Die American Bankers Association verschärft ihre Lobbyarbeit gegen die Stablecoin-Bestimmungen des CLARITY Act

Die American Bankers Association zieht alle ihr zur Verfügung stehenden Lobbying-Instrumente heran, um die Renditebestimmungen aus dem CLARITY Act zu streichen, bevor der Bankenausschuss des Senats am 14. Mai 2026 abstimmt. ABA-Präsident Rob Nichols rief kürzlich Bankmanager zu einem Aufruf zusammen und forderte sie dazu auf, Senatoren persönlich gegen eine Gesetzesvorlage zu lobbyieren, die es Kryptofirmen ermöglichen würde, zinsähnliche Belohnungen für Stablecoins anzubieten.
Das 2-Billionen-Dollar-Problem
Am 13. April veröffentlichte die ABA eine eigene Studie, in der sie schätzte, dass renditeträchtige Stablecoins den Stablecoin-Markt von heute rund 300 Milliarden US-Dollar auf 2 Billionen US-Dollar ansteigen lassen könnten. Ein solches Wachstum würde, so argumentiert die ABA, größtenteils zu Lasten der traditionellen Bankeinlagen gehen.
Die ABA vertritt den Standpunkt, dass eine solche Verschiebung die Fähigkeit der Banken zur Finanzierung von Verbraucherkrediten, Hypotheken und anderen Kreditprodukten beeinträchtigen würde.
Der Rat der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses veröffentlichte am 8. April eine Analyse, die zu dem gegenteiligen Ergebnis kam und feststellte, dass Stablecoins keine systemischen Risiken für den Bankensektor darstellen würden. Die Formulierung des Weißen Hauses zielte eher darauf ab, Innovationen zu fördern, als die etablierten Betreiber zu schützen.
Die politischen Fronten verschärfen sich
Der Bankenausschuss des Senats wird den überarbeiteten Text des CLARITY Act voraussichtlich am 11. Mai veröffentlichen, mögliche Änderungen werden bereits am 12. Mai im Umlauf sein.
Senator Bernie Moreno hat seine Position bereits deutlich gemacht und er steht nicht auf der Seite der Banken. Moreno kritisierte die Lobbyarbeit der ABA und bezeichnete sie als Beweis dafür, dass das „Bankenkartell“ wegen der Konkurrenz durch Stablecoins in Panik gerät.
Senator Moreno beschrieb die Reaktion der ABA als Hinweis darauf, dass sich das „Bankenkartell“ im „Panikmodus“ über Stablecoins und die damit verbundene Wettbewerbsbedrohung befinde.
Die ABA ihrerseits bezeichnet das Thema als ein Thema des Verbraucherschutzes und der Finanzstabilität. Ihre Argumentation basiert auf der Idee, dass Stablecoins, die Erträge ohne FDIC-Versicherung bieten, in den Köpfen der Verbraucher eine falsche Äquivalenz hervorrufen.