In nur sieben Tagen verschwinden unglaubliche 300 Milliarden US-Dollar aus den Kryptowährungskassen, was Bedenken hinsichtlich der Anziehung neuer Investitionen weckt.

Der breitere Kryptomarkt startete mit starker Dynamik in den Mai und kletterte von etwa 2,52 Billionen US-Dollar auf Spitzenwerte von etwa 2,75 bis 2,80 Billionen US-Dollar zur Monatsmitte. Während dieser Zeit behielten die Käufer die Kontrolle, da das Kapital kontinuierlich in Risikoanlagen umgeschichtet wurde.
Allerdings begann die Dynamik nachzulassen, nachdem es wiederholt nicht gelungen war, höhere Höchststände aufrechtzuerhalten. Infolgedessen sank die Marktkapitalisierung allmählich unter 2,70 Billionen US-Dollar, bevor sich der Verkaufsdruck in der letzten Woche verstärkte.
Quelle: CoinMarketCap
Der Rückgang beschleunigte sich zwischen dem 24. und 30. Mai. Der Gesamtmarktwert fiel auf 2,48 Billionen US-Dollar und verlor damit mehr als 300 Milliarden US-Dollar gegenüber den jüngsten Höchstständen.
Unterdessen erreichte das 24-Stunden-Volumen 89,65 Milliarden US-Dollar, was auf eine erhöhte Aktivität hindeutet, da die Teilnehmer ihr Engagement reduzierten.
Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass die Korrektur über einzelne Vermögenswerte hinausgeht. Stattdessen scheint die Liquidität den breiteren Markt zu verlassen, da die Risikobereitschaft nachlässt.
Wenn die Spot-Nachfrage den jüngsten Ausverkauf auffängt, könnte eine Stabilisierung eintreten. Andernfalls könnte der fortgesetzte Schuldenabbau die Marktkapitalisierung bis in den Juni hinein unter Druck halten.
Lange Liquidationen beschleunigen den Schuldenabbau am Markt
Der breitere Markt hatte sich bereits abgeschwächt, nachdem er Ende Mai mehr als 300 Milliarden US-Dollar an Wert verloren hatte. Als die Preise wichtige Niveaus durchbrachen, begannen sich die gehebelten Positionen an den großen Börsen aufzulösen.
In den letzten 24 Stunden beliefen sich die Liquidationen bei Redaktionsschluss auf 282,08 Millionen US-Dollar. Insbesondere entfielen 157,85 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen und übertrafen damit den Verlust von Short-Positionen in Höhe von 124,23 Millionen US-Dollar.
Dieses Ungleichgewicht deutet darauf hin, dass bullische Händler den größten Schock verkrafteten, als sich die Dynamik umkehrte.
Quelle: CoinGlass
Bitcoin [BTC] führte die Liquidationen mit 80,99 Millionen US-Dollar an, während Ethereum [ETH] mit 59,20 Millionen US-Dollar folgte. Unterdessen verzeichneten Hyperliquid [HYPE] und Stellar [XLM] deutliche Verluste. Infolgedessen erstreckte sich die Abwicklung über einzelne Vermögenswerte hinaus.
Dieses Muster deutet eher auf einen hebelgetriebenen Reset als auf eine völlige Kapitulation hin. Wenn der Spekulationsüberschuss weiter abnimmt, könnte sich die Marktstruktur stärken.
Andernfalls könnte eine anhaltende Risikoaversion zu einem weiteren Schuldenabbau führen, bevor das Vertrauen wieder vollständig zurückkehrt.
Der Markt verlagert sich von der Expansion zur Erhaltung
Die jüngste Liquidationswelle zeigte, wie aggressiv die Händler das Risiko reduzierten. Über die Derivatemärkte hinaus gingen auch institutionelle Anleger in die Defensive.
Am 29. Mai verzeichneten Bitcoin- und Ethereum-ETFs Nettoabflüsse in Höhe von 148,8 Millionen US-Dollar und setzten damit einen breiteren Rückzugstrend fort, der dem Markt mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar entzogen hat.
Quelle: CoinMarketCap
Dies ist wichtig, da ETF-Ströme häufig für strukturelle Nachfrage sorgen. Als diese Unterstützung schwächer wurde, verstärkte sich der Abwärtsdruck auf dem gesamten Markt. Das Open Interest verringerte sich ebenfalls um etwa 1 %, was die laufende Neuausrichtung des Leverage verstärkt. Während die Überzeugung nachließ, wurden übermäßige Spekulationen nach und nach beseitigt.
Durch die Korrektur wurde ein Großteil des Marktüberschusses beseitigt, so dass nur noch die Nachfrage fehlte. Die Erholung hängt jetzt weniger von der Verschuldung als vielmehr vom Kapital ab, das bereit ist, sich auf dem aktuellen Niveau wieder zu engagieren.
Abschließende Zusammenfassung
Die Kryptomärkte befinden sich weiterhin in einer Phase der Risikoscheu, da die Liquidität abnimmt, die Verschuldung zurückgesetzt wird und die institutionelle Nachfrage weiter nachlässt.
Die jüngste Korrektur hat übermäßige Spekulationen beseitigt und frisches Kapital als Schlüsselfaktor für den nächsten Trend hinterlassen.