krypto-Börsen und dezentralen Finanzprotokollen angeführt.

Die Sanktionierung von Tornado Cash im Jahr 2022 wurde teilweise damit begründet, dass nordkoreanische Staatshacker den Mixer zum Waschen gestohlener Gelder nutzten. Die rechtliche Anfechtung dieser Sanktionen wird immer noch vor Gericht verhandelt.