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Der Bitcoin-Pionier Adam lehnt Forderungen ab, verlegte Münzen zu sperren, und verweist auf die Unvermeidlichkeit von Kompromissen angesichts der Bedenken hinsichtlich des Quantencomputings

Quelle
cryptonewstrend.com
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Der Bitcoin-Pionier Adam lehnt Forderungen ab, verlegte Münzen zu sperren, und verweist auf die Unvermeidlichkeit von Kompromissen angesichts der Bedenken hinsichtlich des Quantencomputings

In der Krypto-Community geht eine hitzige Diskussion über die Zukunft der Bitcoin-Sicherheit weiter, nachdem Google diese Woche einen bedeutenden Durchbruch im Quantencomputing angekündigt hat, der die Prognosen für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks verschlechtert und die Erwartungen an den sogenannten Q-Day – den Tag, an dem ein Quantencomputer Bitcoin-Schlüssel knacken kann – näher bringt.

An der aktuellen Debatte beteiligten sich Adam Back, der CEO von Blockstream, und der bekannte Analyst Willy Woo über das Schicksal von 4 Millionen inaktiven $BTC, die mit der Ankunft des Q-Day anfällig werden könnten.

Sie retten oder stehlen lassen?

Derzeit arbeiten Demonstratoren mit zwei logischen Qubits auf einer einzigen physikalischen Architektur. Laut Back fehlt es der tatsächlichen Durchbrechung der Bitcoin-Kryptographie jedoch immer noch um vier bis sechs Größenordnungen.

Willy Woo betont, dass trotz der technologischen Lücke eine Wolke der Unsicherheit über dem Markt schwebt. Das Problem betrifft etwa 4 Millionen BTC an alten Adressen, deren Besitzer ihre Schlüssel verloren haben oder verstorben sind. Wenn ein Quantencomputer mit Brute-Force-Zugriff auf diese Wallets zugreifen könnte, könnten diese Münzen plötzlich auf den Markt zurückkehren, was zu massiven Bewegungen und Druck auf den Bitcoin-Preis führen würde.

Damit steht Bitcoin laut Woo vor einer existenziellen Entscheidung:

Einfrieren von Münzen und ein programmatisches Verbot des Geldtransfers aus alten gefährdeten Geldbörsen, was jedoch eine Änderung der grundlegenden Geldpolitik und einen Eingriff in Eigentumsrechte bedeutet, was direkt den Grundprinzipien widerspricht, auf denen Bitcoin vor 17 Jahren geschaffen wurde.

Lassen Sie alles so wie es ist und erlauben Sie Quantenhackern, die Coins zu stehlen, was natürlich zu einem massiven Preisverfall führen würde.

Woo wies darauf hin, dass $BTC einen Benutzer nicht im Stich lassen sollte, selbst wenn diese Person zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt wurde, und dass es möglich sein sollte, eine Wallet auf einen quantenresistenten Standard zu aktualisieren. In diesem Fall stimmt Woo für das Einfrieren der Coins.

Adam Backs brutale Reaktion

Der legendäre Kryptograph Adam Back vertrat jedoch eine Position der strikten Einhaltung der Dezentralisierungsprinzipien und antwortete auf die Bedenken seines Gegners mit der Idee, dass diejenigen, die sich nicht im Voraus um die Sicherheit ihrer Wallets gekümmert haben, bereits gefährdet sind.

Du wirst sowieso robust sein, denn jemand wird sie stehlen. Es sind nicht die Entwickler, sondern der Markt, der entscheidet. Wenn es keinen Konsens gibt, werden Entwickler den Code nicht einmal veröffentlichen. Meine Ansicht ist, je realer es wird und je mehr Zeit die Leute zum Nachdenken haben, desto mehr werden sie zu der Überzeugung gelangen, dass meine Ansicht richtig ist :)

– Adam Back (@adam3us) 5. April 2026

Backs Logik lautet wie folgt. Wenn ein Quantencomputer auftaucht, werden die Coins von Hackern gestohlen, und das ist ein Marktereignis, keine Entscheidung der Entwickler. Jeder Versuch von Entwicklern zu entscheiden, welche Münzen gültig sind und welche nicht, ist selbst eine Art Teppichraub.

Je realistischer die Quantenbedrohung wird, desto realistischer werden die Menschen laut Back erkennen, dass die Unveränderlichkeit des Codes wichtiger ist als Versuche, alte Geldbörsen künstlich zu retten. Die Sicherheit liegt in der persönlichen Verantwortung des Eigentümers und nicht in der Funktion einer zentralisierten Kontrolle des Protokolls.