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Bitcoin ist mit struktureller Fragilität konfrontiert, da die Verschuldung steigt und die ETF-Abflüsse zunehmen

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Bitcoin ist mit struktureller Fragilität konfrontiert, da die Verschuldung steigt und die ETF-Abflüsse zunehmen

Inhaltsverzeichnis Bitcoin erlebt derzeit eine der strukturell fragilsten Phasen der letzten Monate. Trotz der optimistischen langfristigen Aussichten zeigen die kurzfristigen Bedingungen Anzeichen von Anspannung. BTC konnte die Widerstandszone von 82.000 US-Dollar nicht durchbrechen und ist seitdem auf fast 79.000 US-Dollar zurückgefallen. Es liegt nicht nur an der Preisschwäche. Vielmehr spiegelt es ein tieferes Ungleichgewicht innerhalb der Marktstruktur von Bitcoin wider, das durch übermäßige Hebelwirkung und nachlassende institutionelle Nachfrage verursacht wird. Der CryptoQuant-Analyst Axel Adler Jr. hat durch die geschätzte Verschuldungsquote (ELR) eine wichtige Warnung angezeigt. Die Kennzahl ist auf 14,9 % gestiegen, was auf einen extrem hohen Futures-Leverage hinweist. Quelle: Cryptoquant Gesunde Bullenmärkte werden typischerweise durch die Spotnachfrage und nicht durch Derivateaktivitäten angetrieben. Die aktuellen Bedingungen sprechen jedoch eine andere Sprache. Der offene Zinssatz und die Finanzierungsraten sind parallel zum Preis weiter gestiegen. Dieses Muster deutet auf eine zunehmend überfüllte Long-Positionierung auf dem Markt hin. Nachdem Short-Liquidationen BTC in Richtung der 82.000-Dollar-Marke getrieben haben, sind Long-Positionen nun stärker gefährdet. Jeder plötzliche Rückgang könnte eine Kaskade von Zwangsliquidationen auslösen. Auch die Coinbase-Prämie blieb in diesem Zeitraum negativ. Dieser Wert spiegelt die schwache Spotnachfrage institutioneller US-Käufer wider. Ohne starke Spotkäufe in diesem Segment fehlt der Rallye eine solide strukturelle Grundlage. Dieser Mangel an institutionellem Vertrauen trägt zur allgemeinen Fragilität des Systems bei. Diese Bedenken werden dadurch noch verstärkt, dass US-Spot-Bitcoin-ETFs wöchentliche Abflüsse von fast 1 Milliarde US-Dollar verzeichneten. Die ETF-getriebene Dynamik, die dazu beitrug, die früheren Gewinne von Bitcoin anzukurbeln, scheint sich abzuschwächen. Auch die makroökonomischen Bedingungen belasten die Stimmung. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen hat sich der Marke von 4,6 % angenähert, während die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen auf über 5 % geklettert ist, da die Märkte eine Neubewertung für ein „längerfristig höheres“ Zinsumfeld vornehmen. Nicht alle Marktsignale zeigen nach unten. Langzeitinhaber kontrollieren nun das Gesamtangebot von rund 15,26 Millionen BTC. Allein in den letzten 30 Tagen wurden mehr als 316.000 BTC zu Langzeit-Wallets hinzugefügt. Dieses Ausmaß der Akkumulation zeigt, dass die Überzeugung erfahrener Inhaber weiterhin intakt ist. Es reduziert auch das verfügbare Umlaufangebot, was die Preise im Laufe der Zeit stützen kann. Auch die Zuflüsse von Binance-Stablecoins haben Lebenszeichen gezeigt. An der Börse scheint sich Nebenliquidität aufzubauen. Dies deutet darauf hin, dass einige Käufer bereit sind, Kapital einzusetzen, wenn sich die Bedingungen verbessern. Allerdings ist dieses Kapital noch nicht in großem Umfang in den Spotmarkt geflossen. Der Bereich zwischen 78.000 und 79.000 US-Dollar ist nun der kritischste Unterstützungsbereich, den es zu beobachten gilt. Dieser Bereich überschneidet sich mit dem realisierten Preis des kurzfristigen Inhabers und ist daher ein technisch und psychologisch wichtiges Niveau. Ein Durchbruch unterhalb dieser Zone könnte den Liquidationsdruck auf dem gesamten Markt verstärken. Umgekehrt könnte ein Halten und eine Erholung in diesem Bereich den Grundstein für eine erneute Aufwärtsdynamik legen. Sollten sich die ETF-Abflüsse stabilisieren und sich die Coinbase-Prämie positiv entwickeln, könnte es bei Bitcoin zu einem raschen Stimmungsumschwung kommen. Händler und Analysten beobachten diese Indikatoren gleichermaßen genau. Der nächste große Schritt für BTC wird wahrscheinlich davon abhängen, welche Kraft – institutionelles erneutes Engagement oder fortgesetzte Rücknahme der Hebelwirkung – zuerst greift.

Bitcoin ist mit struktureller Fragilität konfrontiert, da die Verschuldung steigt und die ETF-Abflüsse zunehmen