Amdocs plant im Rahmen einer KI-gesteuerten Umstrukturierung die Entlassung von 3.000 Mitarbeitern

Amdocs, der an der Nasdaq notierte Software- und Dienstleistungsanbieter, bereitet den Abbau von 2.700 bis 3.000 Arbeitsplätzen weltweit vor. Das entspricht etwa 10 % der 29.000 Mitarbeiter. Hunderte dieser Kürzungen werden in Israel erwartet, wo das Unternehmen rund 5.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Entlassungen werden durch eine strategische Neuorganisation unter Shimie Hortig vorangetrieben, der am 31. März 2026 das Amt des Präsidenten und CEO übernahm. Er löste Shuky Sheffer ab, der das Unternehmen acht Jahre lang geführt hatte. Hortigs Auftrag besteht offenbar darin, Amdocs rund um künstliche Intelligenz umzugestalten, einschließlich der Schaffung einer neuen, auf KI fokussierten Abteilung.
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Ein Muster, kein Dreh- und Angelpunkt
Amdocs hat im Jahr 2023 etwa 2.700 Stellen und im Jahr 2024 mehr als 1.500 Stellen gestrichen. Wenn die aktuelle Runde am oberen Ende landet, wird das Unternehmen in drei Jahren mehr als 7.000 Stellen abgebaut haben.
Die Finanzzahlen zeichnen ein gemischtes Bild
Amdocs meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 1,17 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings hat das Unternehmen seine Umsatzwachstumserwartungen für das Gesamtjahr nach unten korrigiert und prognostiziert nun ein Wachstum zwischen 2,6 % und 4,6 %.
Amdocs wird an der Nasdaq unter dem Tickersymbol DOX gehandelt. Das Unternehmen bietet Abrechnungs-, Kundenmanagement- und digitale Transformationslösungen hauptsächlich für Telekommunikationsbetreiber und zunehmend auch für Finanzdienstleister.
Was das für Anleger bedeutet
Amdocs hat nur begrenzte direkte Beteiligung an Kryptowährungs- oder dezentralen Finanzinitiativen gezeigt. Seine Transformation scheint eher auf KI-gesteuerte Effizienz als auf die Einführung von Blockchain abzuzielen.
Drei aufeinanderfolgende Jahre mit Entlassungen dieser Größenordnung sind keine Feinabstimmung des Unternehmens. Hortig hat noch etwa ein Jahr Zeit, bis Investoren beginnen, Beweise dafür zu fordern, dass weniger Mitarbeiter und mehr KI zu besseren Ergebnissen führen. Der vierteljährliche Umsatz von 1,17 Milliarden US-Dollar gibt ihm eine gewisse Orientierung, aber die sinkende Wachstumsprognose deutet darauf hin, dass die Aussicht auf ein sichtbares Ende steht.