KI-Agenten, die autonom mit Kryptowährungen handeln, sind der nächste große Wandel in der Blockchain

Die nächste große Entwicklung in der Kryptowährung konzentriert sich auf autonome Finanzagenten und nicht nur auf neue Währungen oder Handelsplattformen.
Hierbei handelt es sich um Computerprogramme, die ohne menschliche Anleitung Finanzen verwalten und Transaktionen abschließen können.
Die zentrale These des Hong Kong Web3 Festivals in dieser Woche war, dass ein bedeutender Wandel in der Branche unmittelbar bevorsteht.
Behörden und Führungskräfte diskutierten über eine Zukunft, in der KI-Bots Kryptowährungstransaktionen unabhängig verwalten und abschließen.
Diese Agenten sind in der Lage, eine Situation einzuschätzen, eine Entscheidung zu treffen und ohne jegliche Hilfe zu handeln.
Im Bereich der Kryptowährung leben Menschen auf Blockchains und betreiben Tag- und Nachthandel, Token-Käufe und Gelddarlehen.
Die Branchenvertreter auf dem Festival gehen davon aus, dass diese Programme bald große Teile der digitalen Wirtschaft unter der Kontrolle einer einzelnen Person steuern könnten, sondern nur unter der Kontrolle der im Code festgeschriebenen Regeln.
Die Banken sind nicht bereit für das, was kommt
Die Zahlen hinter den KI-Ausgaben geben einen Eindruck davon, wie schnell sich die Entwicklung entwickelt.
Es wird erwartet, dass die weltweiten Investitionen in künstliche Intelligenz im Jahr 2026 2,52 Billionen US-Dollar erreichen werden, und allein im ersten Quartal dieses Jahres hat KI 80 % aller Risikokapitalfinanzierungen weltweit angezogen.
Auf Binance Ai Pro, einer Handelsplattform, geschieht mittlerweile fast die Hälfte aller Aktivitäten ohne Eingaben von Benutzern, das System führt die Anrufe selbst durch.
Lennix Lai, Chief Commercial Officer von OKX Global, sagte auf der Konferenz, dass sich die Art und Weise, wie Menschen mit Blockchain interagieren, „wahrscheinlich auf unbestimmte Zeit ändern wird“. Fan Wenzhong, ein führender Vertreter der Finanzwelt, stimmte zu, dass eine von automatisierten Agenten gesteuerte Wirtschaft im Kommen sei.
Er sagte jedoch, dass die wahre Macht der KI immer noch durch eine „Glasabdeckung“ eingeschränkt werde. Er erklärte, dass dies daran liege, dass die heutigen Banken nicht für diese Art von Technologie geschaffen seien.
Traditionelle Geldsysteme basieren auf physischen Konten, Personen, die Dinge von Hand prüfen, und Zwischenhändlern.
Diese Systeme wurden für große Transaktionen entwickelt, die hin und wieder stattfinden und die von Menschen überwacht werden müssen.
Sie sind nicht dafür ausgelegt, die sehr schnellen, kleinen und automatischen Aufgaben zu bewältigen, die KI-Agenten ausführen.
Befürworter argumentieren, dass Blockchain dieses Problem löst. Der Code wird automatisch ausgeführt und kann nach der Festlegung nicht mehr geändert werden, sodass kein Vermittler erforderlich ist.
Das Beratungsunternehmen McKinsey schätzt, dass KI-Agenten bis 2030 jedes Jahr weltweit zwischen 3 und 5 Billionen US-Dollar im Verbraucherhandel bewegen könnten.
Zum Vergleich: Der gesamte Kryptomarkt hat heute einen Wert von rund 2 Billionen US-Dollar.
Von Privatgeschäften bis hin zu Maschine-zu-Maschine-Transaktionen
Ein auf dem Festival veröffentlichter Bericht von Dr. Xiao Feng, Vorsitzender und CEO der HashKey Group, erläuterte, wie dieser Wandel funktionieren könnte.
In dem Bericht wurde argumentiert, dass KI-Agenten bereits in die Produktion, den Handel und die Zusammenarbeit vordringen und dass sich die Wirtschaftstätigkeit allmählich von der Interaktion zwischen Menschen weg und hin zu Vereinbarungen zwischen Menschen und Maschinen oder nur zwischen Maschinen verlagert.
Der Bericht stellte auch eine sogenannte Dual-Token-Architektur vor: KI-Tokens, die die genutzte Rechenleistung messen, und Blockchain-Tokens, die den Wertfluss verfolgen.
Blockchain löst auch ein Vertrauensproblem.
Jede Agentenaktion wird dauerhaft in der Blockchain aufgezeichnet, wodurch eine eindeutige Spur entsteht. Da der Markt für Agenten-KI voraussichtlich von 5,25 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf fast 200 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034 wachsen wird, wird die Verfolgung dieser Programme von entscheidender Bedeutung.
Jamie Dimon, Chef von JPMorgan Chase, hat kürzlich eingeräumt, dass Blockchain nicht mehr experimentell ist, und verwies auf Tokenisierung und Smart Contracts als Anzeichen dafür, dass sich die Finanzwelt in der Kette bewegt.
Einige Projekte sind bereits live.
Fetch.ai und SingularityNET ermöglichen es Agenten, Dienste untereinander auszutauschen. Autonolas unterstützt Agenten bei der Umsetzung von Strategien im dezentralen Finanzwesen.
Hindernisse wie Geschwindigkeit, Sicherheit und Regulierung bleiben bestehen. Layer-2-Netzwerke wie Optimism und Arbitrum arbeiten an einer schnelleren Verarbeitung, und Zero-Knowledge-Proofs werden verwendet, um den Datenschutz zu verbessern.
Analysten glauben, dass KI-Agenten bis zum Ende des Jahrzehnts so routinemäßig sein könnten wie Smartphone-Apps, Aufgaben erledigen könnten, die Menschen derzeit selbst erledigen, und die Tür zu einer weitaus größeren Kryptoökonomie öffnen könnten.