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Bloomberg-Analyst James Seyffart: „Bitcoin hat 50 % seines Wertes verloren, aber es gibt ein sehr starkes Signal“

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cryptonewstrend.com
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Bloomberg-Analyst James Seyffart: „Bitcoin hat 50 % seines Wertes verloren, aber es gibt ein sehr starkes Signal“

Obwohl der starke Preisverfall von Bitcoin (BTC) um etwa 50 % in traditionellen Finanzkreisen die Erwartung weckte, dass sich „schwache Hände“ aus dem Markt zurückziehen würden, zeigen die Daten das Gegenteil.

In Natalie Brunells Sendung „Coin Stories“ argumentierte der erfahrene Bloomberg-Analyst James Seyffart, dass Bitcoin-ETF-Investoren diesen Sturm mit unerwarteter Widerstandsfähigkeit überstanden hätten. Seyffart erinnerte daran, dass viele Kritiker bei der Zulassung von Bitcoin-ETFs vorausgesagt hatten, dass Anleger, die in diese Fonds investierten, beim ersten Anzeichen ernsthaften Stresses verkaufen würden. Jüngste Daten zeigen jedoch, dass selbst in Zeiten, in denen Bitcoin Wertverluste von bis zu 50 % verzeichnete, die ETF-Abflüsse recht begrenzt blieben.

Laut dem Analysten handelt es sich bei den Bitcoin-ETF-Inhabern um eine gut informierte Gruppe, die in den Markt einsteigt und sich der historischen Rückgänge des Vermögenswerts (von 70–80 %) bewusst ist. Seyffart erklärte: „Diese Anleger investieren nur 1 bis 5 % ihres Portfolios in Bitcoin. Obwohl ein Rückgang um 50 % schmerzhaft ist, geraten sie nicht in Panik, weil sie nicht ihr gesamtes Vermögen verloren haben. Stattdessen sehen sie diese Rückgänge als Kaufgelegenheit, um ihre Portfolios neu auszurichten.“

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Ein weiteres wichtiges Thema der Sendung war die Vorbereitung der Riesenbank Morgan Stanley auf die Einführung eines eigenen Bitcoin-ETF. Seyffart bezeichnete diesen Schritt als „historischen Wendepunkt“. Er wies darauf hin, dass das im Jahr 2017 populäre Narrativ „Bitcoin vs. Banken“ inzwischen den Banken Platz gemacht hat, die Bitcoin annehmen, und dass ein Gigant wie Morgan Stanley, der in dieses Feld einsteigt, ein Beweis dafür ist, dass die institutionelle Akzeptanz einen unumkehrbaren Punkt erreicht hat.

Analysen zufolge wurde in den letzten acht Monaten eine interessante umgekehrte Korrelation zwischen den Gold- und Bitcoin-ETF-Flüssen beobachtet. In Zeiten von Bitcoin-Abflüssen kam es zu Rekordzuflüssen in Gold, aber dieser Trend scheint sich in den letzten Wochen wieder auszugleichen. Während Seyffart an seiner Prognose festhält, dass Bitcoin-ETFs langfristig die Gesamtgröße (AUM) von Gold-ETFs übertreffen könnten, stellte er fest, dass die jüngsten Preisbewegungen dieses Ziel vorübergehend verschoben haben.

James Seyffart stellte fest, dass die aktuellen Markttrends zeigen, dass sich Anleger nicht mehr nur auf Technologieaktien konzentrieren, sondern vielmehr auf reale Vermögenswerte, die nicht „gedruckt“ werden können, wie Energie, Industriemetalle und Infrastruktur. Er erklärte, dass Bitcoin derzeit vom Markt als „wachstumsgetriebener Risikowert“ bewertet werde und betonte die Bedeutung eines diversifizierten Portfolios in dieser Zeit erhöhter globaler Risiken.

*Dies ist keine Anlageberatung.