Visa stellt sechs KI-Tools zur Bekämpfung steigender Betrugskosten vor

Inhaltsverzeichnis Visa hat sechs Tools für künstliche Intelligenz eingeführt, um dem steigenden Streitvolumen und den steigenden Betrugskosten entgegenzuwirken. Das Unternehmen sagte, dass die neuen Produkte darauf abzielen, die Händlerkosten zu senken und die Falltransparenz zu verbessern. Die Einführung erfolgt, da die weltweiten Rückbuchungen und Compliance-Anforderungen weiter zunehmen. Visa hat sechs Tools eingeführt, die sich an Händler, Emittenten und Acquirer im gesamten Streitfallzyklus richten. Das Unternehmen hat die Produkte entwickelt, um Arbeitsabläufe zu automatisieren, die Fallverfolgung zu verbessern und manuelle Überprüfungen zu reduzieren. Visa sagte, dass diese Dienste den Kunden dabei helfen, das Risiko von Betrug zu kontrollieren und entgangene Einnahmen zurückzugewinnen. Das Unternehmen wickelt jedes Jahr Transaktionen in Billionenhöhe auf den globalen Märkten ab. Andrew Torre, Präsident für Mehrwertdienste bei Visa, erläuterte in einer Erklärung den Ansatz des Unternehmens. Er sagte: „Wenn veraltete Technologie nicht mithalten kann, bleibt Betrug unentdeckt.“ Er fügte hinzu, dass die erweiterte Streitbeilegungssuite den Kunden Transparenz verschafft, um Kunden zu bedienen und den Betrieb auszubauen. Visa bestätigte, dass im Jahr 2025 weltweit 106 Millionen Streitigkeiten bearbeitet wurden. Händler können Streitigkeiten über das Visa Dispute Resolution Network früher beilegen. Sie können die Vertretung auch über den Visa Dispute Recovery Manager automatisieren. Laut Visa tragen Order Insight und Compelling Evidence 3.0 dazu bei, unnötige Streitigkeiten vor einer Eskalation zu verhindern. Ziel dieser Tools ist es, die Bearbeitungszeit zu verkürzen und die Betriebskosten zu begrenzen. Emittenten und Erwerber erhalten prädiktive Erkenntnisse von Dispute Intelligence. Mit Dispute Doc Analyzer können sie Dokumente schneller analysieren und Arbeitsabläufe mit Visa Dispute Case Manager verwalten. Laut Visa zentralisieren diese Produkte die Streitbeilegung und verkürzen die Fallprüfungszyklen. Das Unternehmen gab an, dass integrierte Systeme Verzögerungen reduzieren und die Fallgenauigkeit verbessern. Branchendaten zeigen, dass Streitigkeiten in Zahlungsnetzwerken weiterhin zunehmen. Mastercard berichtete, dass die weltweiten Rückbuchungstransaktionen bis 2028 324 Millionen erreichen könnten. Visa verzeichnete seit 2019 einen Anstieg der Streitigkeiten um 35 %. Die Kosten für Rückbuchungen im E-Commerce erreichten 2025 33,8 Milliarden US-Dollar und könnten bis 2028 auf 42 Milliarden US-Dollar steigen. Händler müssen mit steigenden Kosten im Zusammenhang mit jeder umstrittenen Transaktion rechnen. Branchenschätzungen zufolge kostet eine einzelne Rückbuchung 74 US-Dollar pro Fall. Die LexisNexis-Studie „True Cost of Fraud“ aus dem Jahr 2025 ergab, dass US-Unternehmen bis zu 5,75 US-Dollar pro Betrug kosten. Visa gab an, dass seine neuen Streitbeilegungsinstrumente darauf abzielen, diesem zunehmenden finanziellen Druck entgegenzuwirken. Sam Abadir, Forschungsdirektor für Risiko, Compliance und Finanzkriminalität bei IDC Financial Insights, ging auf betriebliche Herausforderungen ein. Er sagte, dass Unternehmen, die manuelle Prozesse nutzen, höhere Kosten und Umsatzeinbußen riskieren. Er wies darauf hin, dass optimierte Systeme die Effizienz verbessern und das Streitbeilegungsverfahren stärken können. Visa bestätigte, dass die neuen Tools nun für Kunden weltweit verfügbar sind.