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Wall-Street-Banken drängen darauf, dass die Zinssenkungserwartungen der Fed angesichts robuster Wirtschaftsdaten sinken

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cryptonewstrend.com
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Wall-Street-Banken drängen darauf, dass die Zinssenkungserwartungen der Fed angesichts robuster Wirtschaftsdaten sinken

Inhaltsverzeichnis Ein führendes Finanzinstitut hat seinen Ausblick für eine Lockerung der Geldpolitik angepasst und die erwarteten Zinssenkungen der Federal Reserve von Mitte des Jahres auf Herbst 2026 verschoben. Das Institut hält an seiner Prognose von Senkungen um drei Viertelpunkte fest, die nun für September, Oktober und Dezember geplant sind. Die Gründe für diese Überarbeitung sind eindeutig. Die Beschäftigungszahlen vom März zeigten, dass die amerikanische Belegschaft um 178.000 neue Stellen erweitert wurde, was deutlich über den Analystenprognosen von lediglich 60.000 liegt. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 %, was einer Verbesserung gegenüber 4,4 % im Februar entspricht. Die robusten Beschäftigungszahlen erhielten Auftrieb durch den Abschluss eines Arbeitskonflikts in der Gesundheitsbranche und günstige saisonale Bedingungen. Darüber hinaus wurden die Zahlen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze im Februar von der vorläufigen Zahl von 92.000 auf 117.000 nach oben korrigiert. Laut einer Forschungsnotiz vom 3. April erklärte die Citigroup, dass „der Zeitpunkt der bevorstehenden Daten auf einen späteren Beginn der Zinssenkungen hindeutet, als wir zuvor erwartet hatten.“ Das Finanzinstitut geht davon aus, dass es zu einer Verschlechterung des Arbeitsmarktes kommen wird, wenn auch mit Verzögerung. Analysten der Bank gehen davon aus, dass die Abschwächung der Beschäftigungsentwicklung die Arbeitslosenquote in den Sommermonaten in die Höhe treiben wird. Diese erwartete Abschwächung wird ihrer Einschätzung nach die notwendige Grundlage für den Beginn einer expansiven Geldpolitik schaffen. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, führte in seinem am 6. April veröffentlichten Jahresbrief an die Aktionäre eine zusätzliche Überlegung ein. Er warnte davor, dass der eskalierende Militärkonflikt zwischen den USA und dem Iran die Inflation und die Kreditkosten über die aktuellen Markterwartungen hinaustreiben könnte. Dimon hob die potenzielle Volatilität auf den Energie- und Rohstoffmärkten in Verbindung mit Unterbrechungen der internationalen Handelsnetzwerke als erhebliche Bedrohungen hervor. Er schlug vor, dass diese Elemente zu einer „hartnäckigeren Inflation und letztendlich höheren Zinssätzen“ führen könnten. Ungeachtet dieser Herausforderungen bezeichnete Dimon die amerikanische Wirtschaftslandschaft als grundsätzlich gesund. Seiner Einschätzung nach bleiben die Verbraucherausgaben weiterhin auf einem gesunden Niveau und die Unternehmensbilanzen bleiben robust. Dimon äußerte sich außerdem besorgt über die Wirtschaftsentwicklung in Europa und beschrieb den Kontinent als „derzeit auf einem schlechten Weg“. Er plädierte für ein umfassendes Handelsabkommen mit europäischen Partnern, das von wirtschafts- und verteidigungspolitischen Reformen abhängig gemacht wird. Die Aufmerksamkeit des Marktes konzentriert sich nun auf die bevorstehende geldpolitische Sitzung der Federal Reserve am 7. und 8. April. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Referenzzinssätze stabil im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % bleiben. Es wird erwartet, dass Fed-Chef Jerome Powell einen maßvollen Ansatz verfolgt und betont, dass spätere politische Anpassungen von der Entwicklung der Wirtschaftsindikatoren abhängen werden. Diese Perspektive deckt sich mit der Einschätzung von Bankenanalysten, dass Zinssenkungen erst gegen Ende des Jahres eintreten werden. Dimon identifizierte die privaten Kreditmärkte separat als eine aufkommende Schwachstelle. Er prognostizierte, dass die Ausfälle bei stark verschuldeten Krediten aufgrund sich verschlechternder Underwriting-Standards die aktuellen Erwartungen übertreffen werden. Er wies darauf hin, dass die Integration künstlicher Intelligenz von JPMorgan in der Lage sei, schneller voranzukommen als frühere technologische Transformationen. Der Bankenriese betonte, dass er weiterhin auf diesen sich beschleunigenden Trend reagieren werde.