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Turbulenzen am Anleihenmarkt lösen Krisenvergleiche 2007 aus, da die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe schießen

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Turbulenzen am Anleihenmarkt lösen Krisenvergleiche 2007 aus, da die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe schießen

Inhaltsverzeichnis Der Anleihenmarkt erlebt erhebliche Umwälzungen, was erfahrene Analysten dazu veranlasst, beunruhigende Parallelen zur Zeit vor der Finanzkrise herbeizuführen. In einer Forschungsnotiz vom 21. Mai mit dem provokanten Titel „Hier gibt es nichts zu sehen … nur ein Zusammenbruch des Anleihenmarkts“ betonte Albert Edwards von der Société Générale, dass die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen die Marke von 5,2 % überschritten haben. Dieser Meilenstein spiegelt die Werte wider, die im Juni 2007 erreicht wurden, nur wenige Monate vor Ausbruch der globalen Finanzkrise. Edwards behauptet, dass die Marktteilnehmer angesichts der erhöhten Kreditkosten möglicherweise eine übermäßige Selbstgefälligkeit an den Tag legen, was an Stimmungsmuster erinnert, die vor früheren wirtschaftlichen Störungen beobachtet wurden. Der Ökonom Ed Yardeni prägte in den 1980er Jahren den Begriff „Bond Vigilante“. Es beschreibt festverzinsliche Anleger, die aggressiv Staatspapiere verkaufen, um Missbilligung fiskalischer oder monetärer Strategien zu signalisieren. Wenn diese Anleger Anleihen abstoßen, sinken die Marktpreise und die Renditen steigen. Höhere Renditen erhöhen die Kreditkosten sowohl für Regierungen als auch für Unternehmen. Dieser Mechanismus hat die Politikgestaltung in der Vergangenheit beeinflusst. In den 1990er Jahren trug der Widerstand des Anleihenmarkts dazu bei, dass die Clinton-Regierung eine fiskalische Sparpolitik anstrebte, die letztendlich Haushaltsdefizite in vorübergehende Überschüsse umwandelte. Yardeni beobachtete diese Woche, dass die Bond-Bürgerwehr wieder aufgetaucht ist. Er geht davon aus, dass ihr Einfluss die Federal Reserve dazu zwingen wird, auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni eine restriktivere Haltung einzunehmen, wobei eine mögliche Zinserhöhung im Juli erfolgen wird. Dies stellt eine dramatische Umkehrung der jüngsten Erwartungen dar, als die meisten Marktteilnehmer davon ausgingen, dass die nächste Maßnahme der Fed eine Zinssenkung sein würde. Die Inflation beschleunigte sich im April auf Jahresbasis auf 3,8 %. Dies stellt den stärksten Wert seit Mai 2023 dar. Die geldpolitische Erklärung der Federal Reserve vom April behielt einen gemäßigten Ton bei, was auf eine Neigung zu Zinssenkungen hindeutet. Die Teilnehmer am Anleihenmarkt wiesen diese Botschaft energisch zurück. Die Terminmärkte haben sich dramatisch angepasst. Die Anleger gehen mittlerweile von einer Wahrscheinlichkeit von 49 % aus, dass der Leitzins bis Ende 2026 angehoben wird. Lediglich 2 % rechnen mit niedrigeren Zinssätzen bis zum Jahresende. Steigende Zinssätze belasten im Allgemeinen die Aktienbewertungen und erhöhen gleichzeitig die Kosten für Haushalte und Unternehmen. Edwards identifizierte Japan auch als eine aufkommende Quelle finanzieller Spannungen. Die Renditen 10-jähriger japanischer Staatsanleihen sind auf den höchsten Stand seit 1996 geklettert. Die Bank of Japan baut jahrelange außergewöhnliche geldpolitische Lockerung ab, die laut Edwards die globalen Finanzbedingungen verschärft. Er nannte außerdem die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran als einen Faktor, der die Energiekosten in die Höhe treibt und den Inflationsdruck aufrechterhält. Edwards stellte Parallelen sowohl zu den Bedingungen im Sommer 2007 als auch zum Umfeld vor dem Börsencrash von 1987 fest. Yardeni hingegen vertritt die Auffassung, dass dem Aktien-Bullenmarkt keine unmittelbare Gefahr droht. Er bezeichnet dies als potenzielle Akkumulationsmöglichkeit sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen. Allerdings sind sich sowohl Yardeni als auch Edwards in einem entscheidenden Punkt einig: Der Anleihenmarkt sendet ein warnendes Signal, das ernsthafte Aufmerksamkeit verdient. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.

Turbulenzen am Anleihenmarkt lösen Krisenvergleiche 2007 aus, da die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe schießen