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Bitcoin steht unter Druck durch Unsicherheit der Fed, Öl und KI-Verlangsamung

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cryptonewstrend.com
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Bitcoin steht unter Druck durch Unsicherheit der Fed, Öl und KI-Verlangsamung

Bitcoin ist im asiatischen Morgenhandel um 3 % gefallen und hält sich bei etwa 77.000 US-Dollar, während sich die Märkte auf eine Woche voller makroökonomischer Katalysatoren einstellen. Der Schritt scheint eher auf Vorsicht als auf einem Stimmungsumschwung zurückzuführen zu sein.

In einer Mitteilung an CoinDesk sagte der in Singapur ansässige Market Maker Enflux, dass Händler vor der Zinsentscheidung am Mittwoch und einer Reihe von Datenveröffentlichungen später in der Woche, darunter BIP, PCE-Inflation und der Beschäftigungskostenindex, zögern, Bitcoin nach oben zu treiben. Zusammengenommen werden diese Zahlen die Erwartungen prägen, wann oder ob die Fed in der zweiten Jahreshälfte mit der Zinssenkung beginnen kann.

Das größte Hindernis ist derzeit das Öl. Brent-Rohöl bleibt über 100 US-Dollar, was die Inflationsaussichten verkompliziert und die Messlatte für ein gemäßigtes Signal des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell höher legt.

Laut Enflux geht der Markt von zwei konkurrierenden Annahmen aus: Die geopolitischen Spannungen werden irgendwann nachlassen, die Lösung wird jedoch nicht schnell genug eintreffen, um die kurzfristige Politik zu beeinflussen. Diese Kombination hat die Zinssenkungen für Juni effektiv ausgepreist (Polymarket-Wettende geben eine 95-prozentige Chance auf „keine Veränderung“) und ein unklareres Umfeld für Risikoanlagen geschaffen.

In diesem Umfeld hatte Bitcoin Mühe, wichtige technische Niveaus zu durchbrechen. Die Kryptowährung wird etwa 4 % unter ihrer kurzfristigen Halterkostenbasis in der Nähe von 80.700 US-Dollar gehandelt, ein Niveau, das oft als Indikator für die Überzeugung eines marginalen Käufers angesehen wird.

Für eine deutliche Überschreitung dieser Marke wäre wahrscheinlich ein klares Signal der Fed erforderlich, dass sich die ölbedingte Inflation als vorübergehend erweisen wird. Andernfalls geht Enflux davon aus, dass Bitcoin bis zu den Datenveröffentlichungen am Donnerstag zögerlich gehandelt wird, wobei eine stärkere Bewegung eher mit den Makrodaten als mit der Fed-Erklärung selbst zusammenhängt.

Wenn man über diese Woche hinausblickt, könnte eine weniger sichtbare Kraft auch die nächsten Schritte von Bitcoin prägen. Das Wall Street Journal berichtete am Montag, dass OpenAI wichtige Umsatzziele verfehlt habe, was Fragen über das Tempo der KI-Nachfrage aufwirft.

Börsennotierte $BTC-Mining-Unternehmen haben erhebliche Schulden aufgenommen und gleichzeitig Teile ihrer Staatskassen verkauft, um sich auf die Unterbringung von KI-Rechenzentren umzustellen – ein Unterfangen, von dem man annimmt, dass es profitabler ist als das Mining.

Eine Verlangsamung dieses Pivots könnte theoretisch den Verkauf verlangsamen.

Wenn die Nachfrage nach Rechenleistung stark ist, haben Bergleute sowohl den Anreiz als auch die Finanzierung, weiter zu bauen, was häufig zu fortgesetzten Verkäufen von BTC-Dollar zur Finanzierung von Investitionsausgaben und Schuldendiensten führt.

Aber wenn das Scheitern von OpenAI darauf hindeutet, dass das KI-Wachstum möglicherweise nicht mit diesen Erwartungen Schritt halten kann, wird die Dynamik komplexer. Eine Verlangsamung der KI-Expansion könnte diesen von Bergleuten getriebenen Verkauf im Laufe der Zeit abmildern und eine Bezugsquelle wegfallen lassen.

Das Problem ist das Timing: Der Verkaufsdruck auf Halbleiter- und Datenaktien aufgrund der schwächeren Technologie- und Risikobereitschaft würde wahrscheinlich den Kryptomarkt zum Einsturz bringen, während eine Entspannung durch langsamere Minenverkäufe erst später eintreten würde.

In diesem Sinne unterstreicht die KI-Geschichte nur den umfassenderen Standpunkt von Enflux. Der Markt steckt zwischen konkurrierenden Makrokräften fest, und jede Verlangsamung der KI-Nachfrage fügt eine weitere Ebene der Unsicherheit hinzu, ohne sofort diejenigen zu lösen, die für den Preis am wichtigsten sind.

Damit bleibt der Bitcoin-Handel vorerst in der gleichen engen Bandbreite und wartet auf ein klareres Signal.