Binance berichtet von einer deutlichen Veränderung in der Art und Weise, wie Benutzer in Entwicklungsländern mit Kryptowährungsplattformen interagieren, und spiegelt ihr Verhalten mit traditionellen Finanzinstrumenten wider.

Auf Schwellenländer entfielen im Jahr 2026 77 % der Binance-Nutzer, gegenüber 49 % im Jahr 2020, da Nutzer in diesen Ländern die Börse zunehmend für Ersparnisse, Zahlungen und Investitionszugang nutzten, so die Börse.
Der neueste Bericht von Binance Research stellt die Krypto-Einführung als eine Geschichte des Finanzzugangs und nicht als eine Handelsgeschichte dar. Binance sagte, dass 83 % der Nutzer, die sich mit zwei oder mehr Produkten auf der Plattform beschäftigen, in Schwellenländern ansässig sind, während die Sparquoten der Nutzer in diesen Märkten mehr als doppelt so hoch sind wie die der Nutzer in entwickelten Märkten.
Dem Bericht zufolge halten etwa 36 % der Binance-Benutzer in Schwellenländern mit einem Guthaben von mindestens 10 US-Dollar mindestens die Hälfte ihres Portfolios in Stablecoins, was darauf hindeutet, dass das Muster „im Einklang mit einer sparorientierten Nutzung“ steht. Weltweit erreichen 28 % der Nutzer diesen Schwellenwert, gegenüber 4 % im Jahr 2020.
Die Daten deuten auf eine zunehmende Nutzung von Kryptoplattformen als Ersatzfinanzinfrastruktur in Märkten hin, in denen der Bankzugang weiterhin begrenzt ist.
Nach Angaben der Weltbank haben 1,3 Milliarden Erwachsene immer noch keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen, während 900 Millionen Erwachsene ohne Bankverbindung ein Mobiltelefon und 530 Millionen ein Smartphone besitzen.
Laut Binance haben 4,7 Milliarden Erwachsene keinen Zugang zu Krediten oder Krediten, 3,6 Milliarden Erwachsene in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen nutzen keine digitalen Zahlungen oder Karten und 1,4 Milliarden Sparer in diesen Ländern erhalten keine Zinsen auf Einlagen.
Im Mittelpunkt des Arguments stehen Stablecoins. Laut Binance können Überweisungen über Hochleistungsnetzwerke nur 0,0001 US-Dollar kosten und fast sofort abgewickelt werden, verglichen mit mindestens 20 US-Dollar für grenzüberschreitende SWIFT-Transaktionen. Laut der Datenbank „Remittance Prices Worldwide“ der Weltbank liegen die weltweiten durchschnittlichen Überweisungskosten über dem UN-Ziel von weniger als 3 %.
Tatsächlich werden Stablecoins in Schwellenländern zunehmend für Überweisungen, Ersparnisse und grenzüberschreitenden Handel verwendet, während gleichzeitig Moody’s, der IWF und andere Institutionen vor Risiken für die Währungssouveränität und die finanzielle Widerstandsfähigkeit warnen.
Daten der brasilianischen Steuerbehörde haben beispielsweise gezeigt, dass Stablecoins 90 % des Kryptovolumens des Landes ausmachen.