Warum die Wall Street glaubt, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran von Dauer sein wird

Inhaltsverzeichnis Washington und Teheran einigten sich am späten Dienstagabend knapp zwei Stunden vor Präsident Trumps selbst gestelltem Ultimatum auf eine bedingte Waffenstillstandsvereinbarung. Die Vereinbarung setzte geplante US-Angriffe auf die iranische Infrastruktur für einen Zeitraum von 14 Tagen aus, vorausgesetzt, dass Iran unverzüglich die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet. 🇺🇸🇮🇷🇨🇳 Trump nennt den Waffenstillstand „einen vollständigen und umfassenden Sieg für Amerika“ und sagt, er glaube, China habe Iran zu Verhandlungen gedrängt. Wenn das stimmt, dann schließt sich damit der Kreis dieses Krieges. Die USA bombardierten den Iran. Der Iran hat die Meerenge geschlossen. Chinas Wirtschaft blutete.… https://t.co/bZQ7xyN7HG pic.twitter.com/miDevqKxoZ – Mario Nawfal (@MarioNawfal) 8. April 2026 Das Weiße Haus bestätigte, dass sich auch Israel zur Einhaltung des Waffenstillstands verpflichtet hat. Die globalen Finanzmärkte erlebten nach der Ankündigung einen Aufschwung. Die Ölpreise erlebten einen deutlichen Rückgang. Trump hatte zuvor davor gewarnt, „eine ganze Zivilisation“ zu zerstören, wenn Teheran die Zusammenarbeit verweigere. Das Waffenstillstandsabkommen stellte einen dramatischen Wandel in der diplomatischen Haltung dar. Teheran hat nun einen 10-Punkte-Rahmen eingeführt, der als Grundlage für erweiterte Verhandlungen dienen soll. Obwohl das vollständige Dokument noch nicht offiziell veröffentlicht wurde, offenbart die Berichterstattung von Al Jazeera seine wichtigsten Anforderungen. Der Vorschlag fordert ein Nichtangriffsversprechen der USA, die Anerkennung der nuklearen Anreicherungsaktivitäten Irans, eine vollständige Aufhebung der Sanktionen, die Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und der IAEA gegen Teheran sowie den vollständigen Abzug der amerikanischen Kampftruppen aus regionalen Militäreinrichtungen. Darüber hinaus strebt es umfassende Kriegsentschädigungen an, die durch Gebühren finanziert werden sollen, die von Schiffen erhoben werden, die die Straße von Hormus durchqueren, sowie die Freigabe aller international gehaltenen iranischen Finanzvermögenswerte. Trump bezeichnete den Rahmen als „sehr gute Punkte“ und wies darauf hin, dass die meisten Elemente bereits Gegenstand von Verhandlungen seien. Allerdings bestritt er die öffentlich veröffentlichte Version mit der Begründung, sie stelle die tatsächlichen Diskussionen falsch dar. „Das sind nicht die maximalistischen Forderungen, die der Iran behauptet“, erklärte Trump gegenüber Sky News. In Nuklearfragen blieb Trump unnachgiebig. „Das wird perfekt erledigt, sonst hätte ich mich nicht darauf eingelassen“, sagte er gegenüber AFP. Adam Crisafulli, Analyst bei Vital Knowledge, zeigte sich zuversichtlich, dass der Waffenstillstand Bestand haben wird, und lieferte acht unterstützende Gründe. Er behauptete, dass Trumps primäre Eskalationspfade – der Angriff auf zivile Ziele, die gewaltsame Wiedereröffnung von Hormuz mit militärischen Mitteln oder die Beschlagnahme von Irans Vorräten an angereichertem Uran – ungünstige Optionen darstellten, die die Wahrscheinlichkeit erneuter Feindseligkeiten verringerten. Crisafulli wies weiter darauf hin, dass Washington glaubwürdig behaupten könne, dass es seine primären militärischen Ziele erreicht habe, indem es die Raketenkapazitäten und Nuklearanlagen des Iran erfolgreich degradiert habe. Er warnte davor, dass sich nach fünfwöchiger Konfrontation bereits eine stagflationäre wirtschaftliche Störung in der Weltwirtschaft niederschlägt und ihre volle Wirkung möglicherweise erst im Spätsommer oder Herbst in den Wirtschaftsdaten zum Ausdruck kommt. Aus politischer Sicht verzeichneten die Umfragewerte der Republikaner starke Rückgänge, und der interne Widerstand des Weißen Hauses gegen den Konflikt war weiter verbreitet als zunächst angenommen. Vizepräsident Vance, Außenminister Rubio und weitere hochrangige Regierungsmitglieder hegten Berichten zufolge Zweifel an der Fortsetzung der Militäroperationen. Auch die Bereitschaft des Kongresses, zusätzliche Kriegsfinanzierung zu genehmigen, nimmt ab. Das Weiße Haus beantragt derzeit zusätzliche Mittel in Höhe von 80 bis 100 Milliarden US-Dollar, was im Vergleich zum ursprünglichen Antrag des Pentagons von mehr als 200 Milliarden US-Dollar deutlich geringer ausfällt. Die Autorität über die Straße von Hormus bleibt das umstrittenste Element eines künftigen Abkommens. Der iranische Rahmen sieht vor, dass die sichere Passage unter iranischer Militäraufsicht wieder aufgenommen wird. Geheimdienstberichten zufolge könnten Iran und Oman Transitgebühren in Höhe von 2 Millionen US-Dollar pro Schiff erheben, wobei die Einnahmen für Wiederaufbaubemühungen verwendet werden sollen. Teheran hat außerdem angedeutet, dass es sich die Option vorbehält, die Meerenge wieder zu schließen, falls die Verhandlungen scheitern sollten. Analysten halten es für unwahrscheinlich, dass die Forderungen Irans in ihrer jetzigen Form akzeptiert werden. Sie werden eher als erste Verhandlungsposition denn als schlüssiger Vorschlag interpretiert. Die Gespräche zwischen den beiden Nationen über die nuklearen Aktivitäten Irans werden seit fast zwölf Monaten mit minimalen Fortschritten fortgesetzt. Die vor dem Konflikt vereinbarte Regelung der Straße von Hormus – als international gemeinsam genutzte Seepassage – bleibt ein grundlegendes Hindernis, da Teheran nun die ausschließliche Autorität über die Wasserstraße anstrebt. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.