Die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs wächst, da die krypto-nativen Aktivitäten nachlassen, sagt der CEO von CryptoQuant

Die Struktur des Bitcoin-Marktes verändert sich, da institutionelle Käufer über ETFs einsteigen, während die kryptonativen Handelsaktivitäten nachlassen. Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant, hat kürzlich auf diese Divergenz hingewiesen und die Frage aufgeworfen, wer künftig die Bitcoin-Preise bestimmt. Seine Kommentare deuten auf einen umfassenderen Wandel in der Art und Weise hin, wie Kapital in den Kryptomarkt fließt. Der Kontrast zwischen steigender ETF-Nachfrage und schwächerer Altcoin-Aktivität wird immer schwerer zu ignorieren. Seit die USA im Januar 2024 Spot-Bitcoin-ETFs genehmigt haben, ist die Beteiligung der Wall Street stetig gewachsen. Das Kapital gelangt nun über Maklerkonten, Pensionsfonds und institutionelle Verwahrung in Bitcoin statt über Krypto-Börsen. Die ETF-Bestände sind weiter gestiegen, während die BTC-Reserven der Börsen im gleichen Zeitraum zurückgegangen sind. Ki Young Ju hat diesen Wandel in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag festgehalten: „Krypto-ETFs auf TradFi waren bullisch. Aktien an Krypto-Börsen sind bärisch. Wenn Krypto-Native aufhören, Krypto zu kaufen, wer bleibt dann übrig, um zu kaufen?“ Dies spiegelt eine echte Veränderung in der Art und Weise wider, wie Bitcoin angehäuft wird. RIAs, Rentenkapitalgeber und große Vermögensverwalter sind mittlerweile aktive Teilnehmer an der Bitcoin-Preisbildung. Ihr Kaufverhalten unterscheidet sich sowohl im Umfang als auch im Zeithorizont vom Einzelhandels-Krypto-Händler. Dadurch ist Bitcoin nicht mehr ausschließlich auf die Liquidität des internen Kryptomarktes angewiesen. Die institutionelle Pipeline über ETFs bietet einen stabilen Nachfragekanal, der vor 2024 nicht existierte. Dies hat dazu beigetragen, dass Bitcoin seine Preisstabilität aufrechterhält, selbst wenn die allgemeine Krypto-Stimmung nachgelassen hat. Während Bitcoin von institutionellen Zuflüssen profitiert, sind die meisten Altcoins für die Nachfrage immer noch auf krypto-native Händler angewiesen. Die Dominanz von BTC blieb über weite Strecken des Jahres 2025 hoch, und ETH/BTC blieb im Vergleich zu den allgemeinen Markterwartungen weiterhin hinter den Erwartungen zurück. Auch das Spothandelsvolumen an zentralisierten Börsen ist seit Ende 2025 zurückgegangen. On-Chain-Daten zeigen außerdem eine schwächere aggressive Kaufaktivität unter Einzelhandels- und krypto-nativen Teilnehmern. Der spekulative Appetit auf dem gesamten Altcoin-Markt ist weitgehend zurückgegangen, und immer weniger Händler wandeln Gewinne aus Bitcoin in kleinere Vermögenswerte um. Dies hat dazu geführt, dass viele Altcoins keine verlässliche Käuferbasis mehr haben. Die Divergenz zwischen Bitcoin und Altcoins ist daher eine Liquiditätsgeschichte, nicht nur eine Gefühlsgeschichte. Das Kapital konzentriert sich auf Bitcoin und eine kleine Anzahl wichtiger Vermögenswerte, anstatt es über den Markt zu verteilen. Bei Altcoins, die einst von den Rotationen des Kryptozyklus profitierten, schwächt sich dieses Muster ab. Dies bedeutet nicht, dass der Markt völlig pessimistisch ist. Vielmehr scheint sich der Kryptomarkt von einem krypto-nativen Zyklus zu einem TradFi-gesteuerten Bitcoin-Markt zu entwickeln. Bitcoin operiert mittlerweile in zwei separaten Nachfrage-Ökosystemen, während die meisten Altcoins weiterhin nur von einem abhängig sind.