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Bitcoin-Wholecoiner werden seltener, da die Devisenströme die Tiefststände von 2018 erreichen

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cryptonewstrend.com
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Bitcoin-Wholecoiner werden seltener, da die Devisenströme die Tiefststände von 2018 erreichen

Das Spektrum der Bitcoin-Inhaber erlebt einen deutlichen Wandel im Anlegerverhalten.

Neue Daten des CryptoQuant-Analysten Darkfost zeigen einen starken Rückgang der „Wholecoiner“-Aktivitäten an allen Börsen.

Wichtige Punkte

Die Wholecoiner-Aktivität geht zurück, da der steigende Preis von Bitcoin den Besitz von 1 $ BTC für viele Anleger schwieriger macht.

Die Überweisungen von 1 $ BTC oder mehr an Börsen sind stark zurückgegangen und erreichen wieder das Niveau, das zuletzt im Jahr 2018 verzeichnet wurde.

ETFs und neue Zugangswege verringern den Bedarf an direktem Besitz von $BTC und an Börsenaktivitäten in der Kette.

Weniger große Inhaber, die $BTC bewegen, deuten auf einen geringeren Verkaufsdruck und ein knapperes verfügbares Angebot hin.

Bitcoin-Wholecoiner werden immer seltener

Wholecoiner, also Anleger, die mindestens 1 $ BTC halten, werden immer seltener, was vor allem auf den langfristigen Preisanstieg von Bitcoin zurückzuführen ist. Da $BTC immer teurer wird, wird es für viele Teilnehmer zunehmend unerreichbar, eine volle Münze anzusammeln.

Dieser Trend spiegelt sich mittlerweile deutlich in den Wechselkursströmen wider.

Devisenströme fallen auf Mehrjahrestiefs

Auf der Binance-Plattform sind die monatlichen durchschnittlichen Überweisungen von 1 $BTC oder mehr an Börsen auf etwa 6.000 $BTC gesunken. Dies stellt einen starken Rückgang gegenüber den 15.400 $ BTC dar, die während des Marktzyklus 2021 verzeichnet wurden, und bringt die Aktivität wieder auf das Niveau, das zuletzt im Jahr 2018 erreicht wurde.

Über alle Börsen hinweg ist der Rückgang noch deutlicher. Im Vergleich zum Spitzenwert von 80.000 BTC im Jahr 2018 sind die Großtransfers weltweit auf rund 27.500 BTC gesunken, was einem Rückgang um fast das Dreifache entspricht.

Der Preis von Bitcoin hilft zu erklären, warum. Die führende Kryptowährung wird heute bei 74.100 US-Dollar gehandelt und erreichte auf ihrem Allzeithoch 126.200 US-Dollar. Unterdessen wurde Bitcoin im Jahr 2018 unter 20.000 US-Dollar gehandelt, während es im Jahr 2021 seinen Höchststand bei fast 69.000 US-Dollar erreichte.

Mit anderen Worten: Der Besitz eines vollständigen $BTC kostet jetzt fast viermal mehr als im Jahr 2018.

ETFs und neue Zugangswege verändern den Markt

Neben der Preissteigerung sind auch strukturelle Veränderungen im Markt für diesen Wandel verantwortlich.

Die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs im Jahr 2024 hat zusammen mit der Erweiterung der Handelsplattformen alternative Möglichkeiten für Anleger geschaffen, sich in $BTC zu engagieren, ohne den Vermögenswert direkt zu halten. Dies reduziert die Notwendigkeit von On-Chain-Übertragungen an Börsen.

Konkret halten ETFs mittlerweile über 1,61 Millionen BTC, was fast 8 % des Gesamtangebots ausmacht – etwas, das es noch vor drei Jahren noch nicht gab.

Langfristiges Halten verringert den Verkaufsdruck

Gleichzeitig scheint ein wachsender Anlegerkreis langfristige Haltestrategien zu verfolgen. Dieses Verhalten schränkt die Bewegung großer BTC-Beträge an Börsen, die typischerweise mit Verkaufsaktivitäten einhergehen, weiter ein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Rückgang der Wholecoiner-Ströme auf einen Wandel in der Marktstruktur von Bitcoin hindeutet. Da immer weniger große Inhaber Münzen an Börsen transferieren, lässt der Verkaufsdruck nach, während ein größerer Teil des Angebots zunehmend illiquide wird.

Diese Kombination könnte eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der zukünftigen Preisdynamik von Bitcoin spielen, wenn die Nachfrage trotz eines knapperen verfügbaren Angebots weiter steigt.