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Warschau beschleunigt den Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte, um die kommenden Standards der Europäischen Union zu erfüllen

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Warschau beschleunigt den Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte, um die kommenden Standards der Europäischen Union zu erfüllen

Inhaltsverzeichnis Der polnische Gesetzgeber hat am Freitag mit der Verabschiedung eines von der Regierung geförderten Gesetzes zur Regulierung digitaler Vermögenswerte einen wichtigen Schritt in Richtung einer umfassenden Aufsicht über Kryptowährungen getan. Diese gesetzgeberische Maßnahme versetzt Polen in die Lage, bis Juli die bevorstehenden MiCA-Compliance-Anforderungen der Europäischen Union zu erfüllen und gleichzeitig auf wachsende Bedenken nach einer inländischen Börsenkrise zu reagieren. Die Unterkammer des polnischen Parlaments billigte das Gesetz nach ausgedehnten Debatten über die Zuständigkeiten für die Aufsicht über digitale Vermögenswerte. Dieser Rahmen bringt die polnischen Vorschriften in Einklang mit der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets der Europäischen Union. Die Gesetzgebung muss nun weitere Etappen durchlaufen, wobei die Zustimmung des Präsidenten bei weitem nicht garantiert ist. Im Rahmen des genehmigten Rahmens erhält die polnische Finanzaufsichtsbehörde eine erweiterte Zuständigkeit für den Kryptomarkt. Die Regulierungsbehörde erhält die Befugnis, Token-Angebote zu stoppen, Konten einzufrieren und Sanktionen gegen Unternehmen zu verhängen, die regulatorische Prüfungen behindern. Nach dem Vorschlag der Regierung könnten die Geldstrafen bis zu 25 Millionen Zloty betragen. Warschau steht unter dringendem Druck, MiCA-konforme Vorschriften vor der Sommerfrist umzusetzen. Gelingt es nicht, eine nationale Regulierungsstruktur einzurichten, könnte dies dazu führen, dass polnische Kryptowährungsunternehmen ihre Betriebslizenzen verlieren. Dieses mögliche Ergebnis hat die Bedeutung des Gesetzentwurfs sowohl für Marktteilnehmer als auch für politische Entscheidungsträger erhöht. Die Parlamentsabstimmung fand vor dem Hintergrund laufender strafrechtlicher Ermittlungen gegen Zondacrypto statt, die frühere polnische Handelsplattform für digitale Vermögenswerte. Tausende Kunden sind weiterhin mit einem gesperrten Zugang zu ihren Beständen an der Börse konfrontiert. Regierungsbeamte rechnen mit einem Gesamtkundenverlust von über 350 Millionen Zloty. Die Situation hat die Besorgnis der Öffentlichkeit hinsichtlich unzureichender regulatorischer Schutzmaßnahmen und mangelnder Rechenschaftspflicht der Börsen verstärkt. Die Strafverfolgungsbehörden leiteten die Betrugsermittlungen ein, nachdem die Zahl der Nutzerbeschwerden stark angestiegen war. Strafverfolgungsbehörden führen nun umfassende Überprüfungen der historischen Geschäftspraktiken der Plattform durch. Premierminister Donald Tusk hat die Handelsplattform öffentlich mit mutmaßlichen russischen kriminellen Netzwerken in Verbindung gebracht. Er verwies auf Einschätzungen des Geheimdienstes bezüglich der Herkunft der finanziellen Unterstützung der Börse. Das Management der Börse hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen, obwohl es einer zunehmenden politischen Kontrolle ausgesetzt war. Präsident Karol Nawrocki lehnte zuvor frühere Kryptowährungsgesetze der Tusk-Regierung ab. Seine Begründung konzentrierte sich auf Bedenken, dass übermäßige Strafen Unternehmen für digitale Vermögenswerte aus der polnischen Gerichtsbarkeit verdrängen würden. Sein Gegenvorschlag behielt vergleichbare Regulierungsstandards bei gleichzeitiger Senkung der Bußgeldhöchstbeträge bei. Einige Gesetzgeber haben sich für aggressivere Maßnahmen ausgesprochen, darunter ein vollständiges Verbot von Kryptowährungsgeschäften. Diese Alternative entstand aus Mitgliedern der Partei „Recht und Gerechtigkeit“. Der Sejm wird sich mit diesem Vorschlag befassen, nachdem die wichtigsten Regulierungsmaßnahmen beschlossen wurden. Polen muss derzeit ein schwieriges Gleichgewicht zwischen Verpflichtungen der Europäischen Union und internen politischen Spannungen bewältigen. Befürworter argumentieren, dass die Gesetzgebung nach dem Zusammenbruch von Zondacrypto die notwendige Klarheit schafft. Ein weiteres Veto der Exekutive könnte jedoch die Umsetzung der Regulierung verzögern und die Marktunsicherheit in der gesamten Branche verstärken.

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