Venom Foundation stellt neues Rahmenwerk für nachhaltiges und ethisches Web3-Gaming vor

Die Venom Foundation hat eine Reihe neuer ethischer „Play-to-Earn“-Richtlinien eingeführt, die Spieleentwicklern dabei helfen sollen, eine gesündere Web3-Wirtschaft aufzubauen und die Art von Pyramidenmechanismen zu vermeiden, die das Vertrauen in den GameFi-Sektor lange beschädigt haben. Das Framework, das unter Mitwirkung der Ökosystempartner TimeSoul, NFTWoood und Meerkat Coin entwickelt wurde, soll Play-to-Earn-Projekte in Richtung einer nachhaltigen Tokenomik, eines stärkeren Spielerschutzes und Geschäftsmodellen vorantreiben, die auf echtem Wert und nicht auf aggressiver Benutzerakquise basieren.
Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Play-to-Earn-Gaming immer noch mit den Folgen früherer Projekte zu kämpfen hat, die übergroße Renditen versprachen, aber zusammenbrachen, als der Zustrom neuer Spieler nachließ. Dieses Muster ist zu einem der größten Kritikpunkte des Sektors geworden, da vielen Projekten vorgeworfen wird, dass sie sich mehr auf Empfehlungsschleifen, Token-Inflation und spekulativen Hype verlassen als auf Gameplay oder dauerhaftes wirtschaftliches Design. Die Venom Foundation sagt, dass ihre neuen Richtlinien darauf abzielen, diese Schwachstellen direkt anzugehen und Entwicklern ein praktisches Modell für die Entwicklung widerstandsfähigerer Spiele an die Hand zu geben.
Christopher Louis Tsu, CEO der Venom Foundation, bezeichnete das Thema als einen Wendepunkt für die Branche. „Projekte, die den nächsten Zyklus überleben, werden diejenigen sein, die von Anfang an echte Volkswirtschaften aufgebaut haben, und nicht solche, die für kurzfristige Zuflüsse optimiert sind. Diese Richtlinien spiegeln unser Engagement wider, die Basis dafür zu erhöhen, wie verantwortungsvolles GameFi auf institutioneller Infrastruktur aussieht“, sagte er.
Nachhaltiges und ethisches Web3-Gaming
Im Zentrum des Rahmenwerks stehen drei Hauptpfeiler. Die erste ist nachhaltige Tokenomics. Venom drängt Entwickler dazu, reine Play-to-Earn-Modelle zu überdenken und stattdessen Play-and-Earn-Systeme zu entwickeln, bei denen Belohnungen durch echte Teilnahme und echten Beitrag entstehen. Um dies zu untermauern, werden Dinge wie Token-Burns zur Reduzierung des Überangebots, Belohnungsemissionen, die je nach tatsächlicher Netzwerkaktivität steigen oder fallen, Token, die hauptsächlich für Versorgungszwecke erstellt werden, und Vesting-Zeitpläne vorgeschlagen, die Team- und Frühinvestor-Token für einen bestimmten Zeitraum gesperrt halten. Das Ziel besteht darin, das Risiko plötzlicher Token-Dumps und eines unkontrollierbaren Angebotswachstums zu verringern, das häufig die Wirtschaft im Spiel schwächt.
Die zweite Säule konzentriert sich auf den Spielerschutz. Venom empfiehlt eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen, um die Ausbeutung zu reduzieren und Belohnungssysteme transparenter zu machen. Dazu gehören Gewinnobergrenzen, Anti-Wal-Kontrollen, fähigkeitsbasierte Fortschrittstore, bevor die vollen Belohnungen verfügbar werden, öffentliche Dashboards, die Belohnungspools und Emissionsraten in Echtzeit anzeigen, gesperrte Liquidität und Multi-Signatur-Governance für Änderungen auf Protokollebene. Zusammen sollen diese Tools den Benutzern mehr Einblick in die Funktionsweise der Spielökonomie geben und die Manipulationsmöglichkeiten von Insidern oder Großinhabern einschränken.
Die dritte Säule ist die Integrität des Geschäftsmodells. Die Richtlinien von Venom warnen davor, dass Projekte, die ausschließlich auf der Rekrutierung neuer Benutzer und Eintrittsgebühren basieren, strukturell fragil sind. Ein Projekt mag auf kurze Sicht zwar aktiv erscheinen, aber wenn es unabhängig von stetigem Wachstum keinen Wert generieren kann, ist es unwahrscheinlich, dass es von Dauer ist. Mit anderen Worten: Das Framework drängt Entwickler dazu, vor der Skalierung zu beweisen, dass ihre Spiele auf einer eigenen wirtschaftlichen Grundlage stehen können.
Die von Venom angeführten Ökosystembeispiele sollen zeigen, dass Blockchain-Spiele Anreizstrukturen unterstützen können, ohne in nicht nachhaltige Muster zu verfallen. TimeSoul verbindet Motivationsfunktionen mit mentalem Wohlbefinden und Bildungsinhalten auf eine Art und Weise, die sich eher zielgerichtet als rein gewinnorientiert anfühlt.
NFTWoood verfolgt einen praxisorientierteren Ansatz, indem es den Besitz von NFT-Dollar mit dem Pflanzen von Bäumen in der realen Welt verknüpft, sodass der Wert des Vermögenswerts zusammen mit dem Baum selbst steigt. Meerkat Coin setzt auf herausforderungsbasierte Belohnungen. Sie werden durch aktive Teilnahme verdient, anstatt nur Token zu halten und zu warten. Gemeinsam lieferten diese Projekte praktisches Feedback, das zur Gestaltung des endgültigen Rahmens beitrug.
Die Venom Foundation lädt jetzt über ihre Förderprogramme und technischen Supportressourcen mehr Entwickler ein, mit den Richtlinien zu arbeiten. Mit niedrigen Transaktionsgebühren, hohem Durchsatz und einer Infrastruktur auf Unternehmensniveau ist das Netzwerk nach eigenen Angaben gut positioniert, um verantwortungsbewusstere GameFi-Systeme in großem Maßstab zu unterstützen. Für Venom ist die Botschaft klar. Play-to-Earn kann immer noch eine Zukunft haben, aber nur, wenn Entwickler aufhören, Token-Belohnungen als Produkt zu betrachten. Sie sollten damit beginnen, Spiele zu entwickeln, bei denen die Wirtschaft tatsächlich mit dem Erlebnis selbst verbunden ist.