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Die 60.000-Dollar-Grenze von Bitcoin liegt im Sand – Deribit Exec warnt vor einer drohenden Liquidation in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar

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Die 60.000-Dollar-Grenze von Bitcoin liegt im Sand – Deribit Exec warnt vor einer drohenden Liquidation in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar

Der Derivatemarkt treibt die 60.000-Dollar-Marke von Bitcoin in Schwung. Jean-David Péquignot, Chief Commercial Officer bei Deribit, bezeichnete dieses Niveau derzeit als die folgenreichste Preiszone für den Optionsmarkt. Dem ursprünglichen Bericht zufolge übersteigt das fiktive offene Interesse an Bitcoin-Put-Optionen bei einem Basispreis von 60.000 US-Dollar allein bei Deribit 1,2 Milliarden US-Dollar. Diese Konzentration führt dazu, dass ein Durchbruch unterhalb dieser Grenze weitaus schwerwiegender ist als ein Ausfall des technischen Supports.

Die Mechanik ist gnadenlos. Market Maker, die diese Puts verkauft haben, sind Short-Gamma, was bedeutet, dass ihre Absicherungsanforderungen steigen, wenn die Spotpreise fallen. Péquignot warnt davor, dass ein Rückgang unter 60.000 US-Dollar sie dazu zwingen würde, Spot-Bitcoin oder Futures zu verkaufen, um Delta-neutral zu bleiben. Allein der Verkaufsdruck durch diese Absicherung könnte den nächsten Kursrückgang befeuern. Gleichzeitig verwandelt die erhöhte Hebelwirkung an den Terminmärkten einen moderaten Rückgang in eine potenzielle Liquidationskaskade. Long-Positionen werden vernichtet, wodurch mehr Verkaufsaufträge in den Bestand aufgenommen werden.

Warum der Optionsstapel wichtiger ist als eine Diagrammebene

Bitcoin hat viele Male mit psychologischen Untergrenzen geflirtet, ohne dass es zu Unruhen kam. Aber ein Options-Strike-Cluster ändert die Mathematik. Wenn ein Nominalwert von 1,2 Milliarden US-Dollar an einen einzelnen Strike gebunden ist, reagieren Händler äußerst sensibel auf Nähe. Der Gamma-Flip – bei dem Händler vom Kauf bei einem Rückgang zum Verkauf wechseln – geschieht oft ohne Vorwarnung. Dabei geht es nicht darum, ob 60.000 US-Dollar eine „starke Unterstützung“ auf einem Preisdiagramm darstellen; es geht um die Technik des Optionsbuchs.

Die Deribit-Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Bitcoin-Handelsvolumen zurückgegangen ist. Leichte Spot-Orderbestände erleichtern es, dass Zwangsverkäufe die Volatilität in die Höhe treiben. Eine Marktstruktur, die oberflächlich betrachtet ruhig erscheint, kann unter der Oberfläche brüchig sein. Wenn der Kassakurs schnell unter 60.000 US-Dollar abrutscht, könnte eine algorithmische Absicherung den Anstieg auf Minuten statt auf Stunden komprimieren.

Leverage und der Liquidations-Domino-Effekt

Das offene Interesse an Futures bleibt an den großen Börsen hoch. Während die Quelle keine aggregierten Liquidationsniveaus angibt, zeigen die eigenen Plattformdaten von Deribit, dass gehebelte Long-Positionen knapp unter der 60.000-Dollar-Zone liegen. Eine Unterbrechung würde nicht nur Optionen-bezogene Ströme auslösen, sondern auch Stops und Margin Calls über die Perpetual-Swap-Märkte hinwegfegen.

Das ist der Doppelschlag, den Péquignot skizziert: Händlerabsicherung trifft auf spekulative Long-Liquidationen. Die Kombination kann zu einem kurzlebigen, aber heftigen Ausverkauf führen, selbst wenn sich die grundlegende Erzählung nicht geändert hat. In den Jahren 2021 und 2023 führten ähnliche Strukturen zu 10-prozentigen Intraday-Rückgängen, die sich erst umkehrten, nachdem die überschüssige Hebelwirkung beseitigt wurde.

Der Kryptomarkt hat eine lange Geschichte dieser mechanischen Spülungen. Was das aktuelle Setup sehenswert macht, ist die schiere Größe der Optionskonzentration. Ein Einsatz von 1,2 Milliarden Dollar auf einen einzigen Treffer ist keine Routine. Es spiegelt einen Markt wider, der Puts aggressiv verkauft hat, möglicherweise um die Rendite zu finanzieren oder weil Händler nur begrenzte Abwärtsrisiken sahen. Diese Selbstgefälligkeit ist der Zunder.

Was bleibt unklar

Es gibt keine Garantie dafür, dass Bitcoin 60.000 $ testet. Bis dahin könnte sich der Markt erholen. Die Auftragsbücher können sich in der Nähe wichtiger Niveaus verdichten, wenn Händler Limit-Gebote abgeben. Bei den Kommentaren des Deribit-Managers handelt es sich um ein Risikoszenario und nicht um eine Prognose. Aber die Undurchsichtigkeit der außerbörslichen Schalter und die Fragmentierung der Derivatedaten machen es schwierig, das Gesamtbild zu erkennen. Auf Deribit ist nicht das gesamte Optionsgamma sichtbar; Die Positionierung an anderen Veranstaltungsorten könnte den Schritt entweder abfedern oder verstärken.

Der makroökonomische Hintergrund sorgt für eine weitere Ebene der Unsicherheit. Wenn ein Bruch mit einem Risk-Off-Ereignis auf traditionellen Märkten zusammenfällt, könnte der Liquiditätsabfluss größer sein. Andererseits könnten Spot-ETF-Zuflüsse eine Untergrenze bilden. Keines der beiden Ergebnisse ist eingepreist. Bei Altcoins wie Filecoin ist das Risiko noch größer; Separate Preisanalysen deuten auf eine lange Reise zurück zu früheren Höchstständen hin, wenn sich der Markt dreht.

Für Händler besteht die Botschaft darin, nicht nur den Preis von Bitcoin im Auge zu behalten, sondern auch das Verhalten von Optionshändlern und die Finanzierungsraten. Ein plötzlicher Anstieg der Perpetual-Swap-Finanzierung oder ein Anstieg des BTC-Put-Open-Interest würde signalisieren, dass sich der Markt auf einen Test dieses Niveaus vorbereitet. Laut der jüngsten wöchentlichen Krypto-Gewinner-Rangliste haben Token wie TON und SIREN einen starken Anstieg erlebt, aber diese Gewinne könnten schnell verschwinden, wenn der Anker von Bitcoin rutscht.

Die 60.000-Dollar-Marke ist ein Magnet für Abwärtsdruck, den die Derivateabteilungen nicht ignorieren können. Unabhängig davon, ob es getestet wird oder nicht, wird das Optionscluster das Verhalten der Händler beeinflussen, solange es im Spiel bleibt.

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