Venezuela transferiert mit Unterstützung Großbritanniens 13,5 Kilogramm angereichertes Uran an die USA

Venezuela hat gerade seinen gesamten Vorrat an hochangereichertem Uran in die Vereinigten Staaten verschifft. Die 13,5 Kilogramm HEU, etwa 30 Pfund, reisten über Land 100 Meilen zu einem venezolanischen Hafen, bevor sie auf einem britischen Schiff den Atlantik nach South Carolina überquerten.
Die National Nuclear Security Administration des US-Energieministeriums gab den erfolgreichen Abzug am 9. Mai bekannt und markierte damit einen seltenen Punkt der Zusammenarbeit zwischen Washington und Caracas in einer Zeit, die ansonsten von Sanktionen, diplomatischen Spannungen und gegenseitigem Misstrauen geprägt war.
Was ist passiert und warum es wichtig ist
Das Uran stammte aus Venezuelas stillgelegtem Forschungsreaktor RV-1 in Caracas, der 1991 seinen Betrieb einstellte. Es war über 20 % angereichert, ein Schwellenwert, der Kernmaterial in die Kategorie „hochangereichert“ einordnet und in ausreichenden Mengen eher der Art von Material entspricht, das theoretisch als Waffe eingesetzt werden könnte.
Die Operation wurde unter der Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde mit logistischer Unterstützung des Vereinigten Königreichs durchgeführt. Das Uran wird nun zum Standort Savannah River in South Carolina geleitet, einer DOE-Anlage, wo es zu niedrig angereichertem Uran mit hohem Probengehalt (HALEU) verarbeitet wird, einer Brennstoffsorte, die für Kernreaktoren der nächsten Generation immer wichtiger wird.
Fortgeschrittene Reaktordesigns von Unternehmen, die an kleinen modularen Reaktoren und anderen neuartigen Konzepten arbeiten, benötigen HALEU für den Betrieb, und das inländische Angebot war begrenzt. Die Umwandlung von ausländischem HEU in nutzbaren Reaktorbrennstoff verringert das Proliferationsrisiko im Ausland und fördert gleichzeitig die Energieambitionen im Inland.
Ein breiteres Muster der globalen HEU-Rückführung
Diese Operation fügt sich in eine größere Kampagne ein, die die NNSA seit über einem Jahrzehnt durchführt. Seit 2012 haben die USA rund 6.000 Kilogramm hochangereichertes Uran aus mehr als 40 Ländern weltweit zurückgeführt.
Venezuelas Beitrag von 13,5 kg stellt die vollständige Eliminierung von HEU aus dem Land dar. Der geopolitische Kontext macht diesen besonderen Transfer über die Nichtverbreitungsberechnung hinaus bemerkenswert. Venezuela war unter Nicolás Maduro an den meisten Fronten nicht gerade ein kooperativer Partner für Washington, und die Tatsache, dass diese Operation überhaupt stattgefunden hat, legt nahe, dass Bedenken hinsichtlich der nuklearen Sicherheit manchmal sogar über die umstrittensten bilateralen Beziehungen hinausgehen können.