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Bernstein: Cloud-Infrastruktur wird dominieren, während KI-Agenten die Softwareindustrie neu gestalten

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cryptonewstrend.com
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Bernstein: Cloud-Infrastruktur wird dominieren, während KI-Agenten die Softwareindustrie neu gestalten

Inhaltsverzeichnis Eine umfassende Fünfjahresprognose von Bernstein analysiert, wie künstliche Intelligenz die Unternehmenssoftwarelandschaft grundlegend verändern wird. Die Kernthese: KI stellt für Softwareunternehmen eine Weiterentwicklung der Wertschöpfung und kein Aussterben dar. Im Mittelpunkt von Bernsteins Analyse steht das Konzept einer „KI-Kontrollebene“ – einer kritischen Infrastrukturebene, die KI-Anwendungen orchestriert, Datenpipelines verwaltet und autonome Softwareagenten im gesamten Unternehmen koordiniert. Bernstein identifiziert den Besitz von Kontrollflugzeugen als den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in den kommenden Jahren. Die Studie vertritt eine konträre Haltung gegenüber denjenigen, die verzögerte KI-Auswirkungen vorhersagen, und argumentiert, dass die Transformation der Unternehmenssoftware bereits im Gange sei. Bernsteins Analyse weist darauf hin, dass Cloud-Infrastrukturunternehmen die Hauptnutznießer sind – insbesondere Anbieter, die Infrastructure-as-a-Service- und Platform-as-a-Service-Lösungen bereitstellen. Die Nachfrage sowohl nach spezialisierten GPU-Ressourcen als auch nach herkömmlicher Rechenkapazität steigt weiterhin stark an. Diese Entwicklung dürfte steiler werden, da „agentische KI“ – autonome Softwaresysteme, die eigenständig Ziele verfolgen sollen – eine breitere Akzeptanz in Unternehmen findet. Diese intelligenten Agenten benötigen eine umfangreiche Infrastruktur, um effektiv arbeiten zu können. Der Datenbankbereich soll ebenfalls erweitert werden. Bernstein erwartet eine beschleunigte Migration von älteren On-Premise-Systemen hin zu cloudnativen und KI-optimierten Datenbankarchitekturen. Das Unternehmen betrachtet diese Verschiebung nicht als einen Marktrückgang, sondern als eine vollständige, adressierbare Marktexpansion für marktbeherrschende Technologieunternehmen. Bernstein unterscheidet scharf zwischen gefährdeten Softwarekategorien und solchen mit dauerhafter Wettbewerbsposition. Traditionelle Produkte, die auf unbefristeten Lizenzmodellen basieren, unterliegen einem echten Margendruck. Der MSCI World Software and Services Index ist seit Jahresbeginn um mehr als 20 % gesunken, was auf die weitverbreitete Besorgnis der Anleger vor KI-bedingten Störungen hinweist. Bernstein bezeichnet diesen Ausverkauf als wahllos. Dem Rahmenwerk des Unternehmens zufolge hat KI die Softwarenachfrage nicht zerstört, sondern die Preisdynamik neu kalibriert. Beispielsweise wird die Abrechnung von IT-Dienstleistungen von Stundensätzen auf eine ergebnisorientierte Vergütung umgestellt. Softwareanbieter, die zeigen, dass KI-Funktionen zu einer messbaren Ausweitung der Nutzung bei bestehenden Kunden führen, werden das Marktvertrauen wahrscheinlich schneller wiederherstellen. Branchenperspektiven verstärken diese Ansicht. Ido Arieli Noga, CEO von Yuki, behauptet, dass KI-Agenten die Dateninfrastruktur nicht verdrängen – sie sind darauf angewiesen. Er warnt davor, dass die zunehmende Bereitstellung von Agenten zu Spitzen beim Infrastrukturverbrauch führen könnte, da KI-Systeme eine kontinuierliche Abfragelast erzeugen. Bernstein erkennt in seinem Ausblick eine erhebliche Schwachstelle an: Wenn die Rechen- und Energiekosten dramatisch ansteigen, könnte sich die Stückökonomie des Aufbaus der KI-Infrastruktur erheblich verschlechtern. Das Unternehmen betont, dass zu den relevanten Leistungsindikatoren jetzt die Nutzungsdurchdringung, die Anschlussraten von KI-Funktionen und verbrauchsbasierte wiederkehrende Einnahmen gehören – über die traditionellen Kennzahlen für das Umsatzwachstum hinaus. Bernstein hat diese Analyse am 19. April 2026 veröffentlicht. Entdecken Sie mit Expertenanalysen die Aktien mit der besten Wertentwicklung in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.