Warum der CLARITY Act trotz großer Fortschritte im Senat immer noch scheitern könnte

Der lang erwartete Clarity Act wurde am 14. Mai vom Bankenausschuss des Senats mit einer parteiübergreifenden Mehrheit von 15 zu 9 verabschiedet. Trotz des wachsenden Optimismus auf allen Kryptomärkten steht der Gesetzentwurf zum Kryptomarkt immer noch vor mehreren großen politischen und regulatorischen Hindernissen.
Was immer noch verhindern könnte, dass der CLARITY Act offizielles US-Recht wird. Hier erfahren Sie, wie?
Fusion des Senatsgesetzes birgt immer noch Risiken
Eine der ersten großen Hürden ergibt sich aus der Zusammenführung zweier separater Senatsversionen des Gesetzes.
Der Gesetzentwurf des Bankenausschusses konzentriert sich hauptsächlich auf die Finanzregulierung, während sich die Version des Landwirtschaftsausschusses des Senats mit der Rohstoffklassifizierung und der CFTC-Aufsicht befasst.
Beide Versionen müssen nun zu einem einzigen einheitlichen Änderungsantrag zusammengefasst werden, bevor sie den Senat erreichen.
Das Problem des 60-Stimmen-Senats
Auch wenn die Republikaner den Gesetzentwurf weitgehend unterstützen, steht der CLARITY Act immer noch vor der „60-Stimmen-Mauer“ des Senats.
Da die Republikaner derzeit 53 Sitze im Senat kontrollieren, ist für die Umsetzung des Gesetzes noch die Unterstützung von mindestens sieben Demokraten erforderlich. Deshalb sind parteiübergreifende Verhandlungen absolut entscheidend.
Trumps Krypto-Konflikt könnte Ethikgesetz sein
Ein weiteres wichtiges Thema sind Ethikbestimmungen im Zusammenhang mit Krypto-Investitionen durch Beamte.
Mehrere Demokraten wollen strengere Formulierungen, die verhindern, dass Präsidenten, Gesetzgeber und Regierungsbeamte während ihrer Amtszeit von Unternehmungen im Bereich digitaler Vermögenswerte profitieren. Diese Debatte wirkt sich direkt auf Donald Trump aus, da seine Familie zunehmend in kryptobezogenen Unternehmen, einschließlich WLFI, engagiert ist.
Republikanische Verbündete haben Berichten zufolge gewarnt, dass übermäßig aggressive Ethikklauseln, die auf mit Trump verbundene Kryptoprojekte abzielen, starken Widerstand im Weißen Haus oder sogar eine potenzielle Vetodrohung auslösen könnten.
Wenn sich die Demokraten weigern, den Gesetzentwurf aufgrund ungelöster ethischer oder regulatorischer Bedenken zu unterstützen, könnte der Gesetzentwurf trotz Zustimmung des Ausschusses vollständig ins Stocken geraten.
Die Versöhnung zwischen Bankenlobby und Repräsentantenhaus könnte den Fortschritt verzögern
Auch traditionelle Bankengruppen betreiben aktiv Lobbyarbeit gegen Teile der Gesetzgebung. Berichten zufolge drängen Banken den Gesetzgeber, die Renditeregeln für Stablecoins weiter zu verschärfen, den DeFi-Schutz zu schwächen und die Safe-Harbor-Bestimmungen für Entwickler zu reduzieren.
Gleichzeitig hat das Repräsentantenhaus bereits im Jahr 2025 einen eigenen Gesetzentwurf zur Struktur des Krypto-Marktes verabschiedet. Das bedeutet, dass beide Kammern noch über eine endgültige einheitliche Version verhandeln müssen, bevor ein Gesetz den Schreibtisch des Präsidenten erreicht.
Die Frist im August wird immer wichtiger
Und schließlich könnte das Timing jetzt zu einer der größten Bedrohungen für die Zukunft des Gesetzentwurfs werden.
Die Gesetzgeber stehen unter Druck, die Abstimmung im Senat und die Versöhnung im Repräsentantenhaus abzuschließen, bevor der Kongress in die Augustpause eintritt.
Wenn die Gesetzgebung dieses politische Fenster verfehlt, könnte sich die Aufmerksamkeit schnell auf Zwischenwahlkampagnen verlagern, was möglicherweise eine ernsthafte Krypto-Gesetzgebung um Jahre verzögern könnte.
Selbst wenn es letztendlich genehmigt wird, würde die Umsetzung noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da sowohl die SEC als auch die CFTC etwa 360 Tage damit verbringen müssen, die endgültigen Regulierungsregeln zu schreiben.
Der 4. Juli wird zum wichtigsten Zieldatum für das CLARITY Act
Senator Bernie Moreno sagte, dass die Gesetzgeber nun darauf drängen, den Digital Asset Market CLARITY Act noch vor Ende Juni auf den Schreibtisch des Präsidenten zu bringen, in der Hoffnung, den Krypto-Gesetzentwurf noch vor dem 4. Juli offiziell in Kraft treten zu lassen.
Trotz der wachsenden Dringlichkeit im Zusammenhang mit der Gesetzgebung wurde der offizielle Aufschlagsplan jedoch immer noch nicht bekannt gegeben.