Die Verbindungen von Thrive Capital zum Trump-Berater werfen Bedenken hinsichtlich der Bundesverträge auf

Josh Gruenbaum, der Beauftragte des Federal Acquisition Service der General Services Administration, überwacht Regierungsverträge für Unternehmen, die von Thrive Capital, der von Joshua Kushner gegründeten Risikokapitalgesellschaft, unterstützt werden. Das Problem: Gruenbaum ist auch Investor bei Thrive Capital.
Die SmartPay-Anbindung
Gruenbaum wurde im Januar 2025 zum Leiter der FAS ernannt und kam ohne vorherige Regierungserfahrung. Die FAS überwacht das SmartPay-Programm, das Hunderte Milliarden Dollar an Kreditkartenausgaben von Bundesangestellten abwickelt.
Ramp, ein Fintech-Startup mit einem Wert von rund 13 Milliarden US-Dollar, hat sich darauf vorbereitet, genau dieses Programm zu modernisieren. Das Unternehmen zählt neben Peter Thiel und Khosla Ventures auch Thrive Capital zu seinen Unterstützern. Gruenbaum hat mindestens vier Treffen mit Ramp-Führungskräften zum Thema SmartPay ermöglicht.
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Der Fall hat die Aufmerksamkeit des demokratischen Abgeordneten Gerald Connolly auf sich gezogen, der im Mai 2025 eine Untersuchung der Beziehungen der GSA zu Ramp ankündigte. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, ob Standardvertragsschutzmaßnahmen umgangen wurden und ob Gruenbaums Doppelrolle als Regierungsbeamter und privater Investor Bedingungen für eine Vorzugsbehandlung geschaffen hat.
Das Thrive Capital-Web
Thrive Capital unter der Leitung von Joshua Kushner, dem Bruder von Jared Kushner, hat einen Rekordfonds in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar aufgelegt, der sich auf technologieorientierte Unternehmen und KI konzentriert.
Warum Fintech-Investoren aufpassen sollten
Ramp hat ein seriöses Geschäft aufgebaut. Eine Bewertung von 13 Milliarden US-Dollar kommt nicht aus dem Nichts. Die Unternehmenskarten- und Spesenverwaltungsplattform des Unternehmens hat echte Unternehmenskunden und ernsthafte Venture-Förderer angezogen. Sollte sich die SmartPay-Möglichkeit verwirklichen, wäre dies ein transformativer Regierungsvertrag.
Wenn Connollys Untersuchung Beweise für eine Vorzugsbehandlung findet oder auch nur genügend negative Schlagzeilen hervorbringt, könnte Ramp bei jedem künftigen Regierungsengagement einer strengeren Prüfung ausgesetzt sein.
Risikokapitalfirmen mit regierungsnahen Portfoliounternehmen sollten dies genau beobachten. Das Ergebnis der Untersuchung könnte neue Erwartungen in Bezug auf Offenlegung, Ablehnung und die Bewältigung von Konflikten wecken, wenn Regierungsvertreter über private Anlageportfolios verfügen, die sich mit ihren offiziellen Verantwortlichkeiten überschneiden.