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Das Kryptowährungsforschungsunternehmen Presidio Bitcoin hat einen umfassenden technischen Bericht veröffentlicht, der die möglichen Auswirkungen von Quantencomputern auf das Bitcoin-Netzwerk untersucht.
In dem Bericht heißt es, dass Bitcoin zwar kurzfristig keiner direkten Bedrohung ausgesetzt sei, die Zeit, um notwendige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, jedoch „auf Jahre und nicht auf Jahrzehnte begrenzt“ sei. Dem Bericht zufolge besteht das Hauptrisiko darin, dass ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer mithilfe des Shor-Algorithmus private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten könnte. Darin heißt es, dass, wenn es heute einen kryptografisch starken Quantencomputer (CRQC) gäbe, etwa ein Drittel des Gesamtangebots, oder 6,5 Millionen $ BTC, direkt gefährdet wäre.
Ein großer Teil dieses Risikos hängt mit der Wiederverwendung von Adressen zusammen. Es wird angegeben, dass etwa 4,5 Millionen BTC aus betrieblichen Gründen bei großen Depotbanken konzentriert sind, die dieselben Adressen verwenden. Dem Bericht zufolge kann dieses Risiko allein durch die Umstellung auf neue Adressen deutlich reduziert werden, ohne dass Protokolländerungen erforderlich sind. Das verbleibende strukturelle Risiko ergibt sich aus alten Pay-to-Pubkey-Adressen (P2PK), die etwa 1,72 Millionen BTC umfassen. Es wird angenommen, dass ein großer Teil dieser Vermögenswerte verloren ist. Andererseits wird hinzugefügt, dass Adressen, bei denen nur der Public-Key-Hash sichtbar ist und bei denen noch nie eine Ausgabe erfolgt ist, aufgrund der verfügbaren Informationen als sicher gelten.
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Es bleibt ungewiss, wann Quantencomputer dieses Niveau erreichen werden. Laut Expertenbefragungen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass solche Maschinen zwischen 2030 und 2035 entstehen, bei etwa 50 Prozent. Allerdings bestehen noch erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Skalierbarkeit der notwendigen Hardware.
In dem Bericht heißt es außerdem, dass im Bitcoin-Ökosystem mit der Bewältigung dieser Bedrohung begonnen wurde. Es wurde darauf hingewiesen, dass Entwickler die Integration quantenresistenter Signatursysteme über „Soft Forks“ in Betracht ziehen und dass Diskussionen zu diesem Thema im Jahr 2024 5 % der gesamten Nachrichten ausmachten und bis Anfang 2026 auf 50 % anstiegen.
Der Bericht stellte außerdem fest, dass die Kapazität des Netzwerks für einen möglichen Migrationsprozess ausreichen würde. Wenn 25 % des Blockraums für diesen Zweck genutzt würden, könnten schätzungsweise 90 % des Gesamtwerts von Bitcoin in etwa vier Tagen an neue Adressen verschoben werden. *Dies ist keine Anlageberatung.