Bitcoin-Miner werden zur KI-Infrastruktur und der Markt bewertet sie neu

Bitcoin-Miner steigen auf die KI-Infrastruktur um, da der Umsatz pro Megawatt aus der Bereitstellung von KI-Workloads fünf- bis zehnmal höher ist als aus dem Bitcoin-Mining, und der Engpass nach der Halbierung hat diese Lücke in ein strategisches Mandat verwandelt.
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Das bisher deutlichste Signal ist Bitfarms (NASDAQ: BITF), das bekannt gab, dass es seinen Sitz verlagert, sich in Keel Infrastructure umbenennt und alle neuen Bitcoin-Mining-Investitionen stoppt.
„Wir investieren nicht mehr in den Bitcoin-Mining“, sagte Geschäftsführer Ben Gagnon und bezeichnete das Unternehmen als „Infrastrukturentwickler und Eigentümer“.
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– Keel Infrastructure (@keelinfra_) 1. April 2026
Ein klarer Trend
Es ist kein Einzelfall. Core Scientific (CORZ) und TeraWulf (WULF) haben sich weitgehend als HPC-Betreiber neu positioniert und mehrjährige Verträge mit Hyperscalern unterzeichnet.
Riot Platforms (RIOT), Iris Energy (IREN) und Hut 8 haben jeweils Pläne angekündigt, erhebliche Energiekapazitäten auf KI-Kunden umzuleiten.
Analysten schätzen, dass bis Ende 2027 bis zu 20 % der gesamten Energiekapazität der Bitcoin-Mining-Industrie für KI- und HPC-Arbeitslasten umgewidmet werden könnten.
Warum Bergleute einen Vorteil haben
Der Pivot funktioniert, weil die Bergleute bereits über das verfügen, was die KI-Industrie nicht schnell erwerben kann: große Standorte mit Hochspannungsstromverträgen und den entsprechenden Infrastrukturgenehmigungen.
Hyperscaler müssen mit Verzögerungen von zwei bis vier Jahren rechnen, nur um neue Rechenzentren an das Netz anzuschließen. Bergleute können KI-Kapazität in ein bis zwei Jahren online bringen.
Goldman Sachs prognostiziert, dass der Strombedarf von Rechenzentren in den USA bis 2030 jährlich um durchschnittlich 15 % steigen wird, was vor allem auf KI zurückzuführen ist.
Das Bewertungsspiel
Die finanzielle Logik ist ebenso wichtig wie die operative. Bitcoin-Miner werden normalerweise mit dem 6- bis 12-fachen EBITDA gehandelt. Rechenzentrumsbetreiber handeln mit dem 20- bis 25-fachen.
Ein erfolgreicher Übergang von der volatilen Rohstoffproduktion zu Infrastructure-as-a-Service – mit langfristigen Mietverträgen und vorhersehbaren Cashflows – erfordert eine erhebliche mehrfache Neubewertung. Das ist die Wette, die diese Unternehmen eingehen.
Die praktische Konsequenz für Makler und Anleger ist eine Branchenumgliederung. Was als reine Krypto-Mining-Kohorte gehandelt wurde, entwickelt sich zu einer heterogenen Mischung aus Infrastrukturunternehmen, KI-gestützten Immobilienunternehmen und verbleibenden Bitcoin-Produzenten.
Die Anwendung einer einheitlichen Kryptozyklus-Logik auf die gesamte Gruppe ist zunehmend der falsche Rahmen.