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Die Wall Street stürzt ab, da robuste Beschäftigungsdaten Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die Fed auslösen

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Die Wall Street stürzt ab, da robuste Beschäftigungsdaten Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die Fed auslösen

Inhaltsverzeichnis Die Aktienmärkte verzeichneten am Freitag deutliche Rückgänge, nachdem die Beschäftigungsdaten die Prognosen der Analysten übertrafen und gleichzeitig die Erwartungen einer Zinserhöhung in die Höhe trieben, während Technologieaktien aufgrund von Bedenken hinsichtlich Investitionen in künstliche Intelligenz erneut unter Druck standen. Der Nasdaq Composite brach um 2,1 % ein. Der S&P 500 gab um 1,1 % nach. Der Dow Jones Industrial Average fiel um etwa 140 Punkte, was einem Rückgang von 0,3 % entspricht. Der Marktabschwung resultierte aus dem gleichzeitigen Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Belastungen. Die Veröffentlichung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen außerhalb der Landwirtschaft für Mai ergab, dass amerikanische Unternehmen im Laufe des Monats 172.000 Stellen geschaffen haben. Analysten hatten mit etwa 88.000 Neuzugängen gerechnet. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 %. Die unerwartet starken Beschäftigungszahlen veränderten die Markterwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve. Die Marktteilnehmer passten ihre Positionierung rasch an, um mindestens einer Zinserhöhung vor Jahresende Rechnung zu tragen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung stieg von 50,4 % einen Tag zuvor auf 68,3 %. Diese Entwicklung eliminiert praktisch jede Möglichkeit kurzfristiger Tarifsenkungen. Eric Winograd, Chefökonom für die USA bei AllianceBernstein, sagte, die Daten zeigten, dass die Wirtschaft immer noch stabil sei. „Das reicht aus, um die Fed in der Warteschleife zu halten“, schrieb er. Diese Entwicklung findet statt, während Präsident Trump den öffentlichen Druck für Zinssenkungen aufrechterhält. Kevin Warsh, Trumps Beauftragter, hat kürzlich die Rolle des Fed-Vorsitzenden übernommen. Die Broadcom-Aktien hatten bereits am Donnerstag nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse erhebliche Verluste erlitten. Der Freitag brachte zusätzlichen Verkaufsdruck. Die gesamte Halbleiterindustrie spiegelte diese Verluste wider. Marktteilnehmer haben eine vorsichtigere Haltung in Bezug auf Investitionen in künstliche Intelligenz eingenommen, wobei die Finanzergebnisse von Broadcom diese Befürchtungen verstärken. Technologieaktien verzeichneten in den letzten Wochen kräftige Zuwächse und boten den Benchmark-Indizes erhebliche Unterstützung. Diese positive Dynamik ist inzwischen verflogen. Der Nasdaq hatte sich als Hauptnutznießer der KI-bezogenen Begeisterung herausgestellt. Da sich die Marktstimmung ändert, muss es nun mit den größten Verlusten rechnen. Der S&P 500 startete am Freitag in der Position, die zehnte Woche in Folge einen Anstieg zu verzeichnen. Ein solcher Erfolg wäre die längste Siegesserie seit 1985 gewesen. Diese bemerkenswerte Serie steht nun vor einem möglichen Ende. Der Referenzindex ist zurückgegangen, da mehrere negative Faktoren gleichzeitig eintraten – eskalierende Zinsängste, Anfälligkeit des Technologiesektors und geopolitische Instabilität. Nachrichten über ins Stocken geratene Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran trugen zur vorsichtigen Atmosphäre an der Wall Street bei. Präsident Trump bezeichnete die Verhandlungen als in ihre „letzte“ Phase eintretend, obwohl weiterhin erhebliche Unsicherheit besteht. Aktien-Futures hatten bereits vor der Veröffentlichung des Beschäftigungsberichts Schwäche signalisiert, wobei Nasdaq-100-Futures die Rückgänge am Morgen anführten. Die Konvergenz eines überhitzten Arbeitsmarktes, restriktiver geldpolitischer Erwartungen und einer stagnierenden Erholung der künstlichen Intelligenz ließ am Freitag nur begrenzte Zufluchtsorte an den Aktienmärkten übrig.

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