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75 % der Krypto-Steuerformulare liegen unter 50 US-Dollar – Kraken fordert eine „De-minimis“-Regel

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cryptonewstrend.com
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75 % der Krypto-Steuerformulare liegen unter 50 US-Dollar – Kraken fordert eine „De-minimis“-Regel

Kraken hat das derzeitige überwältigende Meldesystem für Kryptowährungssteuern verurteilt und die Aufsichtsbehörden aufgefordert, Ausnahmen für kleinere Überweisungen zu gewähren.

In einem Bericht vom 22. April gab die Krypto-Börse an, dass 75 % der riesigen 56 Millionen Krypto-Steuerformulare, die der Steueraufsichtsbehörde IRS vorgelegt wurden, weniger als 50 US-Dollar wert seien. Und die Hälfte (28 Millionen) der Formulare kosteten weniger als 10 US-Dollar.

Quelle: Kraken

Der U.S. Internal Revenue Service (IRS) verpflichtet Broker, im Rahmen des aktuellen Krypto-Steuermeldesystems jede einzelne Transaktion für das gesamte Jahr einzureichen. Im Gegensatz dazu lösen andere Zahlungs-Apps wie Venmo nur dann eine Meldung aus, wenn die Überweisungen über 600 US-Dollar liegen, bemerkte Kraken.

Das Unternehmen beklagte, dass das derzeitige Steuermeldesystem für Kryptonutzer und -makler zu teuer und zu komplex sei. Gleichzeitig ist die Meldung solch kleiner Werte für die Regulierungsbehörde nicht von Vorteil. Um dies zu beheben, schlug Kraken vor:

Eine sinnvolle De-minimis-Grenze, die an die Inflation gekoppelt ist und mit Leitplanken zur Missbrauchsbekämpfung gepaart ist, würde Millionen unnötiger Formulare eliminieren und gleichzeitig die Einnahmenintegrität schützen.

„De-minimis-Befreiung“ bezieht sich auf die Befreiung kleinerer Transfers von der typischen Kapitalertragssteuererklärung. Leider scheint eine solche Steuererleichterung derzeit etwas unerreichbar.

Warum eine Krypto-Steuererleichterung schwer fassbar bleiben könnte

Zunächst einmal gilt die derzeit vorangetriebene Steuerbefreiung nur für Zahlungs-Stablecoins und nicht für andere Krypto-Assets wie Bitcoin [BTC]. Bei Stablecoins hingegen drängt der Gesetzgeber darauf, alles unter 200 US-Dollar von der Steuer zu befreien.

Da jedoch hinter den Kulissen Berichten zufolge versucht wird, das Vermögen anderer auszuschließen, könnte eine umfassende Steuererleichterung für den Sektor weiterhin schwer zu erreichen sein.

Darüber hinaus müssen die genannten Steuervorschläge mit dem Gesetzentwurf zur Struktur des Kryptomarktes, dem CLARITY Act, verknüpft werden. Bedauerlicherweise gab es auch bei der Verwirklichung des Aufschlags des Gesetzentwurfs mehrere Hürden. Nun ist die Wahrscheinlichkeit einer Verschiebung auf 2027 wahrscheinlich, wenn die Frist im Mai versäumt wird.

Wenn dies der Fall ist, wird das ins Stocken geratene Krypto-Gesetz auch die vorgeschlagene Befreiung von der Krypto-Steuer für kleine Überweisungen auf 2027 verschieben. Tatsächlich bekräftigte auch die Prognoseseite Kalshi einen ähnlichen Ausblick.

Zum Zeitpunkt des Schreibens lag die Wahrscheinlichkeit, dass US-Präsident Donald Trump in diesem Jahr Kapitalgewinne aus Kryptowährungen eliminieren wird, bei 7 %. Andererseits lag die Chance, dass CLARITY in diesem Jahr durchkommt, bei 46 %.

Quelle: Kalshi

Insgesamt zeigten diese Datensätze, dass der Markt hinsichtlich einer solchen Steuerbefreiung für kleine Kryptotransfers in diesem Jahr pessimistisch war.

Abschließende Zusammenfassung

Kraken fordert eine „De-minimis“-Steuerbefreiung, da 75 % seiner 56 Millionen Krypto-Steuerformulare unter 50 US-Dollar liegen, um die Meldepflicht zu rechtfertigen.

Angesichts des begrenzten Umfangs der aktuellen Vorschläge und der langsamen Fortschritte beim CLARITY Act könnte der Vorstoß zur Steuererleichterung für Kryptowährungen in naher Zukunft schwer fassbar sein