Die Sicherheit von Bitcoin steht unter Belagerung, während das Quantencomputing rasant voranschreitet

Ein führender Physiker hat gewarnt, dass die schnellen Fortschritte im Quantencomputing den Zeitplan für die Durchbrechung der modernen Kryptographie vorverlegen und eine wachsende Bedrohung für Bitcoin (BTC) darstellen. Laut Chris Tam, Direktor bei BTQ Technologies, sei Quantencomputing nicht mehr theoretisch, sondern ein aktives, sich schnell entwickelndes Feld, sagte er in einem am 17. April veröffentlichten Interview mit David Lin. In seiner Einschätzung berücksichtigte Satoshi Nakamoto zunächst keine Quantenbedrohungen im Design von Bitcoin, obwohl das Risiko später anerkannt wurde. Er fügte hinzu, dass das dezentrale Entwicklungsmodell von Bitcoin das Problem der Quantenanfälligkeit zu einem anhaltenden und manchmal kontroversen Thema in der Community gemacht habe. Die zentrale Sorge, so Tam, sei nicht, ob Quantenmaschinen irgendwann die aktuellen Verschlüsselungsstandards durchbrechen werden, sondern wie schnell diese Fähigkeit entstehen könnte. „Heutzutage haben wir dieses sehr dezentralisierte Netzwerk von Ingenieuren und Betreuern, die über die Bitcoin-Kerncodebasis arbeiten. Es ist immer noch ein relativ kontroverses Thema innerhalb der Community, in dem die Leute anerkennen, dass Quantencomputer existieren, aber die Frage, die sie sich stellen und verstehen wollen, ist: Nun, wie schnell wird es zu einem Risiko, einem existenziellen Risiko für Bitcoin? Im Laufe der Zeit haben sich die Prognosen, wann Quantensysteme weit verbreitete kryptografische Methoden gefährden könnten, erheblich verschoben. Was einst um das Jahr 2040 geschätzt wurde, wurde wiederholt vorgebracht Mit jeder Welle von Forschungs- und Ingenieursfortschritten wird der Zeitplan immer enger, da große Technologieunternehmen wie Google und Cloudflare den Übergang zur Post-Quanten-Kryptografie für etwa das Jahr 2029 anstreben, was bedeutet, dass ein erfolgreicher Quantendurchbruch weitreichende Folgen für Finanzsysteme, Kommunikation und die breitere Internetinfrastruktur haben würde Ein neues Google Quantum AI-Papier deutet darauf hin, dass Quantenangriffe auf die Bitcoin-Verschlüsselung weitaus weniger Ressourcen erfordern als bisher angenommen. Die Ergebnisse deuten auf eine erhebliche Reduzierung der Rechenleistung hin, die zum Knacken der Bitcoin-Kryptographie erforderlich ist, und werfen neue Fragen darüber auf, wie bald ein kryptografisch relevanter Quantencomputer entstehen könnte. Adam Back, CEO von Blockstream, argumentiert, dass die Bedrohung noch Jahrzehnte entfernt sei Quantenresistente Systeme, die vor überstürzten Änderungen warnen, die neue Risiken mit sich bringen könnten. Im Gegensatz dazu warnte der Risikokapitalgeber Chamath Palihapitiya, dass sich der Zeitplan auf nur wenige Jahre verkürzen könnte, und forderte eine schnellere Koordinierung innerhalb des Kryptosektors, um sich auf einen möglichen Wandel vorzubereiten.