Der Pekinger Professor Jiang Xueqin behauptet, Bitcoin sei möglicherweise von der CIA geschaffen worden

Eine öffentliche Debatte ist entbrannt, nachdem Jiang Xueqin, stellvertretender Rektor der Tsinghua University High School in Peking, angedeutet hat, dass Bitcoin möglicherweise von US-Geheimdiensten geschaffen wurde. In einem Interview und einem Podcast-Auftritt stellte Jiang die Ursprünge der Kryptowährung in Frage und argumentierte, dass ihre kostenlose Veröffentlichung, ihr anonymer Urheber und die zugrunde liegende Infrastruktur auf eine mögliche Beteiligung von Organisationen wie der CIA oder der DARPA schließen lassen.
Jiang formulierte seine Argumentation um drei zentrale Fragen: Wer könnte Bitcoin bauen, wer profitiert davon und warum blieb sein Schöpfer anonym? Er erklärte, dass ein längerer Entwicklungsaufwand, gefolgt von einer kostenlosen weltweiten Veröffentlichung, nicht den typischen Anreizen für einzelne Entwickler entspreche. Auf dieser Grundlage schlug er vor, dass staatlich geförderte Institutionen hinter dem Projekt stecken könnten.
Er argumentierte weiter, dass sich die Blockchain-Technologie möglicherweise aus denselben Forschungsumgebungen entwickelt habe, in denen Systeme wie das Internet und GPS entstanden seien. Laut Jiang könnten solche Institutionen von der Struktur der Blockchain profitieren und beschrieb sie als ein System, das sowohl groß angelegte Überwachung als auch verdeckte Finanzaktivitäten unterstützen könne.
Jiang äußerte auch Bedenken hinsichtlich der Infrastruktur und konzentrierte sich dabei auf den physischen Standort der Server. Er erklärte, dass die Kontrolle über Hardware die Kontrolle über Software bedeuten könne, und stellte Behauptungen über Dezentralisierung und Open-Source-Transparenz in Frage. Darüber hinaus verwies er auf frühe Bitcoin-Investoren, darunter die Winklevoss-Zwillinge, als Teil seiner umfassenderen Untersuchung darüber, wer möglicherweise frühe Kenntnisse über das System hatte.
Als Antwort zitierte Bitcoin-Netzwerkstruktur
Die Antworten auf Jiangs Behauptungen konzentrierten sich auf das technische Design des Bitcoin-Netzwerks. Analysten stellten fest, dass Bitcoin auf rund 97.000 unabhängig betriebenen Knotenpunkten in 164 Ländern betrieben wird. Diese Knoten verwalten gemeinsam das System, ohne auf zentrale Server angewiesen zu sein, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Einzelpunktsteuerung verringert wird.
Auch die Sicherheit des Netzwerks wurde hervorgehoben: Die Mining-Aktivität übersteigt 1.000 Exahashes pro Sekunde. Kritiker gaben an, dass dieses Maß an verteilter Rechenleistung die Widerstandsfähigkeit des Systems unterstütze und seine dezentrale Struktur stärke.
Einige Kommentatoren gingen direkt auf Jiangs Bedenken hinsichtlich der Server ein und erklärten, dass Bitcoin nicht auf eine zentrale Datenbank oder einen einzelnen Hardware-Standort angewiesen sei. Stattdessen werden Daten über Tausende von Knoten repliziert, wobei jeder die Transaktionen unabhängig überprüft.
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