Die Kaufkraft von Bitcoin nähert sich dem Wendepunkt, Experten warnen vor einer drohenden Obergrenze

Das Kryptowährungsforschungsunternehmen Delphi Digital hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der die Nachhaltigkeit des aktuellen Bitcoin-Akkumulationsmodells von Strategy untersucht.
In dem Bericht heißt es, dass sich das von Michael Saylor geführte Unternehmen mit seiner Strategie des „unbegrenzten Bitcoin-Kaufs“ einem kritischen Druckpunkt nähere. Dem Bericht zufolge war der Hauptgrund dafür, dass Strategy seine BTC-Reserven in der Anfangsphase aggressiv erhöhen konnte, darin zu sehen, dass MSTR-Aktien lange Zeit über dem Netto-Bitcoin-Inventarwert (mNAV) des Unternehmens gehandelt wurden. Dank dieser Prämie könnte das Unternehmen den Betrag von $BTC pro Aktie erhöhen, wenn es Bitcoin kauft, indem es neue Aktien ausgibt.
Delphi Digital stellte jedoch fest, dass der auf dem Unternehmenswert basierende Nettovermögensmultiplikator des Unternehmens auf etwa 1,24 gesunken war. Sie gaben an, dass dies die Effizienz der Beschaffung neuer Finanzmittel durch die Ausgabe von Stammaktien erheblich verringerte, was dazu führte, dass sich das Modell dem Break-Even-Punkt näherte. Der Bericht fügte außerdem hinzu, dass sich Strategy in der Vergangenheit stark auf die Finanzierung durch Wandelanleihen verlassen habe. Während zinsgünstige Wandelanleihen das schnelle Wachstum des Unternehmens unterstützt haben, wurde darauf hingewiesen, dass die Hauptschulden in Höhe von etwa 8,2 Milliarden US-Dollar bis September 2027 in eine erhebliche Rückzahlungsphase eintreten werden.
Laut Delphi Digital ist das STRC-Finanzierungsmodell (Strategy Preferred) die wichtigste Struktur, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine aktuellen Bitcoin-Käufe fortzusetzen. STRC richtet sich an einkommensorientierte Anleger und bietet eine monatliche jährliche Dividendenrendite von 11,5 %. Strategy setzt seine $BTC-Käufe mit den Mitteln fort, die es aus dieser Struktur aufnimmt, ohne neue Laufzeiten für Wandelanleihen zu schaffen.
Der Bericht stellte jedoch fest, dass die Kosten des Modells „kontinuierlich wachsende festverzinsliche Verbindlichkeiten“ sind. Darin heißt es, dass jede neue STRC-Finanzierungsrunde kurzfristig die Bitcoin-Reserven erhöht, aber auch neue Dividendenverpflichtungen schafft, die in der Zukunft gezahlt werden müssen.
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Delphi Digital gab an, dass die Struktur weiterhin funktionieren könnte, wenn der Bitcoin-Preis weiter steigt und die MSTR-Prämie hoch bleibt. Sie warnten jedoch davor, dass sich die Dividendenverpflichtungen weiter anhäufen würden, wenn der BTC-Dollar über einen längeren Zeitraum unverändert bleibe, während die Effizienz der Stammaktienfinanzierung allmählich abnehmen werde. In dem Bericht heißt es außerdem, dass die Barreserven von Strategy in Höhe von etwa 2,25 Milliarden US-Dollar ausreichen, um den Rückkaufdruck von Wandelanleihen in Höhe von etwa 1 Milliarde US-Dollar im Jahr 2027 zu decken. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass das Unternehmen im Jahr 2028 mit einer größeren Schuldenlast konfrontiert sein wird.
Delphi Digital wies kürzlich darauf hin, dass die derzeit genehmigte Finanzierungsobergrenze von STRC bei 28,3 Milliarden US-Dollar liegt. Dem Bericht zufolge könnte die Fähigkeit von Strategy, die dividendenbedingte Verwässerung durch „kontinuierliche Bitcoin-Barkäufe“ auszugleichen, erheblich geschwächt oder ganz eliminiert werden, wenn diese Grenze erreicht wird und kein neuer Expansionsraum gefunden wird.
*Dies ist keine Anlageberatung.