Aave steht vor einer Liquiditätskrise, nachdem 292 Mio. US-Dollar rsETH-Exploit den ETH-Pool erschöpft hat

Inhaltsverzeichnis Die Kreditmärkte von Aave standen unter akutem Stress, nachdem ein großer Exploit im Zusammenhang mit Kelp DAO eine Liquiditätskrise auslöste. Der Vorfall hat Hunderte Millionen an Vermögenswerten verschwendet und den ETH-Pool von Aave zur vollen Auslastung gebracht, wodurch Abhebungen im gesamten Protokoll begrenzt wurden. Ein plötzlicher Exploit im Zusammenhang mit dem rsETH-Token von Kelp DAO löste auf den dezentralen Finanzmärkten große Besorgnis aus. Berichten zufolge hat der Angreifer 116.500 rsETH im Wert von etwa 292 Millionen US-Dollar von einer LayerZero-Brücke abgezogen. Die gestohlenen Vermögenswerte wurden dann in einer Strategie eingesetzt, die die Liquidität von Aave belastete. Laut Coin Bureau hat der Angreifer das kompromittierte rsETH als Sicherheit auf Aave V3 hinterlegt. Dieser Schritt ermöglichte die Aufnahme von fast 236 Millionen US-Dollar an eingewickelter ETH. Allerdings gilt das rsETH, das diese Positionen besichert, nun als ungültig, sodass die Kredite keine angemessene Sicherheit mehr haben. ⚠️WARNUNG: $AAVE ist heute um -19 % gefallen, nachdem ein Kelp-DAO-rsETH-Exploit im Wert von 292 Millionen US-Dollar eine ausgewachsene Liquiditätskrise ausgelöst hat. Der ETH-Pool von Aave hat gerade eine 100-prozentige Auslastung erreicht. Das bedeutet eines: Es gibt fast keine ETH mehr zum Abheben. Folgendes ist passiert: Der Angreifer hat 116.500 rsETH abgezogen … pic.twitter.com/t6zfxN9qDI – Coin Bureau (@coinbureau) 19. April 2026 Infolgedessen sieht sich Aave mit geschätzten 280 Millionen US-Dollar an uneinbringlichen Schulden konfrontiert. Der ETH-Pool des Protokolls ist zu 100 % ausgelastet, was bedeutet, dass nahezu die gesamte verfügbare Liquidität geliehen wurde. Benutzer, die versuchten, ETH abzuheben, erlebten Verzögerungen oder konnten ihre Positionen nicht verlassen. Der Markt reagierte schnell und auf der gesamten Plattform wurden umfangreiche Abhebungen gemeldet. Daten deuten darauf hin, dass es während der Panikphase zu ETH-Abflüssen in Höhe von über 5,4 Milliarden US-Dollar kam. Aufsehenerregende Abhebungen verstärkten den Druck, darunter eine gemeldete Abhebung von 65.584 ETH durch Justin Sun. Diese Situation stellt ein großes Stressereignis für die Risikomanagementsysteme von Aave dar. Es dient auch als Echtzeittest für das Umbrella-Sicherheitsmodul, das für extreme Bedingungen ausgelegt ist. Die sich abzeichnenden Ereignisse erregen weiterhin Aufmerksamkeit im gesamten Kryptosektor. Marktdaten zeigen, dass AAVE nach einem Ausbruchsversuch in Richtung der Spanne von 115 bis 120 US-Dollar eine scharfe Ablehnung erlebte. Seitdem ist der Preis auf dem 4-Stunden-Chart auf rund 93,90 $ zurückgegangen. Trotz einer leichten Erholung während der Sitzung bleibt die allgemeine Dynamik schwach. Frühere Preisbewegungen spiegelten einen stetigen Rückgang vom 120-Dollar-Bereich in Richtung des 90-Dollar-Niveaus wider. Auf diese Phase folgte eine Phase der Seitwärtskonsolidierung zwischen 92 und 102 US-Dollar. Der jüngste Rallyeversuch scheiterte, was zu erneutem Verkaufsdruck führte. Technische Indikatoren zeigen eine rückläufige kurzfristige Struktur. Der Relative-Stärke-Index liegt derzeit bei 34,55 und nähert sich dem überverkauften Bereich, ist aber noch nicht ganz dort. Seine Position unter dem gleitenden Durchschnitt deutet auf eine anhaltende Abwärtsdynamik hin. Gleichzeitig bleibt der MACD-Indikator im negativen Bereich. Das sich erweiternde Histogramm deutet auf eine anhaltende Verkaufsaktivität hin, wobei es noch keinen klaren Crossover gibt, der auf eine Umkehr hindeutet. Dies steht im Einklang mit der breiteren Preisablehnung, die im Diagramm zu sehen ist. Die wichtigste Unterstützung konzentriert sich nun um die 90-Dollar-Marke, wobei 89,50 Dollar als kritischer Durchbruchspunkt dienen. Sollte dieser Bereich scheitern, könnten die nächsten Abwärtsziele zwischen 85 und 80 US-Dollar liegen. Auf der oberen Seite bleibt der Widerstand fest bei 100 US-Dollar und höher bei etwa 110 US-Dollar. Händler beobachten genau, ob sich der Preis über den aktuellen Unterstützungsniveaus stabilisieren kann. Eine Erholung würde eine Verbesserung der Momentumsignale und eine erneute Kaufaktivität erfordern. Bis dahin spiegelt die Marktstruktur nach dem jüngsten Exploit weiterhin Vorsicht wider.